Selbstverpflichtung

Neue Strategie: Nestlé sagt Plastikmüll den Kampf an

Wer viel Plastikmüll produziert, hat auch eine gewisse Verantwortung der Umwelt gegenüber. Nestlé will dieser Verantwortung nun gerecht werden.

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Nestlé distanziert sich von Plastikmüll.

Mit einer Selbstverpflichtung will Nestlé den Markt für recycelte Kunststoffe fördern. Bis 2025 will der Lebensmittelhersteller 100 Prozent seiner Verpackungen recyclebar machen und seine Materialien so kennzeichnen, dass sie besser verwertet werden können.

Das will Nestlé künftig ändern

  • Vermeidung von Plastik, das nicht recyclebar ist, also z.B. PVC, PS und ePS
  • Recyclebares Plastik bevorzugt nutzen, z.B. PET, PP und PE
  • Verpackungskombinationen – z.B. aus Plastik und Papier – vermeiden oder anpassen
Dazu sagt Nestlé: „Um die Vermeidung von komplexen Verpackungsstrukturen, wie Papier- und Plastik-Kombinationen der Verbünde anzugehen, forschen wir am Umstieg auf „Monomaterial“ oder einfachere Verpackungen und an der Reduzierung von Schichten sowie Materialarten bei Verbundverpackungen. Darüber hinaus arbeiten wir an den Farben unserer Verpackungen, um eine bessere Erkennung des Stoffs in der Recyclinganlage zu ermöglichen.”

Kann das funktionieren?

Ein Problem sieht Nestlé noch, um sein Ziel von 100 Prozent recyclebaren Verpackungen umzusetzen: Es muss genügend hochwertiges Material dafür auf dem Markt geben. In manchen Ländern ist die Recyclingstruktur jedoch noch längst nicht soweit. Daher will der Konzern auch daran mitarbeiten. Der Verbraucher spiele jedoch auch eine wichtige Rolle, so Nestlé. Sie müssen das System mit dem Rückführen von verwertbarem Plastik unterstützen und müssen daher wissen, wie sie richtig recyclen. Mit Hinweisen auf Verpackungen will Nestlé dem Verbraucher hierfür Hilfen an die Hand geben.