Discounter-Angebot im Check

Test: Was taugt die Küchenmaschine „Studio“ von Aldi Süd?

Für kleines Geld bietet Aldi Süd zum 18.5.2015 eine Küchenmaschine mit vielen Funktionen von Rühren bis Entsaften an. Bekommt sie all das wirklich gut hin? eKitchen-Autor Gerald Sinschek macht den Praxis-Test!

Datum:
Multifunktionsküchenmaschine Aldi Studio

Die aktuelle Küchenmaschine von Aldi Süd kann dank umfangreichem Zubehör rühren, entsaften, raspeln, hacken und mixen.

Zum Wochenstart hat Aldi Süd eine Küchenmaschine für schlappe 69,99 Euro im Programm. Das Gerät trägt den Namen „Studio“ und bietet zahlreiche Optionen. eKitchen hatte Gelegenheit, sie zu testen.

Was steckt im Karton?

Mit bis zu 1.100 Watt auf dem Papier bringt der Motor ordentlich Leistung. Die Gerätebasis ist übersichtlich gestaltet: Ein großer Drehknopf mit fünf Geschwindigkeitsstufen dominiert die Gehäusevorderseite, darunter sind vier Knöpfe für Ein/Aus, Smoothie (vorgewählte Geschwindigkeit/Dauerbetrieb), Intervall (3 Sekunden mit maximaler Drehzahl an, dann 3 Sekunden aus), Pulse (Taste drücken und halten bei maximaler Drehzahl) angeordnet. Blaue LEDs kennzeichnen die Geschwindigkeitsstufen sowie den Ein/Aus-Schalter, die drei anderen Funktionen signalisieren durch rote Lämpchen ihren Status. An der Geräteunterseite befindet sich ein ein Meter langes Kabel. Als Zubehör finden sich eine Schneidschüssel mit 1,2 Liter Volumen, eine Standmixer-Schüssel mit 1,5 Liter Volumen, eine kleiner Mahlbehälter für Nüsse sowie je ein Messer aus Kunststoff und Edelstahl, drei Raspeln und ein Entsafter-Einsatz.

Auspacken macht durstig

Nach dem Auspacken verströmen die zahlreichen Kunststoffteile noch ordentlich Plastikgeruch, der aber nach dem ersten Abwaschen weitestgehend verschwindet. Alle Bauteile machen einen recht robusten Eindruck und lassen sich passgenau zusammenfügen. Der Gehäuseblock mit Motor erscheint mir einigermaßen leicht, da hatte ich schon schwerere Kaliber in der Küche – was aber nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal sein muss. Die vier Saugfüße halten die Küchenmaschine sicher auf glattem Untergrund.

Galerie: Praxis-Test: Küchenmaschine „Studio“ von Aldi Süd

Das Produktvideo auf der Aldi-Süd-Homepage macht Appetit auf Bananenmilch – das will ich als erstes probieren. Standmixer aufgebaut, Bananen grob zerkleinert, 800 ml Milch dazu, Deckel drauf und los. Die Tasten sind etwas wackelig, der Drehknopf rastet straff ein. Mit Getöse startet die Maschine in der Smoothie-Einstellung, den E-Motor riecht man noch deutlich. Sorgen muss ich mir aber wohl nicht machen, denn das Gerät besitzt eine Abschaltautomatik bei Überanstrengung. 15 Sekunden später ist der Milchshake schaumig verquirlt, ein paar Mini-Obststücke sind noch zu finden, was aber OK ist. Wer diese auch noch verschwinden lassen möchte, muss noch ein paar Sekunden drauflegen.

Salat häckseln

Mit Möhren und etwas Zitronensaft will ich einen gesunden Rohkostsalat zubereiten. Durch zwei unterschiedlich große Zuführungen drücke ich bei niedriger Drehzahl die geachtelten Äpfel und ganze, kleine Möhren in den Deckel auf den Streifeneinsatz. Reststücke beider Zutaten rotieren in dem Spalt zwischen Deckel und Aufnahmescheibe und fallen teilweise in die Schüssel zum gleichmäßig fein gehobelten Obst und Gemüse. Die muss ich später raussuchen. Hätte die Scheibe einen etwas größeren Durchmesser und würde bündiger unter den Deckel passen, könnte ich mir das ersparen. Ansonsten ist die Funktion OK.

Entsaften auf hohem Niveau

Jetzt der Entsafter: Mit ein paar schon etwas harten Orangen und frischen Kiwis möchte ich das Gerät auf die Probe stellen. Bei dieser Obstauswahl wäre zu erwarten, dass die Saftausbeute eher gering ausfällt. Der Apparat macht auf höchster Geschwindigkeitsstufe wieder einen Riesen-Rabbatz, holt aber einen guten halben Liter Saft aus fünf Kiwis und sechs Orangen. Ich bin beeindruckt. Auch der Geschmack stimmt! Das Fruchtfleisch allerdings aus der etwas verschachtelten Schüssel herauszukratzen, war etwas mühsam. Einen kleinen Spatel für diesen Zweck dürfte Aldi Süd gerne mitliefern.

Kuchenteig rühren

Letzter Versuch: Das Wochenende steht vor der Tür und ich kenne mehrere Personen, die sich über ein Stück Marmorkuchen freuen würden. Das Kunststoffmesser schlägt Eier, weiche Butter und Zucker gut schaumig, auch nach Zugabe des Mehls rührt die Küchenmaschine gründlich weiter. Nur einmal kommt ein Teigschaber zum Einsatz, um die Masse von den Schüsselseiten zu lösen. Den brauche ich aber auch bei Handrührgerät und Rührschüssel. Nach dem Fertigbacken schmeckt der Marmorkuchen köstlich.

Fazit

Zum Preis von 69,99 Euro ist die aktuelle Aldi-Küchenmaschine ein Schnäppchen. Die Geräuschentwicklung und etwas wackeligen Tasten deuten den niedrigen Kaufpreis zwar an, ihre Arbeit verrichtete die „Studio“ im Test aber gut. Das Zubehör ist sinnvoll und in der Gesamtheit ersetzt die Küchenmaschine mehrere Einzelgeräte. Die Anleitung gibt keine Rätsel auf.
Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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