Fleischlos glücklich

Vegane Lebensmittel: Was ist denn da drin?

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Ernährung, die vollständig auf tierische Produkte verzichtet. Seither boomt der Markt für vegane Lebensmittel. Doch was genau ist da eigentlich drin? eKitchen klärt auf.

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Salat mit Zucchini

Salat mit Arugula und Zucchini-Röllchen: ein schmackhaftes veganes Gericht. Doch was steckt eigentlich in veganen Ersatzprodukten drin?

Die Nahrungsmittelindustrie hat eine neue Zielgruppe entdeckt. Durch die stetig wachsende Anzahl an Konsumenten, die auf den Verzehr tierischer Produkte verzichten, steigt die Nachfrage an Alternativprodukten. Doch was taugen die zum Teil in künstlichen Verfahren hergestellten Produkte, die auf Grundnahrungsstoffe wie Milch, Eier oder Fleisch verzichten? Und wie gesund ist die daraus resultierende Ernährungsumstellung für den menschlichen Organismus?

Vegan ist in

In den vergangenen zwei Jahren ist in Deutschland der Absatz von veganen Lebensmitteln um knapp 40 Prozent auf über 22 Millionen Euro gestiegen. Zu veganen Lebensmitteln zählen vornehmlich Fleischersatzprodukte wie vegane Schnitzel oder Wurst, aber auch Käse- oder Milchersatzprodukte. Betrachtet wurde dafür die Absatzentwicklung von insgesamt fünfzig veganen Produkten. Dabei fällt auf: Bei einem Großteil dieser Produkte achten die Hersteller auf lange Zutatenlisten, um eine Transparenz für den Konsumenten zu gewährleisten. Als eher negativ erweist sich diesbezüglich aber auch die Verwendung von überdurchschnittlich vielen künstlichen Zusatzstoffen wie Farbstoffen, Geschmacksverstärkern, Aromastoffen und Verdickungsmitteln. Doch viele von ihnen sind notwendig. Der Kunde verlangt nach Produkten, die sich nah an herkömmlichen Nahrundmitteln wie Fleisch und Milch orientieren, ohne dabei auf die natürliche Quelle zurückzugreifen. Bei den Zusatzstoffen handelt es sich leider meistens um Stoffe aus chemischer Herstellung, die nicht selten auch mit Gentechnik hergestellt werden.
Obst und Gemüse

Anstatt auf Fertiggerichte zurückzugreifen, sollte an sich lieber an der Natur mit ihren vielen Obst- und Gemüsesorten bedienen. Frisch gekocht schmeckt's doch am besten!

Die Gefahr mit den veganen Zusatzstoffen

Schwierig ist all das insbesondere im Hinblick auf Allergien und Unverträglichkeiten. Nicht all diese Zusatzstoffe sind bereits lang genug im Einsatz, um auf Langzeitstudien zurückgreifen zu können. Gerade bei Fertigprodukten greift die Industrie darüber hinaus gern auf Importware zurück. Das hat den Nachteil, dass hier Zusätze enthalten sein können, die im Vergleich zu deutschen Produkten noch weniger auf allergieauslösende Stoffe geprüft wurden. Aus diesem Grund greifen viele Veganer heutzutage auf Alternativen zu Fertigware und kochen selbst. Da die vegane Küche nicht sämtliche Vitamine und Nährstoffe liefern kann, sehen Ernährungsexperten im veganen Lebensstil ein hohes Risiko der Mangelernährung. Dazu zählen Eiweißmangel, Eisenmangel, Kalziummangel, Jodmangel und Zinkmangel. Infolgedessen schreiben Experten bestimmten Symptomen durchaus der veganen Ernährung zu. Besonders eine dauerhaft auftretende Müdigkeit oder Schilddrüsenprobleme, aber auch eine dauerhafte Immunschwäche können von veganer Ernährung herrühren.

Tipps für eine gesunde, vegane Ernährung

Wer sich für eine tierproduktfreie Ernährung entscheidet, der sollte seine Entscheidung vor der Ernährungsumstellung mit einem Ernährungsexperten oder einem Arzt besprechen. Dieser kann Tipps und Hilfestellung bieten, wenn Unsicherheiten darin bestehen, welche Komponenten der Körper braucht, um den Wegfall von tierischen Produkten auszugleichen. Gleichzeitig sollte man sich darüber informieren, zu welchen Mangelerscheinung der Verzicht welcher Produkte führen kann. So lassen sich hinterher leichter Rückschlüsse auf die Beschwerden schließen und der Arzt kann den Beschwerden gezielter mit Ernährungstipps und künstlichen Präparaten entgegenwirken. Eine regelmäßige ärztliche Untersuchung ist unabdingbar. Insbesondere das Blut sollte mehrmals im Jahr auf Vitamin B12-Mangel untersucht werden. Vitamin B12 kommt hauptsächlich in Fleisch vor und sorgt für einen schnelleren Aufbau roter Blutkörperchen und kurbelt den Stoffwechsel an. Außerdem sollte auf den Verzehr von Fertigprodukten verzichtet werden. Kochen Sie lieber frisch.

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