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Auto-Kühlbox – cool durch den heißen Sommer

Um die Kühlkette von Pizza, Bier oder Sushi-Fisch aufrecht zu erhalten, empfiehlt sich eine Auto-Kühlbox für den Heimweg bei chilligen -10° bis 15° Grad

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Auto-Kühlbox im Sommer

Superpraktisch nicht nur im Sommer: Die Auto-Kühlbox. Sie hält Getränke stundenlang kalt.

Nicht nur beim Camping machen Auto-Kühlboxen Sinn. Schließlich kommt es oft genug vor, dass im Alltag irgendein Gut von A nach B fährt, das bei zu großer Hitze leiden würde – zum Beispiel frisches Fleisch oder Fisch, Süßspeisen und vor allem natürlich Getränke, die zum vollendeten Genuss besser nicht erwärmen (lesen Sie hier, wie Sie richtig auftauen). Welche Kühlbox am besten passt, kommt ganz auf die Gegebenheiten und Bedürfnisse an. Die wichtigsten Entscheidungskriterien fürs Auto sind sicher die Größe der Box, die vorhandenen Anschlüsse im Wagen, die Lautstärke der Kühlbox und eine angenehme Handhabung – denn Sie sind es, die die Kühlbox zu guter Letzt ans Ziel trägt.

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Passive Kühltaschen

Die gute alte, mit Akkus betriebene Kühltasche ist mächtig unterschätzt. In Tests kühlte sie länger und besser als so manche ihrer elektrischen oder elektrothermischen Schwestern. Ihre Vorteile liegen auf der Hand: Passiv-Kühlboxen sind meist aus Hartplastik und damit sehr robust. Sie kühlen stehend oder liegend und brauchen keinen Anschluss an die Autoelektrik. Inzwischen gibt es sie auch in Größen, die locker 35 Eineinhalb-Liter-Flaschen fassen, mit Rädern und Trolleygriff zum Ziehen. Sie machen keinen Lärm und, das Beste, sie brauchen keine Vorlaufzeit, um zu funktionieren. Einfach die Akkus am Abend zuvor ins Gefrierfach legen (gefüllt mit Spezialgel oder gesättigtem Salzwasser kühlen sie am besten), in die Box legen und loskühlen. Wenn man die Box nicht zu oft öffnet, herrschen im Innern noch nach fünf Stunden Temperaturen von unter 10° Grad. Ihr Nachteil: Nach fünf Stunden machen diese Kühlboxen schlapp, bei sehr heißem Wetter schon früher. Weitere Möglichkeiten, Getränke weitgehend ohne Strom zu kühlen, finden Sie übrigens hier.

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Elektrothermische Kühlboxen

Auto-Kühlboxen mit Peltier-Technik sind über längere Strecken kühlstark, dabei robust und meist leise. Man steckt sie über einen 12- oder 24-Volt-Anschluss an den Zigarettenanzünder (oder den Stromanschluss) im Auto an, viele Auto-Kühlboxen verfügen darüber hinaus über einen 230-Volt-Anschluss für Zuhause. Eine Peltier-Box kann man umstoßen und auf den Kopf stellen, sie kühlt trotzdem. Meist ist sie auch gut zu handhaben, da ihre Kühltechnik innen und außen im Deckel steckt. Die Peltiertechnik ist leider auch der einzige Nachteil: Sie basiert auf Wärmeentzug aus der Umgebungstemperatur. Damit ist eine Peltierbox trotz Stromversorgung sozusagen vom Wetter abhängig. In der Regel schafft sie 25° Grad weniger als draußen herrschen. Schon bei 35° Grad, die ja in Urlaubsländern leicht erreicht sind, wird es also problematisch mit der eiskalten Limo. Da elektrothermische Boxen es auch nach ihrer Anlaufphase schwer haben, tief herunter zu kühlen, arbeiten sie durchweg auf Hochtouren und fressen viel Strom. Die aktuelle Temperatur messen Sie am besten mit einem Kühlschrankthermometer.

Absorber-Kühlboxen

Ähnlich wie Peltierboxen kühlen Absorberboxen ihr Gut über längere Strecken mit Strom auf 20°-30° Grad unter Außentemperatur. Gleichzeitig arbeiten sie aber auch mit Gasanschluss, was sie ideal fürs Camping macht, fürs Auto aber nicht unbedingt zur ersten Wahl gehört. Wer im Auto mit Gaskartuschen kühlt, hat die Flaschen nämlich nach bestimmten Richtlinien so zu sichern, dass sie sich während der Fahrt nicht bewegen. Absorber-Kühlboxen sind auch nicht sehr robust – sie vertragen nur den senkrechten Stand. Dafür sind sie unschlagbar leise, denn der Gasbetrieb verursacht keine Geräusche.

Kälte-Boost per Kompressor

Wer sein Bier wirklich kalt wünscht, schafft sich eine Auto-Kühlbox an, die wie ein normaler Kühlschrank mit Kompressor funktioniert. Sie ist teuer, doch nur diese Boxen kühlen ihren Inhalt unabhängig von der Außentemperatur auf bis zu –18° Grad. Vor allem auf längeren Strecken sind sie daher ideale Begleiter, zumal sie bedeutend weniger Strom verbrauchen als elektrothermische Boxen. Die Lautstärke einer Auto-Kühlbox mit Kompressortechnik hängt allerdings vom Gerät ab. Wer im Auto schlafen will, prüft am besten vor dem Kauf den Lärmpegel. Auch zu Kindern passen Kompressor-Boxen nicht unbedingt, denn Schubser und Stürze vertragen sie nicht. Dennoch: Richtig kühle Getränke sind einiges wert! Kühlboxen snd auch nicht die einzigen Elektro-Küchengeräte fürs Auto, es gibt noch mehr.
Stellen Sie vor dem Kauf sicher, dass die Stecker des Geräts wirklich zu den Anschlüssen im Auto passen. Machen Sie auch die Trageprobe, denn eine Kühlbox, die Sie nicht in den dritten Stock bekommen, verfehlt ihren Zweck. Ist die richtige Kühlbox aber erst einmal Mitfahrer in Ihrem Auto, werden Sie sie nicht mehr missen wollen.

Kühlbox fürs Auto

Isabel Winklbauer

von

Kochen als Lieblingswissenschaft