Kühlschrank statt Ofen

Kuchen ohne zu backen – so gelingen sie perfekt

Sie haben keine Lust zu backen, essen aber gern Kuchen oder Torte? Dann sind unsere Rezepte für Kühlschrank-Kuchen genau richtig für Sie.

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Kalter Hund – Kuchen ohne backen.jpg

Keksboden, Creme und andere süße Zutaten – Kuchen ohne zu backen regen die Fantasie an.

Kuchen selbst herstellen geht auch ohne zu backen, ohne Eier zu schlagen, Hefe gehen zu lassen oder Teig zu rühren. Für den Boden nehmen wir Butterkekse, Zwieback, Cantuccini, Löffelbiskuit oder Baiser. Darauf kommt eine Creme aus Frischkäse, Mascarpone oder Quark und dazu beispielsweise Obst der Saison. Kuchen oder Torten ohne Backen haben in der warmen Jahreszeit mehrere Vorteile. Weil sie weniger Teig enthalten und aus dem Kühlschrank kommen, schmecken sie sommerlich leicht und erfrischend. Ihre Zubereitung dauert höchstens eine Stunde, der Kuchen ist also schnell gemacht und man verbringt keine Zeit vor dem heißen Ofen. Allerdings muss der Kuchen nach der Fertigstellung noch mindestens über Nacht in den Kühlschrank. Für spontanen Besuch eignet er sich also nicht. Haben sich die Gäste aber für den nächsten Tag angekündigt, ermöglicht der Kuchen ohne Backen eine entspannte Vorbereitung.

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Der berühmteste Kuchen aus dem Kühlschrank ist der Kalte Hund. Der Name leitet sich vermutlich von dem Begriff „Grubenhund“ ab, der in der Sprache der Bergmänner einen offenen Kastenwagen bezeichnet. Der Kalte Hund wird nämlich in einer Kastenform zubereitet und dann im Kühlschrank kalt gestellt.

Der Klassiker unter den Kühlschrank-Kuchen: der Kalte Hund

Die Geschichte des vermutlich ersten Kuchens ohne backen geht zurück auf die 1920er-Jahre, als die Firma Bahlsen ein Rezept für einen „Schokoladenkuchen aus Leibniz-Keks“ veröffentlichte.

Zutaten für eine kleine Kastenform

  • 100 g Vollmilchkuvertüre
  • 100 g festes Kokosfett
  • 2 kleine Eier
  • 75 Gramm Puderzucker
  • ½ Päckchen Vanillezucker
  • Salz
  • 50 Gramm Kakaopulver
  • 2 EL Milch
  • 120 Gramm Butterkeks

Zubereitung von Kalter Hund

Die Vollmilchkuvertüre hacken, mit dem Kokosfett in einem Topf bei mittlerer Hitze zerlassen, dann leicht abkühlen lassen. Eier, Puderzucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers 5 Minuten sehr cremig rühren. Kakaopulver und Milch auf langsamer Stufe unterrühren. Dann die Kuvertüre-Kokosfett-Mischung unterrühren. 1 kleine Kastenform mit Backpapier auslegen. Boden und Seiten mit etwas Schokoladenmasse bestreichen. Butterkekse und Schokoladenmasse in etwa fünf Lagen in die Form schichten. Dabei die Kekse dicht an dicht legen, wenn nötig in passende Stücke schneiden. Mit einer Schokoladenschicht enden. Kuchen über Nacht kalt stellen.

Eine Variante ist das Kalte Zebra

Dafür die Vollmilchkuvertüre durch weiße Kuvertüre ersetzen. Dann 30 Gramm Bitterschokoladekuvertüre zerlassen und den erkalteten Kuchen mit unregelmäßigen Streifen verzieren.

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Klassiker neu interpretiert: der Schoko-Erdbeer-Käsekuchen

Dieser Kuchen hat das Zeug zum Liebling der Erdbeerzeit.

Zutaten für den Boden

  • 50 g Haselnüsse (geschält)
  • 100 g Löffelbiskuit
  • 70 g Butter
  • 70 g Zartbitterschokolade
  • Öl (für die Form)

Zutaten für die Creme

  • 500 g Erdbeeren (klein)
  • 7 Blätter Gelatine (weiß)
  • 1 Orange (Bio mit unbehandelter Schale)
  • 500 g Frischkäse
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 150 g Schlagsahne

Zubereitung von Schoko-Erdbeer-Käsekuchen

Nüsse grob hacken. Biskuits zerbröseln. Butter schmelzen, vom Herd nehmen, Nüsse und Biskuitbrösel unterrühren. Schokolade fein raspeln und unterheben. Die Mischung auf dem Boden einer gefetteten Springform (24 cm Durchmesser) verteilen und mit den Händen zu einem festen Boden zusammendrücken. Für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
Die Erdbeeren waschen, sorgfältig trocken tupfen, putzen und etwa ein Drittel davon pürieren. Gelatine in kaltem Wasser 10 Minuten einweichen. Orange heiß abspülen, abtrocknen, Schale fein abreiben, Saft auspressen. Frischkäse, Zucker und ½ TL Orangenschale verrühren. Orangensaft in einem kleinen Topf erwärmen. Gelatine ausdrücken und im warmen Orangensaft auflösen. 1 bis 2 EL der Orangen-Gelatine-Mischung mit dem Erdbeerpüree verrühren und beiseite stellen.
Etwas von der Frischkäsecreme in die restliche Orangen-Gelatine-Mischung rühren. Diese dann zur restlichen Käsecreme geben und unterrühren. Sahne steif schlagen und unter die Käsecreme heben. Ganze Erdbeeren auf den Boden legen. Käsecreme und Erdbeerpüree darauf geben und beides nur leicht verrühren, damit die Creme marmoriert aussieht. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.

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Kühlschränke

Katrin Hoerner

von

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