Zum Weltnudeltag am 25. Oktober

Nudeln selber machen: So gelingt Ihre Pasta

Nudeln selber zu machen, ist gar nicht schwer. Wie Sie mit etwas Geduld und Fantasie tolle Pasta kreieren, erfahren Sie bei eKitchen. Außerdem finden Sie zwei leckere Grundrezepte – eins mit und eins ohne Ei.

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frische selbst gemachte Spaghetti

Frisch und lecker: Selbst gemachte Nudeln schmecken am besten.

Nudeln zuzubereiten, ist kein Hexenwerk. Es beginnt damit, dass man Wasser aufkochen lässt und Salz hinzugibt. Anschließend kommen die Tütennudeln in das kochende Wasser. Abhängig der eigenen Motivation gibt es dazu eine selbst gemachte Soße – oder eben Ketchup. Keine halbe Stunde später ist der Hunger einigermaßen gebändigt, die tägliche warme Mahlzeit erledigt. Von Genuss kann sicherlich nicht die Rede sein. Doch das lässt sich ändern – mit selbst gemachten Nudeln! Wenn Sie den Dreh heraushaben, kaufen Sie garantiert nie wieder abgepackte Pasta. Um Ihren Teig zu verarbeiten und in Form zu bringen, können Sie natürlich Hand- und Messerakrobat werden. Deutlich einfacher klappt das mit einer Nudelmaschine, die gleichmäßiges Teigwalzen gewährleistet. Im Nudelmaschinen-Vergleich erfahren Sie, welches Modell den Job am besten erledigt. Doch bevor es losgeht, benötigen Sie erst einmal ein Grundrezept.

Nudeln selber machen: Rezepte mit und ohne Ei

Mit den folgenden zwei Grundrezepten stellen Sie circa 500 Gramm (g) Nudeln her. Das entspricht einer durchschnittlichen Packung trockener Nudeln aus dem Handel. Für einen einfachen Nudelteig aus Hartweizen und Eiern benötigen Sie 150 g Mehl, 150 g Hartweizengrieß und drei Eier. Ein Teig ohne Eier besteht aus 400 g Grieß und 180 ml warmem Wasser. Das Kneten des Teiges benötigt entweder viel Zeit und Liebe oder eine ordentliche Küchenmaschine.
Nudelteig kneten

Kräftiges Kneten ist ohne Küchenmaschine ein Muss und für den Teig optimal.

Entscheiden Sie sich für die Handarbeit, benötigen Sie zusätzlich etwas Mehl für die Arbeitsfläche und Hände. Formen Sie die trockenen Zutaten zu einem Haufen und drücken Sie eine tiefe Mulde hinein. In diese kommen je nach Rezept Wasser oder Eier. Nun verkneten Sie von außen nach innen, um die Zutaten ordentlich zu vermengen. Bis der Teig eine homogene und geschmeidige Konsistenz angenommen hat, kann es (schweißtreibende) 10 Minuten dauern. Perfekt ist der Teig, wenn er nicht mehr an den Händen kleben bleibt. Nun schlagen Sie ihn in Klarsichtfolie und legen ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. Übrigens: Salz braucht der Teig nicht, die Würze kommt später durch das Kochwasser. Frische Nudeln benötigen gerade mal 4 Minuten im Kochwasser – wenn sie oben schwimmen, sind sie fertig. Hätten Sie es gewusst?

Nudeln selber machen: Lang oder kurz?

Haben Sie Ihren Grundteig fertig, schöpfen Sie nun die Möglichkeiten der Nudelmaschine aus. Ob Spaghetti, Fussili, Bandnudeln oder Lasagneplatten: Hier sind den Ideen kaum Grenzen gesetzt. Auf Wunsch lassen Sie aber auch aus einem ausgerollten Nudelteig eigene Formen entstehen. Schneiden Sie beispielsweise Dreiecke aus, füllen Sie sie und zaubern Sie Tortellini. Ohne Nudelmaschine können Sie auf 20 Zentimeter Breite ausgerollten Teig auch vorsichtig zusammenrollen und kleine Schnecken mit beliebiger Breite schneiden. Rollen Sie die kleinen Schnecken auseinander, haben Sie tolle Bandnudeln. Möchten Sie Nudeltaschen wie Tortellini selber machen, müssen Sie die Kontaktstellen des Nudelteiges mit Wasser bepinseln, damit er zusammenklebt. Wahlweise können Sie die Kanten aber auch mit einer Gabel zusammendrücken.

Galerie: Kniffe zum Nudeln selber machen

Nudeln selber machen: Bringen Sie Farbe ins Spiel

Toll sieht Pasta aus, wenn Sie sie einfärben. Aber wie färbt man Nudeln? Mithilfe von Gemüse – lautet die Antwort. Für grüne Nudeln benötigen Sie auf obige Grundrezeptmengen circa 2 Esslöffel pürierten Spinat. Rote Nudeln machen Sie mit roter Beete und orange Pasta mit Karotten. Wichtig: Ist das Gemüse roh, kochen Sie es vor, erst danach pürieren Sie es. Beim Vermengen mit dem Teig vermischen Sie die Farbsubstanz am besten mit den flüssigen Zutaten, anschließend kommt die Farbe ins Mehl. Wenn Sie schon immer mal schwarze Nudeln selber machen wollten, benötigen Sie die Tinte vom Sepia-Tintenfisch. Diese Pasta schmeckt natürlich zu Fischgerichten lecker, ist jedoch nicht vegan und auch mit vegetarischer Ernährung schwer kombinierbar.

Nudelmaschinen

Katharina Mittag

von

Als wasch­ech­te mä­kel­bor­ger Diern, die schon als klei­ner Schie­ter mit bei­den Bei­nen im Mist stand und früh­mor­gens die Eier aus Ömings Hüh­ner­stall ge­sam­melt hat, weiß ich gute Küche und die Herkunft der Produkte zu schät­zen. Das heißt: Sel­ber ma­chen geht über sel­ber kau­fen – egal, ob Fleisch oder Ge­mü­se!