Lichtscheue Knollen

Kartoffeln im Kühlschrank? Darauf sollten Sie achten

Kartoffeln im Kühlschrank? Schon Kinder wissen, dass die Knollen dort eigentlich nichts verloren haben, weil sie keine Kälte mögen. Wir erklären, unter welchen Bedingungen Sie Kartoffeln dennoch im Kühlschrank aufbewahren dürfen und wie Sie die Erdäpfel richtig lagern.

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Kartoffeln im Kühlschrank

Nicht zu warm und nicht zu kalt – lagern Sie sie Kartoffeln besser nicht im Kühlschrank.

Kartoffeln zählen wie Brot, Reis oder Nudeln zu den Grundnahrungsmitteln und sind aus dem Speiseplan der meisten Menschen nicht wegzudenken. Aus Kartoffeln lassen sich verschiedenste Gerichte und Beilagen zaubern: Pommes, Salz- und Bratkartoffeln, Kartoffelsuppe, -püree, -puffer, -salat oder -gratins. Es gibt unterschiedlichste Kartoffelsorten für diese Zwecke. Auch Süßkartoffeln sind derzeit schwer im Trend. Doch wie lagern Sie Kartoffeln richtig, damit Sie sich möglichst lange halten, nicht weich und schrumpelig werden, austreiben und ihren Geschmack behalten? Grundsätzlich gilt: Kartoffeln im Kühlschrank zu lagern ist keine gute Idee! Die Kälte bekommt ihnen nicht gut. Das gilt auch für andere Gemüsesorten wie Tomaten oder Avocados.

Kartoffeln im Kühlschrank nicht für längere Zeit!

  • Eigentlich haben Kartoffeln im Kühlschrank nichts zu suchen, weil sie es nicht gerne kalt mögen. Bei kühlen Temperaturen unter vier Grad verwandelt sich die Stärke der Kartoffel in Zucker – sie schmeckt dann unangenehm süß und mehlig. Wenn Sie diese Kartoffeln jetzt frittieren, bildet sich durch das Erhitzen das gesundheitsgefährliche Acrylamid; diese Substanz gilt als Risikofaktor für verschiedene Krebsarten.
  • Lagern Sie Kartoffeln im Kühlschrank also keinesfalls für längere Zeit, sondern – wenn überhaupt – nur kurzfristig. Als Ausnahme ist eine Zwischenlagerung der braunen Knollen bei mindestens vier Grad Celsius jedoch möglich.
  • Manche Kühlschrankmodelle besitzen ein separates „Kellerfach“, in dem sich Kartoffeln im Kühlschrank lagern lassen. Die Temperatur lässt sich so regulieren, dass Kartoffeln sich wohl fühlen.

Kartoffeln richtig lagern!

  • Kartoffeln halten sich am längsten an Orten, an denen es kühl, trocken und dunkel ist. Doch einen echten „Kartoffelkeller“ besitzen heute wohl die wenigsten. Vor allem, wenn sie in Großstädten und nicht auf dem Land leben.
  • Schlecht für Kartoffeln sind Temperaturen, die unter vier und mehr als zehn Grad Celsius betragen. Sie keimen schneller aus, verlieren Feuchtigkeit und schrumpeln. Am besten gefallen der Kartoffel Temperaturen von vier bis acht Grad Celsius.
  • Auch bei zu viel Licht fangen Kartoffeln an, auszutreiben. Zudem entsteht die Substanz Solanin, welche die Knollen grün verfärbt und auch noch giftig ist. Gesundheitliche Probleme sind die Folgen, zum Beispiel Durchfall.
  • Lagern Sie Kartoffeln besser in einem dunklen Raum. Wenn Sie keinen Keller oder dunkle Speisekammer haben, decken Sie die Knollen mit Papier, Tüchern oder Säcken ab. Wenn zu viel Wasser aus den Erdäpfeln verdunstet, schrumpeln sie vorzeitig.
  • Bewahren Sie Kartoffeln nicht in einer verschlossenen Tüte oder Box auf, durch die keine Luft zirkuliert. Es bildet sich schnell Feuchtigkeit und die Knollen schimmeln. Kartoffeln sind gut aufgehoben in einer Papiertüte, einem Netz oder Leinenbeutel. Plastiktüten ohne Löcher sorgen dagegen dafür, dass sich Feuchtigkeit ansammelt, Schimmelpilze gedeihen und die Kartoffeln faulen.
  • Falls Sie keine ausreichenden Lagermöglichkeiten haben: Kaufen Sie keine großen Säcke ein, die viele Kilos an Kartoffeln beinhalten. Greifen Sie besser zu kleinen Netzen, die Sie schneller aufbrauchen.
Tipp! Kontrollieren Sie Ihre Kartoffeln regelmäßig und sortieren Sie faule Knollen aus – sonst breitet sich die Fäulnis weiter aus und die gesamten Knollen müssen in die Mülltonne. Kartoffeln mit Trieben verbrauchen Sie am besten zuerst.

Kühlschränke

Ingrid Müller

von

Eine gesunde Ernährung, richtig Kochen und gut essen lässt nicht nur die Kilos purzeln, sondern sorgt auch für mehr Wohlgefühl.