Ganz schnell ganz viel falsch gemacht

Die schlimmsten Öko-Sünden in der Küche

Billige Arbeitsutensilien, Lebensmittelverschwendung oder fiese Stromschlucker: Die Küche steckt voller versteckter Öko-Sünden. eKitchen verrät Ihnen, wie Sie diese einfach umgehen können.

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Ökosünden in der Küche

Schon der schnelle Blick in den Kochtopf verschwendet unnötige Energie.

Die Küche wird für viele immer mehr zum Lebensmittelpunkt. Umso größer werden die versteckten Stolperfallen, die das Arbeiten hier zwangsläufig mit sich bringt. Doch das Umweltbewusstsein des Konsumenten wächst. Er achtet zunehmend auf nachhaltige und gesunde Zutaten, energiesparende und qualitativ hochwertige Küchengeräte sowie das Vermeiden von Müllbergen. Nutznießer dieser gesundheitsbewussten Arbeitsweise ist nicht nur der Konsument selbst. Das Essen schmeckt besser, die Geräte sind langlebiger und über das Vermeiden von ungesundem Verpackungsmüll freut sich auch die Natur.

Die Küche – Ein Ort der Verschwendung

Lebensmittelverschwendung steht an erster Stelle der versteckten Öko-Sünden in der Küche. Jährlich landen rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall. Doch das muss nicht sein! Schon beim Einkauf fängt es an. Wer wirklich nur so viel kauft, wie er benötigt, läuft nicht so schnell Gefahr, Kühlschrankinhalt wegwerfen zu müssen. Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum spielt hier eine Rolle. Dieses sagt nämlich nur etwas darüber aus, bis zu welchem Zeitpunkt der Hersteller den einwandfreien Zustand seines Produkts garantiert. Oftmals ist die Ware noch Wochen nach dem abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatum genießbar und muss nicht pro forma entsorgt werden. Darüber hinaus ist die richtige Aufbewahrung der Lebensmittel wichtig, um eine möglichst lang anhaltende Frische zu garantieren. Zu kühlende Ware gehört in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach, trocken zu lagernde Lebensmittel wiederum gehören verschlossen an einen dunklen Ort. Doch nicht nur bei den Lebensmitteln ist Verschwendung ein Problem. Schon beim Kauf der Geräte treten viele Konsumenten unbewusst in eine Öko-Falle. Die Spülmaschine sollte zum Beispiel erst dann angestellt werden, wenn es auch tatsächlich vollständig gefüllt ist. Beim Kochen sollten Herdplatte und Kochtopf dieselbe Größe haben, damit nicht unnötig Energie verschwendet wird. Auch das oft empfohlene Vorheizen ist nur in einigen Ausnahmefällen wie etwa dem Zubereiten von Soufflées wirklich notwendig. Die Kühlschranktemperatur ist oftmals schon auf der niedrigsten Stufe ausreichend. Darüber hinaus sollten sowohl Kühl- als auch Gefrierschrank nie überfüllt sein. Natürlich ist beim Neukauf sämtlicher Geräte auf die Energieeffizienzklasse zu achten. Die derzeit energiesparendsten Geräte sind mit einem A+++-Aufkleber vermerkt.

Frische vor Convenience Food

In unserem schnelllebigen Alltag greifen wir gern mal auf Fertiggerichte und Convenience Food zurück. Doch auch wenn die Firmen etwas anderes versprechen: Mit einer gesunden Ernährung hat das natürlich nichts zu tun. Fertiggerichte sind aufgrund ihrer vielen Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker nicht nur ungesund. Gerade der Plastikmüll setzt auf Dauer auch der Umwelt zu. Auch das Aufwärmen der Speisen dauer zum Großteil länger als das Kochen mit frischen Zutaten. Aber nicht nur Fertiggerichte sind umweltschädlich. Auch die Verwendung von Alufolie und Frischhaltefolie ist umstritten. Abgesehen von dem Müll geben die verschiedenen Materialien ungesunde Stoffe und Chemikalien an die Nahrungsmittel ab, die der Konsument beim Verzehr in sich aufnimmt. Daher wird empfohlen, das aufzubewahrende Obst und Gemüse flach auf einen Teller im Kühlschrank aufzubewahren. Fertig zubereitete Essensreste lassen sich am besten in Brotdosen verpacken.
Verpackung

Eigentlich lecker, aber in Pastik und Alu verpackt, wird auch ein Hähnchenschnekle zur Öko-Sünde.

Giftstoffe vermeiden

Während Lebensmittel- und Energieverschwendung sowie der ungesunde Genuss von Fertigprodukten vor allem ärgerlich sind, kann es an anderen Stellen in der Küche richtig gefährlich werden. Gerade beim Kauf von Kleingeräten und Kochutensilien sollte bewusst auf eine gewisse Qualität geachtet werden. Nicht nur, dass man der Umwelt mit dem Kauf von Plastik-Kochlöffeln und Billig-Brotdosen keinen Gefallen tut, oftmals sind diese Geräte vollgepumpt mit chemischen Giftstoffen. Kommen diese mit unserer Nahrung in Kontakt, nehmen wir sie unweigerlich auch in uns auf. Dies kann zu Krankheiten führen. Im schlimmsten Fall erhöhen derartige Stoffe gar das Risiko, an Krebs zu erkranken. Vom Kauf von billigen Kleingeräten wie Wasserkocher oder Toaster wird generell abgeraten. Viele bei Discountern angebotene Küchengeräte sind nicht auf eine größtmögliche Energieeffizienz ausgelegt und haben darüber hinaus nur eine kurze Lebensdauer. Doch auch abseits des Kochens ist Vorsicht geboten. Ätzende und aggressive Reinigungsmittel rücken zwar den Bakterien auf den Pelz, tun aber dem Anwender nicht gut. Hier sollte lieber auf ökologische Reinigungsmittel zurückgegriffen werden, die auf chemische Stoffe verzichten.

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