Eine für alles

Die Thermoküchenmaschine „My Cook“ von Jupiter im Test

Mit Induktionshitze und bis zu 8.500 Rühr-Umdrehungen pro Minute sollte die Thermo-Küchenmaschine „My Cook“ von Jupiter für den Einsatz im Alltag gut gerüstet sein. ekitchen-Autor Gerald Sinschek hat das Gerät getestet.

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Jupiter_My Cook

Feine Crèmes und Pudding kann die Thermoküchenmaschine „My Cook“ von Jupiter ebenso gut kochen wie Suppe oder Eintopf.

Mit bis zu 1000 Watt Induktions-Heizleistung und 120°C kocht die Thermoküchenmaschine „My Cook“ von Jupiter Suppen und Schmorgerichte oder gart Fisch und empfindliches Gemüse in den drei verschiedenen Dämpfeinsätzen. Der Edelstahltopf fasst bis zu 2 Liter Flüssigkeit, was auch für die große Essensrunde genügt. Im Inneren werkelt ein vierflügeliges Edelstahlmesser, das von einem 600 Watt starken Motor angetrieben wird. Bei Bedarf steckt man einen Mischflügel aus Kunststoff auf, der Eischnee schlagen oder feine Crèmes rühren soll. Im Deckel des Topfes verschließt ein kleiner Messbecher mit 100 ml Volumen die Einfüllöffnung und ein Spatel hilft, Teig oder andere Zubereitungen vollständig aus dem Topf zu bekommen. Das übersichtliche Bedienfeld umfasst je einen Drehknopf für Temperatur, Rührgeschwindigkeit und Timer sowie drei Tasten für die Turbofunktion (max 8.500 Umdrehungen/Minute), das Knetprogramm und die integrierte Waage. Neun verschiedene Felder zeigen im relativ kleinen Schwarz-Weiß-Display die gewählten Einstellungen an.

Galerie: Die Thermoküchenmaschine „My Cook“ von Jupiter im Test

Haptik und erster Eindruck

Relativ kompakt, aber alles in allem über 12 Kilo schwer steht die Küchenmaschine „My Cook“ von Jupiter auf der Arbeitsfläche. Die Teile machen einen wertigen Eindruck, alles passt gut zusammen, Edelstahl dominiert beim Zubehör. Einzig der Deckelverschluss des Topfes lässt sich nur sehr schwergängig einrasten, dazu muss der Topf immer von der Maschine entfernt werden.

Ausprobiert: Kuchenteig, selbst gekochter Pudding mit Eischnee, Gemüsesuppe

Mal sehen, was der Apparat so kann: Das eigentlich im Lieferumfang enthaltene Kochbuch fehlt leider im Testmuster, also muss ich meine eigenen Kochbücher bemühen. Für Rühr- und Kochzeiten gibt es keine konkreten Vorgaben, hier muss die Erfahrung helfen. Ich entscheide mich für einen Rührteig-Kuchen mit Puddingauflage (inkl. untergehobenem Eischnee) und Blaubeeren sowie eine Gemüsesuppe. So kann ich die Teigknetfunktion, den Schneebesen, Pudding- und Suppe kochen ausprobieren.
Zuerst quirle ich drei Eiklar mit dem Mischflügel auf Stufe vier, da wird das Eiweiß wahrscheinlich noch nicht für den Flügel unerreichbar an den Topfrand geschleudert. Nach 1,5 Minuten ist es schnittfest – alles gut. Allerdings ist das Herauskratzen des Eischnees, wie bei fast allen derartigen Maschinen, etwas mühsam. Dann koche ich den Pudding ohne Fertigpulver, das klappt ebenfalls gut und duftet nach 8 Minuten köstlich! Auf Rührstufe vier setzt nur ganz wenig Pudding am Topfrand an. Während der Pudding abkühlt, rühre ich den Teig für den Biskuitboden, hier ist die integrierte Waage eine große Hilfe. Allerdings reagiert sie etwas träge: Zutaten langsam einfüllen, damit es nicht plötzlich zu viel ist! Das Rührmesser mixt ganz ordentlich, der Spatel kommt nur einmal zum Einsatz und der Boden geht im Ofen gut auf.
Auch die Gemüsesuppe kocht in 20 Minuten bei 100°C und Rührstufe 1 gut gar. Gegen Ende entferne ich den Mischflügel, um die Gemüsestücke bei hoher Geschwindigkeit mit dem Messer kleinzuhäckseln. Das geht nach wenigen Sekunden mit der Turbo-Taste ohne Probleme, die Suppe ist sämig mit schöner Konsistenz.

Fazit

Seine Kocharbeit erledigt der „My Cook“ von Jupiter sehr gut. Allerdings ist die Bedienungsanleitung etwas unübersichtlich und ein paar Kochprogramme würden nicht schaden. Der Signalton, der zum Beispiel das Ende des Timers oder Fehlfunktionen bei nicht korrekt aufgesetztem Deckel anzeigt, klingt extrem jämmerlich und dünn. Da sollten die Sounddesigner noch mal drüber grübeln. Auch fehlen mir bei einem Gerät für 1.098 Euro UVP technische Features wie ein Farbdisplay oder Konnektivität via WLAN, Bluetooth oder Speicherkartenslots.
Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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