Pflücken, brauen – und genießen

Leckere Maibowle einfach selber machen

Auch der Frühling hat ein Vorzeige-Getränk: die Maibowle. Hergestellt aus frischem Waldmeister schmeckt sie am besten. Wie das geht, erfahren Sie hier.

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Maibowle

Ist das vierte Kalenderblatt abgerissen, darf die leckere Maibowle einfach nicht fehlen.

Alles neu macht der Mai. Mit der neuen Blütenpracht kommt auch wieder ein ganz spezielles Getränk in die Gläser und beschert uns so Frühlingsgefühle: die Maibowle. Die schmackhafte Bowle, deren charakteristisches Aroma dem Waldmeister zuzuschreiben ist, lässt sich auch ganz einfach selbst brauen.
Der Waldmeister gedeiht vor allem in lichten Laubwäldern, bevorzugt unter Buchen. Er wächst in größeren Gruppen und ist vor allem an seinem typischen Blätterwerk zu erkennen, das eine sternförmige Struktur aufweist. Das Kraut wird etwa 15 bis 25 cm groß und verströmt einen angenehmen Duft, der an frisches Heu erinnert. Wenn Sie Ihren Waldmeister selbst sammeln und für das aromatische Getränk verwenden wollen, achten Sie darauf, dass er noch nicht blüht. So wird die Bowle besonders intensiv im Geschmack. Die weißen Blüten des Waldmeisters entfalten sich von Mai bis Juni, begeben Sie sich also vorher auf die Jagd nach dem grünen Pflänzchen. Sind Sie weniger mit der Pflanzenkunde vertraut, erhalten Sie den Waldmeister auch auf Wochen- oder in Baumärkten.

So gelingt die Maibowle mit frischem Waldmeister

Für die perfekte, selbst gemachte Maibowle binden Sie den frisch gepflückten Waldmeister zu einem Strauß zusammen. Dieser sollte einige Stunden vor der Verwendung kopfüber an einem luftigen, dunklen Ort trocknen. Noch besser ist das Trocknen über Nacht. So entwickelt der Waldmeister seine unverkennbare Note, und die Maibowle wird umso köstlicher. Muss es etwas schneller gehen, legen Sie den Waldmeister für etwa 30 Minuten ins Eisfach, das beschleunigt den Prozess. Sobald die Blätter des Waldmeisters welk werden, ist er bereit für sein Bowle-Bad. Hierfür trennen Sie die einzelnen Blätter vom Stängel ab und geben sie in einen spritzigen, leichten Weißwein. Alternativ können Sie auch den ganzen Bund in ein mit Wein befülltes Gefäß geben. Pro Liter Wein sollten Sie einen Bund Waldmeister verwenden. Bei dieser Methode sollten die Stängelenden aber nicht mit dem Getränk in Kontakt geraten, sonst bekommt die Maibowle einen bitteren Beigeschmack. So präpariert, sollte der frische Maitrunk nun etwa zwei Stunden ruhen, bevor das Gewächs wieder herausgenommen wird. Anschließend ist die Maibowle bereit für weitere Zutaten.

Frische Rezeptideen für Ihre Maibowle

Natürlich können Sie die Bowle nun auch schon pur genießen. Den letzten Schliff verleihen Sie ihr allerdings mit weiteren Zutaten. Wichtiger Bestandteil ist natürlich der eisgekühlte Sekt. Auch Organgen- und Zitronenscheiben machen sich besonders gut in dem süffigen Getränk. Das wirkt nicht nur dekorativ, die Maibowle bekommt so auch etwas Mediterranes. Mit Minze oder Salbei erhält der Trunk hingegen eine herrlich frische Note. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf. Wenn Sie Ihre Bowle lieber etwas süßer mögen, probieren Sie doch mal einen Spritzer Apfelsaft als pfiffige Zugabe. Apfelsaft eignet sich übrigens auch hervorragend für die alkoholfreie Variante der Maibowle. Hierfür lassen Sie den Waldmeister nicht im Weißwein ziehen, sondern legen ihn in den Saft. Damit es trotzdem schön prickelig wird, eignet sich als Sektersatz Mineralwasser mit Kohlensäure.
Ob klassisch mit Wein, neu kreiert mit Früchten oder alkoholfrei mit Apfelsaft: Die Maibowle darf im Frühling einfach nicht fehlen. Zubereitet mit frischem Waldmeister wird sie zum echten Geschmackserlebnis. Brauen Sie Ihre Bowle für den Frühling doch einfach mal selbst – köstlich wird es ganz bestimmt.

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