Krebserregende Stoffe

Fake News: Immer mehr glauben an falsche Krebsursachen

Ist das Trinken aus Plastikflaschen und die Verwendung von Mikrowellen krebserregend? Beweise gibt es dafür keine und dennoch glauben immer mehr Menschen daran.

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Plastikflaschen Krebs

Ist das Trinken aus Plastikflaschen wirklich krebserregend?

Rauchen, Passivrauchen, Übergewicht und UV-Strahlung – das sind die bekanntesten Ursachen für Krebs, die Sie vermeiden können. Vielen sind sie bekannt, doch immer häufiger hört und liest man in den Medien von neuen Risikofaktoren, darunter Mikrowellen, elektromagnetische Frequenzen, gentechnisch veränderte Lebensmittel und das Trinken aus Plastikflaschen. Nichts davon konnte die Wissenschaft bisher eindeutig als Ursache identifizieren und trotzdem nehmen viele diese angeblichen Risiken sehr ernst. Was nicht unbedingt schlecht ist, nur haben einige Forscher nun Sorge, dass Menschen durch diese Irrglauben die tatsächlichen Ursachen aus den Augen verlieren.

Studie zeigt: Immer mehr Menschen glauben „falsche” Ursachen

In einer Studie in England befragte man 1.330 Menschen zum Thema Krebsursachen. 88 Prozent der Menschen identifizierten Rauchen als Ursache, 80 Prozent wählten Passivrauchen und 60 Prozent UV-Strahlung. All diese Faktoren sind bereits wissenschaftlich belegt. Gut, dass so viele Menschen sie als Risiko eingestuft haben. Sorge bereitet den Wissenschaftlern des University College London und der Universität Leeds in England aber, dass immer mehr Menschen andere Faktoren ebenfalls als Risiken einstufen. In der Befragung waren 40 Prozent der Meinung, dass Stress und Lebensmittelzusatzstoffe krebserregend seien, 35 Prozent nannten elektromagnetische Frequenzen, 34 Prozent gaben genetisch modifizierte Lebensmittel an, 19 Prozent dachten Mikrowellen wären Risikofaktoren und 15 Prozent dachten, dass das Trinken aus Plastikflaschen zu den Krebsursachen gehört. Nichts davon, konnte man bisher wissenschaftlich belegen.

Falsche Krebsursachen in den Medien

An sich schadet es nicht, an falsche Krebsursachen zu glauben, solange Sie auch die echten Risiken kennen. Die Studie liefert jedoch auch Hinweise darauf, dass die Menschen, die besser informiert sind, einen gesünderen Lebensstil ausüben. Laut der Organisation Cancer Research UK könne man vier von zehn Krebsfällen mithilfe eines gesunden Lebensstils vorbeugen. Dass die Zahl an Leuten, die an nicht bewiesene Krebsursachen glaubten, seit der Jahrhundertwende gestiegen ist, zeige außerdem wie stark sich die Verwendung von Nachrichten und Medien über das Internet und die sozialen Netzwerke verändert hat.
Sabine Stanek

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