Gesündere Erfrischungsdrinks

Die Zuckersteuer wirkt! Coca Cola reduziert Zuckergehalt

In Großbritannien tritt zum 6. April die Zuckersteuer auf Erfrischungsgetränke in Kraft. Hersteller wie Coca Cola und Nestlé schrauben schon jetzt an ihren Getränken.

Datum:
Coca Cola

Im April tritt in Großbritannien die Zuckersteuer in Kraft. Schon jetzt reagieren die ersten Hersteller.

Ein zu hoher Zuckergehalt in Getränken ist schon lange ein großes Problem. Besonders weil sich in vielen Erfrischungsgetränken mehr Zucker befindet als viele erwarten. In Großbritannien wagt man nun den ersten Schritt dagegen. Ab dem 6. April erhebt man dort eine gestaffelte Steuerabgabe für Limonaden und schon jetzt nennen viele Experten diese Steuern einen Erfolg. Erste Hersteller wie Coca Cola und Nestlé haben den Zuckergehalt einiger ihrer Getränke schon im Vorfeld stark reduziert.

Effektive Zuckersteuer in Großbritannien

Es gelten zwei Erhebungssätze der Zuckersteuer: Bei einem Gesamtzuckergehalt von 12 bis 19 Gramm pro 225 Milliliter, liegt der niedrigere Satz bei etwa 6 Cent. Liegt der Zuckergehalt bei über 19 Gramm pro 225 Milliliter, kommen circa 8 Cent Steuern drauf. Hierbei geht es nicht darum, den Konsum zu verringern, sondern die Hersteller zu animieren, den Zuckergehalt zu senken. Der Plan scheint aufgegangen. Namhafte Hersteller wie Coca Cola und Nestlé, sowie weitere britische Unternehmen schrauben an ihren Rezepturen. Schon jetzt hat Coca Cola den Zuckergehalt von Fanta und Sprite von 6,9 auf 4,6 beziehungsweise von 6,6 auf 3,3 Gramm pro 100 Milliliter gesenkt. Bei den Limonaden von San Pellegrino stellte man bereits einen um 40 Prozent verringerten Zuckeranteil fest. Um nichts an Süße einzubüßen, verwendet Coca Cola den Süßstoff Acelsulfam-K, während Nestlé für die San Pellegrino Limonaden auf Stevia zurückgreift. Dass die Rezeptur wegen der Steuer angepasst wurde, dementiert Coca-Cola übrigens.

Zuckersteuer in Deutschland?

Großbritannien ist mit seiner Limonadensteuer erfolgreicher als vermutet. Bisher sieht es aber nicht danach aus, als würde man eine ähnliche Steuer in Deutschland einführen. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch fordert diese zwar bereits seit mehreren Jahren, von Seiten der Politik kam bisher jedoch wenig. Julia Klöckner, Ernährungsministerin (CDU), lehnte Gespräche zu dem Thema bisher ab.