Mikrowellen-Ratgeber

Mikrowelle: Das sind die Vor- und Nachteile des Küchenhelfers

Mikrowellen erleichtern uns die Arbeit in der Küche: Sie wärmen vor allem kleine Essensportionen schnell auf und sparen dabei Energie im Vergleich zu Herd und Backofen. ekitchen erklärt die Vor- und Nachteile einer Mikrowelle.

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Vor- und Nachteile einer Mikrowelle

Die Mikrowelle ist eines der nützlichsten Küchengeräte, hat aber nicht nur Vorteile.

Vor allem für Singlehaushalte und das Aufwärmen der Reste vom Vortag eignet sich eine Mikrowelle ganz prima. Denn gerade bei kleinen Portionen bietet sie gleich zwei Vorteile: Sie benötigt weniger Energie als etwa der Backofen, kleinere Mengen erhitzt sie in kurzer Zeit und gart damit schonender.

Mikrowelle: Vielseitig einsetzbar

Noch schonender arbeiten Mikrowellen mit integriertem Dampfgarer, die immer häufiger in den Regalen der Elektromärkte oder den Angeboten der Online-Shops zu finden sind. Die Zubereitung von Speisen mit heißem Dampf gilt als die beste Art, vor allem empfindliche Lebensmittel wie Gemüse heiß zu machen. Nährstoffe und Vitamine bleiben so eher erhalten, als wenn Sie sie per Mikrowellenstrahlung erhitzen.

Die Mikrowelle als Grill

Weitere Vorteile bieten Mikrowellen mit Grill, die etwa auch ein Steak garen oder eine Pizza kross backen. Da kann der Backofen schon mal kalt bleiben – das spart Energie und Zeit. Bei Modellen mit Grillfunktion gibt es günstigere, die nur von oben erhitzen, und etwas bessere, die zusätzlich von unten grillen. Mikrowellen mit Infrarotgrill verteilen dabei die Hitze etwas gleichmäßiger, sind aber auch teurer als jene mit Quarzgrill.

Große Mikrowellen im Vorteil

Wen die Vorteile einer Mikrowelle überzeugen und sie sich als Ersatz für den Backofen zulegen möchte, sollte auf ein Modell mit entsprechender Größe achten. Ein Volumen von 30 Litern sollte es schon sein. So können Sie einen speziellen Mikrowellenrost nutzen, um etwa zwei Pizzen gleichzeitig zuzubereiten. Für die meisten Haushalte genügt allerdings eine Mikrowelle mit dem Standardvolumen von 23 Litern.

Galerie: Beliebte Mikrowellen in der Übersicht

Mikrowellen haben auch Nachteile

Vor allem Mikrowellen mit hoher Leistung von über 1000 Watt können das Essen darin schnell verbrennen, wenn der Nutzer nicht aufpasst. In der Regel reichen Modelle mit einer Leistung von 700 bis 1000 Watt aber völlig aus, um Speisen aufzuwärmen oder aufzutauen.

Keime können in Cold Spots überleben

Mikrowellen haben oft den Nachteil, dass sie das Essen ungleichmäßig erhitzen. Experten sprechen dann von sogenannten Cold Spots in den Speisen, die kühler sind als andere Stellen, die bereits ausreichend erhitzt wurden. Es hilft, wenn Sie die Mikrowelle nach der Hälfte der voreingestellten Zeit öffnen und das Essen einmal kräftig umrühren. Das funktioniert aber nicht immer.

Hähnchen und Hack nichts für die Mikrowelle

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt aus diesem Grund, Hähnchen, Fisch, Hackfleisch und Eierspeisen nicht in der Mikrowelle zuzubereiten, da mögliche Krankheitserreger wie Listerien und Salmonellen in den Cold Spots überleben können. Diese Lebensmittel gehören in eine Pfanne, wo sie gleichmäßig erhitzt werden.

Mikrowellen funktionieren nur mit Wasser

Ein weiterer prinzipieller Nachteil der Mikrowelle: Lebensmittel mit einem geringen Wassergehalt lassen sich nur schlecht aufwärmen. Denn Mikrowellen beruhen auf dem Prinzip, Wassermoleküle in Schwingung zu versetzen und dadurch Hitze im Innern des Essens zu erzeugen. So gut wie alle Lebensmittel enthalten zwar Wasser, doch je geringer der Anteil ist, desto länger muss es in der Mikrowelle bleiben, um heiß zu werden – vor allem Teigwaren sind hier problematisch.

Günstige Modelle mit Ausstattungsnachteil

Günstige und recht einfach ausgestattete Mikrowellen haben zudem den Nachteil, dass sie oft nur zwei Drehknöpfe zur Steuerung mitbringen. Mit dem einen stellen Sie die Garzeit ein, der andere regelt die Leistung. Die Einstellungen lassen sich damit nur grob vornehmen – sekundengenaue Garzeiten können Sie mit einem Drehknopf kaum festlegen. Außerdem gibt es keine Voreinstellungen für verschiedene Lebensmittel. Wie lange und stark Sie die Speisen erwärmen, bleibt ganz Ihnen überlassen.
Nicht zuletzt müssen Sie bei der Nutzung der Mikrowelle auf das passende Mikrowellengeschirr achten. Tabu sind etwa Edelstahltöpfe, Aluminiumschalen und alle anderen Behälter aus Metall. Lesen Sie dazu unseren ausführlichen Ratgeber über geeignetes Geschirr für die Mikrowelle.

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Christian Lanzerath

von

Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und darf täglich über die Technik in der IT-Welt und die Technik in der modernen Küche schreiben.

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