Gegen die Vermüllung

Obst und Gemüse: Aldi und Lidl schaffen Nonsens-Plastik ab

Aldi und Lidl sagen dem Plastikmüll den Kampf an. Künftig wollen die Discounter auf irrsinnigen Plastikmüll verzichten – zumindest bei Obst und Gemüse. So soll es funktionieren.

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Plastikwraps

Plastikverpackungen im Supermarkt sind Alltag – aber vollkommen sinnlos.

Die Plastiktüte macht den Anfang: Schon Ende des Jahres verschwindet das Wegwerfprodukt vollständig aus den Aldi-Filialen. Doch das ist nur für ein erster Schritt für den Discounter und seine Konkurrenz. Denn Aldi Nord, Aldi Süd und auch Lidl planen, auf unnötige Plastikverpackungen bei frischen Produkten wie Obst oder Gemüse zu verzichten – beziehungsweise den Gebrauch stark einzuschränken. Lidl beispielsweise kündigte gegenüber der Wirtschaftswoche an, vermehrt den Anteil von losem Obst- und Gemüse auszubauen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Einzelne Früchte, ganz ohne Plastiküberzug, kommen hier wieder in den Fokus.

Aldi Nord und Aldi Süd: Graspapier und Zuckerrohrschalen statt Plastik

Aldi Nord und Aldi Süd stehen ebenfalls mit entsprechenden Plänen in den Startlöchern: Neben einem klaren Bekenntnis zu dem Ziel den Anteil unverpackter Obst- und Gemüseartikel langfristig zu erhöhen geht Aldi Süd sogar noch einen Schritt weiter: Bereits ab dem zweiten Quartal des Jahres wolle man Graspapier- und Zuckerrohrschalen als Verpackungsalternative testen. Los gehe es mit den Bio-Tomaten des Discounters.

Galerie: Diese Lebensmittel wachsen immer wieder nach!

Rewe als Vorreiter: Laser-Siegel statt Plastikpackung

Märkte nutzen Plastikpackungen oftmals, um Bio-Lebensmittel für den Kunden als höherwertiges Produkt zu kennzeichnen. Da aber Kunden immer mehr Wert auf eine ganzheitliche Nachhaltigkeit setzen, streben auch die Unternehmen eine entsprechende Marschrichtung an. Rewe war hier Vorreiter: Statt Bio-Produkte mit Packungen zu „veredeln”, nutzt die Kette einen Laser, der die Lebensmittel entsprechend kennzeichnet – vollkommen ohne Müll.