Schnell gemacht

Leckere Marmelade selber kochen – ganz einfach

In der eigenen Küche hergestellte Lebensmittel schmecken immer noch am besten. Das trifft auf Pizza genau so zu, wie auf süßen Brotaufstrich - also: Marmelade selber kochen!

Datum:
Himbeermarmelade kochen

Reife, duftende Früchte, Gelierzucker und ein paar Standard-Küchenutensilien - mehr ist nicht nötig, um leckere Marmelade selber zu kochen!

Jetzt ist der Garten voller Früchte – also ab in die Küche und Marmelade selber kochen! Dann weiß man genau, was im Glas ist und Freunde freuen sich über ein kleines Geschenk. Doch auch zu anderen Jahreszeiten außerhalb der Saison, lässt sich aus tiefgekühlten Früchten eine leckere Marmelade zubereiten. Und viel Arbeit ist es nicht: In eineinhalb Stunden lassen sich locker vier Kilo Marmelade herstellen.

Marmelade kochen: Welche Früchte eignen sich?

Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Aprikosen oder eine Mischung aus den Lieblingsfrüchten – gekocht wird, was schmeckt. Für alle Sorten gilt: sie sollten möglichst reif und damit maximal geschmackvoll und süß sein. Nur dann schmeckt die Marmelade nach mehr als nur Zucker.

Welcher Zucker in welchem Verhältnis?

Gelierzucker findet sich in allen Supermärkten und selbst der günstigste führt zu guten Ergebnissen. Eine 500-Gramm-Packung muss nicht mehr als zwei Euro kosten, wobei Spezialprodukte mit Stevia, Biozucker oder Xylot auch drei oder mehr Euro kosten können. 1:1, 2:1, 3:1 – alle Verhältnisse sind in den Regalen erhältlich. Das relativiert zum einen den Preis, zum anderen hat es Einfluss auf die Süße der Marmelade. Und leider manchmal auch auf die Festigkeit. Bei manchen 3:1-Produkten ist das Ergebnis recht flüssig. Früchte gründlich waschen und dann wiegen, nur so stimmt das Verhältnis. Als Alternativen zu normalem Zucker gibt es insbesondere in Reformhäusern die bereits oben erwähnten Geliermittel aus Rohrzucker, Stevia oder z.B. dem Algenextrakt Agar-Agar.

Marmelade kochen: Tipp zur Festigkeit

Etwas Zitronensaft unterstützt das Eindicken, wenn beim Abwiegen vielleicht ein Fehler passiert ist und die Marmelade bei der Probe nicht fest werden will.

Welche Geräte benötige ich in der Küche und wie bereite ich sie vor?

Einen großen Topf, um die Gläser und Deckel auszukochen, eine Zange, um hinterher alles wieder aus dem kochenden Wasser zu heben, einen Marmeladentrichter, zwei frische Geschirrtücher – mehr braucht es nicht.
Saubere Gläser und passende Deckel (jeweils etwa vier bis fünf Stück) in das kochende Wasser geben und zehn Minuten sprudelnd kochen. Dann vorsichtig mit abgekochter Zange herausheben und umgekehrt auf ein frisches Geschirrtuch paarweise abstellen.

Jetzt wird gekocht und in Marmeladengläser abgefüllt!

Die nach Gusto kleingeschnittenen oder pürierten Früchte werden zusammen mit dem Gelierzucker (Topf nur zur Hälfte befüllen weil die Marmelade stark aufkocht!) unter Rühren erhitzt und nach Angabe auf der Zuckerpackung weiter gekocht. Das dauert etwa vier bis fünf Minuten. Für die Gelierprobe geben sie etwas der kochenden Marmelade auf eine Untertasse und wenn die Probe beim Auskühlen innerhalb weniger Sekunden fest wird, ist die Marmelade zum Abfüllen bereit.
Am besten geht das Abfüllen mit einem speziellen Trichter mit großer Öffnung. Glas randvoll füllen, Deckel fest aufschrauben (Vorsicht: heiß!) und dann das Glas auf dem Deckel abstellen.

Wie lagere ich die Marmelade und wie lange hält sie sich?

Kühl und dunkel, am besten in einem unbeheizten Keller. Wenn bei der Herstellung alles tiptop steril war, kann eine selbst gekochte Marmelade locker zwei Jahre halten. Zwar wird sie dann vielleicht etwas blass und dunkel, der Geschmack ändert sich aber kaum.
Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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