Energiespar-Irrtümer

Mit diesen 6 Tricks sparen Sie richtig Strom!

Nutzen Sie Ihren Strom effizient oder glauben Sie das nur? Einige Energiesparmythen entpuppen sich nämlich als echte Geldfresser!

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Strom sparen

Wer Strom sparen will, schont damit den eigenen Geldbeutel und die Umwelt. Zeit, mit einigen Mythen aufzuräumen.

Auch wenn die Energieeffizienz aktueller Geräte inzwischen so gut ist, dass sich Hersteller von Küchengeräten auf andere Dinge konzentrieren: Es lohnt sich, ein paar Tricks und Hacks zu kennen, mit denen sich richtig Strom sparen lässt. Denn darüber, wie man am besten Strom spart, halten sich unzählige Mythen und folgenschwere Irrtümer. Vielen sei gar nicht klar, wie viel sich heute sparen ließe, wie beispielsweise die Expertin Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+ erklärt. Wer außerdem weiß, wie er mit Kühlschrank und Waschmaschine richtig umgeht und ein paar grundlegende Dinge beachtet, der kann einiges an Energie und Kosten einsparen. Und kaum ein Gerät im Haushalt bleibt ohne Energiesparirrtum: Gefrierschrank, Waschmaschine oder Wäschetrockner – mit den folgenden Tipps sparen Sie Strom so, dass es nicht weh tut!

Mythos Nr. 1: Der Kühlschrank sollte möglichst kalt eingestellt sein

Kühlschrank Temperatur

Eine zu kalte Temperatur im Kühlschrank verschwendet Energie und ist oft sogar schlechter für die Lebensmittel.

Die ideale Kühlschranktemparatur liegt bei etwa fünf bis sieben Grad. Viele Kühlschränke sind aber deutlich kälter eingestellt. Bei einem Gerät, das jeden Tag rund um die Uhr läuft, lohnt es sich aber, einen genaueren Blick auf die Einstellungen zu werfen. Denn selbst bei der höchsten Energieeffizienzklasse verschwenden Sie unnötig Strom, wenn der Kühlschrank ständig auch Hochtouren läuft. Denn dafür gibt es aber keinen Grund, halten sich doch die meisten kühlpflichtigen Produkte am besten bei eben jenen fünf bis sieben Grad. Eine kältere Temperatur garantiert keine längere Frische: Obst und Gemüse sollten Sie beispielsweise in dem dafür vorgesehenen Fach aufbewahren, hier ist die Temperatur sogar etwas höher – Früchte halten sich hier bis zu drei Mal länger.

Mythos Nr. 2: Der Wäschetrockner ist ein Energiefresser

Stromverbrauch Trockner

Da hat sich viel getan: Wäschetrockner verbrauchen viel weniger Energie als noch vor einigen Jahren.

Dieser Irrglaube hält sich wacker. Wer aber beim Einkauf auf das Energielabel achtet, findet das passende Gerät. Denn Modelle mit den (bald verschwindenen) Energielabels A bis A+++ verbrauchen bis zu 70 Prozent weniger Energie als die alten Stromfresser. Das liegt vor allem daran, dass aktuelle Wärmepumpentrockner Wärme aus der Abluft für den Trocknungsprozess nutzen. Herkömmliche Kondensationstrockner erreichen die oberen Energieeffizienzklassen nicht. Je weniger Feuchtigkeit der Trockner an die Raumluft abgibt, desto besser. Falls Sie also noch ein veraltetes Gerät haben, lohnt sich der Umstieg auf eine neue Variante – dann trocknet es sich gleich viel schonender.

Mythos Nr. 3: Eine kleine Eisschicht im Gefrierschrank schadet nicht

Eisfach_enteisen

Kostenfalle: Ein vereistes Gefrierfach verbraucht deutlich mehr Strom. Unbedingt abtauen!

Lebensmittel geben Feuchtigkeit ab. Im Gefrierschrank bilden sich Schichten aus Eis, die sich langsam aber sicher ausbreiten. Wer denkt, etwas Eis im Gefrierschrank kann schon nicht so schlimm sein, der irrt. Tatsächlich wirkt schon ein Zentimeter des Eises wie Dämmaterial. Der Kühlschrank schraubt zum Ausgleich seine Leistung hoch. Schnell verbraucht das Gerät bis zu 50 Prozent mehr Energie als eigentlich vorgesehen. Inzwischen gibt es Kühlschränke mit No-Frost-Technik, hier transportiert ein Luftstrom zusätzliche Feuchtigkeit einfach nach außen. No-Frost verbraucht zwar etwas mehr Energie, aber nicht so viel, wie ein vereister Kühlschrank. Ohne No-Frost kommen Sie ums Abtauen nicht herum, sonst wird es teuer.

Mythos Nr. 4: Nur hohe Temperaturen reinigen Schmutzwäsche

Temperatur Waschen

Heute auch ohne Kochwäsche kein Problem: frische und gut gereinigte Handtücher.

Früher garantierte heißeres Wasser, dass die Wäsche auch tatsächlich sauber wurde. Diese Zeiten haben sich aber geändert. Für das Reinigen normal verschmutzter Wäsche reichen heute deutlich niedrigere Temperaturen. 40 statt 60 Grad und 30 statt 40 Grad. Bei nur leicht schmutziger Wäsche ist sogar 20 Grad eine lohnenswerte Option. Selbst bei Handtüchern oder Bettwäsche ist eine Kochwäsche von 90 Grad nicht mehr notwendig. Das ist auch gut für den Geldbeutel: 90 Grad verbrauchen etwa doppelt so viel Energie wie eine Waschmaschinenladung mit 60 Grad. Der Grund für diese Entwicklung: Der Fortschritt der Waschmittel. Spezielle Enzyme in den Produkten zerlegen Eiweiße und Fette – und somit Flecken – ohne große Probleme. Dass die Maschinen selbst auch immer effizienter und effektiver arbeiten, trägt natürlich auch dazu bei.

Mythos Nr. 5: Die Waschmaschine verbraucht bei längeren Programmen zu viel Energie

Waschmaschine

Wer etwas länger wartet, spart. Der Öko-Modus läuft länger, verbraucht aber trotzdem weniger Energie.

Moderne Waschmaschinen laufen nur einen Bruchteil der Gesamtzeit auf hohen Temperaturen. Auch bei längeren Waschzyklen verbrauchen sie so kaum mehr Strom – im Gegenteil: Durch langsamere Drehbewegungen der Trommel bleibt das Wasser länger auf Temperatur – die interne Heizung hat weniger zu tun. Mit speziellen Stromsparmodi (oftmals: Eco-Modus) lassen sich also trotz längerer Laufzeit bis zu 40 Prozenzt der verwendeten Energie einsparen.

Mythos Nr. 6: Ein Austausch loht nicht, wenn das Gerät noch läuft

Alter Kühlschrank

Weg damit: Alte Geräte sind mitunter Stromschleudern. Prüfen Sie das Energielabel und investieren Sie bei Bedarf in ein neues Gerät.

Kühlschrank & Co. laufen noch wie am ersten Tag? Was auf den ersten Blick toll klingt, birgt aber eine Gefahr: Auch bei effizienter Nutzung sind alte Geräte mitunter wahre Energieschleudern. Gerade bei Geräten im Dauerbetrieb (Kühlschränke oder Gefriertruhen) macht sich ein erhöhter Strombedarf im Geldbeutel bemerkbar. Prüfen Sie das Energielabel – aber auch sonst gilt: Ist Ihr Gerät älter als 15 Jahre, dürfte sich eine Neuanschaffung lohnen. Neuere Geräte erfüllen moderne Standards und arbeiten entsprechend effizienter.

Stromsparende Haushaltsgeräte

Erik J. Schulze

von

Fast Food und gesunde Ernährung sind nicht miteinander vereinbar? Mit etwas Kreativität und den richtigen Gadgets können auch Freunde der schnellen Küche mit einem guten Gefühl im Bauch zuschlagen.