So bleibt das Brot frisch

Brot im Kühlschrank – das sollten Sie beachten

Wer Brot richtig lagert, hat länger etwas davon. Normalerweise fühlt sich Brot bei Raumtemperatur am wohlsten. Aber manchmal ist das Brot im Kühlschrank besser aufgehoben. Alle Tipps rund um die Brotaufbewahrung!

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Brot im Kühlschrank aufbewahren

Brot im Kühlschrank? Mancher Gourmet ist hier skeptisch. Zu Recht.

Viele Haushalte bewahren ihr Brot falsch auf. Damit bleibt es weniger lang frisch, verliert seinen Geschmack, trocknet aus und wird schließlich zur Bewährungsprobe für Ihre Zähne. Doch wie bewahrt man Backwaren wie Brot oder Brötchen richtig auf? Weil Kühlschränke viele Lebensmittel länger haltbar machen, stecken manche auch ihr Brot in den Kühlschrank. Doch das ist eher kontraproduktiv, denn Brot im Kühlschrank hält sich nicht etwa länger, sondern altert schneller. Das Gleiche gilt übrigens für einige Obst- und Gemüsesorten wie Zitrusfrüchte, Bananen, Avocados oder Tomaten. Sie mögen es ebenfalls lieber bei Zimmertemperatur.

Wann ist Brot im Kühlschrank erlaubt?

  • Brot im Kühlschrank können Sie lagern, wenn das Wetter besonders feucht und warm ist (hohe Luftfeuchte, heiße Temperaturen), beispielsweise im Sommer. Denn bei ungünstiger Witterung erhöht sich die Gefahr, dass sich Schimmelpilze auf dem Brot ansiedeln. Auch wenn Sie nur eine Stelle mit Pilzbefall sehen: Das ganze Brot ist damit ungenießbar und ein Fall für die Mülltonne. Schimmelpilze sind eine Gefahr für Ihre Gesundheit!
  • Grundsätzlich gilt: Lagern Sie das Brot im Kühlschrank nur kurzfristig und verzehren Sie es möglichst schnell. Dann schmeckt es auch noch nicht alt.


Brot im Kühlschrank? Besser nicht …

  • Normalerweise ist Brot im Kühlschrank schlecht aufgehoben, weil es dort zu kühl ist und es schneller alt wird. Vor allem Brotsorten, die viel Roggen enthalten, werden schnell altbacken.
  • Länger haltbar ist Brot, wenn Sie es bei Zimmertemperatur lagern.
  • Soll es möglichst lange frisch bleiben, müssen Sie das Brot vor dem Austrocknen schützen, am besten in einer luftdichten Verpackung. Aber es muss „atmen“ können, sonst sammelt sich Feuchtigkeit an und das Brot schimmelt. Gut geeignet sind normale Bäckertüten, die zwar dicht, aber nicht hermetisch abgeschlossen sind. Auch Steingut- und Keramiktöpfe, emaillierte Stahlboxen oder Edelstahlbehälter ohne Luftlöcher sind für unverpacktes Brot gut geeignet und schützen vor dem Austrocknen. Wichtig: Reinigen Sie die Behälter häufiger und beseitigen Sie Brotkrümel – sie sind ein guter Nährboden für Schimmelpilze!

Alternative zu Brot im Kühlschrank: Einfrieren!

Falls Sie zu viel Brot eingekauft haben, frieren Sie es besser ein. Das gelingt gut, wenn es noch frisch ist. Überlegen Sie, ob Sie das Brot in Scheiben schneiden und einfrieren. Dann können Sie später bei Bedarf einzelne Scheiben entnehmen und im Toaster oder der Mikrowelle auftauen.
  • Verwenden Sie Tiefkühlbeutel und schließen Sie diese gut. Bei minus 18 Grad Celsius hält sich das Brot ein bis drei Monate.
  • Wenn Sie das Brot auftauen, müssen Sie einige Stunden einplanen. Lassen Sie das Brot langsam bei Zimmertemperatur auftauen.
  • Gefrorene Brötchen bestreichen Sie mit ein wenig Wasser und backen Sie anschließend im Backofen für wenige Minuten.
Tipp! Helles Brot wie Baguette, Ciabatta oder Weißbrot besitzt einen hohen Anteil an Weizenmehl und hält sich nur kurze Zeit. Verzehren Sie es möglichst schnell. Sonst wird es hart und schmeckt nicht mehr. Das Brot hält sich umso länger, je höhere der Anteil an Roggenmehl, Korn oder Sauerteig ist. Verpacken Sie es richtig und lagern es bei Zimmertemperatur – dann dauert der Genuss umso länger.

Kühlschränke

Ingrid Müller

von

Eine gesunde Ernährung, richtig Kochen und gut essen lässt nicht nur die Kilos purzeln, sondern sorgt auch für mehr Wohlgefühl.