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Nutella & Co: Wie (un-)gesund ist Nuss-Nougat-Creme?

Ob man zur preiswerten No-name-Alternative greift oder sich mit dem Markenprodukt Nutella direkt den „King of Schokocreme“ an den Frühstückstisch holt: Schokoladenaufstrich mögen nicht nur Kinder gern. Doch wie gesund oder ungesund ist die süße Sünde wirklich?

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Nuss-Nougat-Creme

Wer seine Nuss-Nougat-Creme selbst macht, kommt um bedenkliche Zutaten wie Palmöl herum.

Stellt man Lebensmittel in Sachen Gesundheit auf den Prüfstand, landet man schnell bei der alten Weisheit: Die Dosis macht das Gift! Wer sich nur von Nutella ernährt, wird ebenso mit der Zeit unter Mangelerscheinungen leiden, wie Menschen, die monatelang ausschließlich geschälten Reis zu sich nehmen. Mit einem Unterschied: Egal, welche Nuss-Nougat-Creme man genauer unter die Lupe nimmt, der hohe Zucker- und Fettanteil ist allen gemein. Ein Nutella-Brot deckt den Tagesbedarf an Zucker eines Erwachsenen fast im Alleingang. Darüber hinaus ist der Anteil an Haselnüssen mit gerade einmal etwas mehr als zehn Prozent je nach Produkt recht gering. Milchpulver und Kakao machen den Großteil der restlichen Inhaltsstoffe aus. Neueste Untersuchungen der Stiftung Warentest schlagen allerdings vor allem deshalb Alarm, weil auch Palmöl im beliebten Aufstrich enthalten ist. Wo liegt dabei das Problem?

Galerie: Deutschlands beliebteste Nuss-Nougat-Cremes im Test

Palmöl: Gefahr für Mensch und Natur

Palmöl-Plantage

Das Bild zeigt eine Palmölplantage auf Sumatra, wo einstmals Regenwald stand. Palmöl sorgt in diversen Nuss-Nougat-Creme-Sorten für die cremige Konsistenz des Produkts und macht einen Großteil der Inhaltsstoffe aus.

Nutella beinhaltet etwa 20 Prozent Palmöl. Damit besteht die Schokocreme zu einem Fünftel aus Fett, das in erster als Geschmacksträger und für die sämige Konsistenz benötigt wird. Dass man dafür allerdings Palmöl verwendet, ist nicht nur für die Natur schädlich. Um Palmöl zu gewinnen, wird im südlichen Teil der Erde immer tiefer in die Urwälder vorgedrungen, worunter seltene Tierarten zu leiden haben. Gleichzeitig ist die industrielle Verarbeitung mit Umweltbelastungen verbunden. Beim Erhitzen von Palmfett kommt es außerdem zur Bildung von gefährlichen Schadstoffen, sogenannten Fettsäureester. Diese können schon in geringen Mengen Schäden im menschlichen Körper anrichten und Leber, Niere sowie Hoden angreifen – bei üppigem regelmäßigen Genuss von Nuss-Nougat-Creme können die Organe Schaden nehmen.
In besonders großen Mengen können die Schadstoffe sogar krebserregend sein. Das bedeutet natürlich nicht, dass der Genuss eines Nutella-Brötchens in der Woche schädlich ist. Trotzdem sollte man es mit der süßen Creme nicht übertreiben. Das gleich gilt für diverse andere Nuss-Nougat-Cremes. Auch in Discounter-Produkten wie Nusskati oder Nusspli ist Palmöl enthalten. Wer etwas für sich und die Natur tun möchte, produziert den Brotaufstrich am besten selbst.

Nuss-Nougat-Creme selbst machen – eine Alternative?

In Zeiten, in denen immer mehr Menschen auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten, ist es so richtig en vogue geworden, möglichst viel selbst zu machen. Das gilt auch für Nuss-Nougat-Creme, für die wir an dieser Stelle ein simples Rezept anbieten, mit dem sich eine vielleicht nicht ganz sündenfreie, aber doch wesentlich gesündere Variante des Schokoaufstriches zaubern lässt. Für ein Glas wird benötigt:

300

g

Haselnüsse

120

ml

Ahornsirup

120

ml

Cashew- oder Mandelmilch

120

g

rohes Kakaopulver

2

EL

Kokosöl

1

TL

Vanilleextrakt

1

Prise

Kristallsalz

Pfannkuchen Video abspielen

Pfannkuchen, Eierkuchen, Palatschinken – wie auch immer man ihn nennen möchte, dieser Klassiker sorgt dafür, dass einem regelrecht das Wasser im Mund zusammenläuft.

Die Haselnüsse in einen Mixer geben und zerkleinern. Falls kein Mixer vorhanden ist, können die Nüsse auch mit einem Fleischklopfer oder dergleichen in möglichst kleine Stücke zerschlagen werden. Anschließend werden sämtliche anderen Zutaten hinzugefügt und entweder mit dem Mixer oder einem Rührgerät zu einer gleichmäßigen Masse verrührt. Je nach Belieben wird die Creme so lange gemixt, bis sie die richtige Konsistenz erreicht hat. Nun ab aufs Brot damit und genießen! Oder Sie nutzen die selbstgemachte Schokocreme zum Backen. Das hier gezeigte Rezept von Pfannkuchen mit Nutella eignet sich sehr gut dazu.
Antje Wessels

von

Schreiben ist seit jeher meine große Leidenschaft. Es ermöglicht mir, mein Wissen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen mit dem Leser zu teilen und ihm so regelmäßig neue, faszinierende Erkenntnisse mit auf den Weg zu geben.

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