Hier dreht sich alles ums Gemüse

Spiralschneider für die Low-Carb-Küche

Gemüsespaghetti sind ein besonderer Genuss der kohlenhydratarmen Küche. Der Kauf eines speziellen Schneiders lohnt sich. Doch worauf gilt es zu achten?

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Spiralschneider von Kitchenaid

Mit diesem Profi-Spiralschneider bereiten Sie Zoodles im Handumdrehen vor.

Der Trick, Pasta durch leichte Gemüsenudeln zu ersetzen, ist genial. Mit einer raffinierten Sauce und etwas Küchenwissen verwandeln sich Linguine oder Spaghetti aus gesunden Gewächsen in vorzügliche Gerichte. Das Ganze funktioniert so gut und macht auch echte Nudelliebhaber so satt, dass schnell klar wird: Gemüsenudeln haben das Zeug zum Standardgericht, ein Spiralschneider muss her. Wer Zoodles liebt – Nudeln aus Zucchini – will schließlich nicht drei Mal pro Woche mit der Hand schneiden.

Galerie: Gesunde Küche dank Spiralschneider

Einfach loslegen mit Endlos-Juliennes

Julienne nennen Köche die feinen Gemüsestreifen in der Suppe. Eben solche schneidet der Stab-Spiral- oder Nudelschneider. Der Besitzer hält ihn wie einen Sparschäler oder Hobel und verarbeitet damit sein Gemüse der Wahl mit Strichen von oben nach unten zu Nudeln. Das Gerät ist günstig und gut geeignet für Menschen, die Low-Carb-Nudeln erst einmal testen. Der Nachteil sind die schmerzenden Hände nach der fünften Karotte – oder vielleicht der Schnitt, den die Klinge beim Abrutschen im Daumenballen hinterlässt. Wer schöne Nudeln will, achtet bei jeglicher Art von Schneider nämlich auf eine richtig scharfe, harte Metallklinge. In diesem Fall ist die Investition dafür gering: 2 bis 10 Euro kostet ein Stab-Spiralschneider. Und übrigens: Spiralen (oder Endlos-Juliennes) entstehen nur, wenn der Besitzer das Gemüse beim Schälen dreht. Hier finden Sie gesunde Rezepte mit dem Spiralschneider.

Tagliatelle und Linguine aus dem Spitzer

Stellen Sie sich einen großen Metalltrichter vor, der einen Schlitz mit Klinge hat. Mit der einen Hand packen Sie diesen Spitzer, mit der anderen drehen Sie Karotten oder schlanke Zucchini hinein. Et voilà, am anderen Ende kringeln sich Bandnudeln heraus. Einfache Modelle bleiben bei dieser Breite, fortgeschrittene Varianten produzieren durch geteilte Klingen auch dünne Spaghetti. Wichtig ist bei solch kurbellosen Spiralschneidern nicht nur die obligatorische scharfe Klinge aus Edelstahl, sondern auch das Benutzerende: Kluge Geräte liefern einen Halter mit, mit dem der Koch auch den letzten Rest des Gemüses in den Trichter und damit in das Low-Carb-Rezept befördert. So bleibt von teurer Frischware nichts übrig. Meist sind Geräte nach dem Spitzerprinzip auch leicht mit einer Bürste unter fließendem Wasser zu reinigen. Testen Sie bei komplexeren Exemplaren am besten vor dem Kauf, ob sie sich sinnvoll auseinandernehmen lassen. Ist das der Fall, sind 10 bis 20 Euro ein guter Preis.

Per Kurbel zum Nudelglück

Wer Gemüsespaghetti verfallen ist, schafft sich einen Helfer an, der kurzen Prozess macht: einen Spiralschneider mit Kurbel. Ein solcher dreht das waagerecht oder senkrecht eingespannte Gemüse über eine Klinge, so dass praktisch endlose Nudeln entstehen. Hier passen auch breitere Gemüse wie Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Kohlrabis hinein, die im Handschneider keinen Platz hätten. Wechselbare Klingen ermöglichen die Auswahl zwischen breiteren Linguine, dünnen Spaghetti, Fächerspiralen (wie der Rettich im Biergarten) oder Scheiben. Mit so einem Spiralmeister ist es überhaupt kein Problem, mal eben zwei Kilo Gemüse zu verarbeiten.
Wenn Gumminoppen für Standfestigkeit des Geräts sorgen und dieses in wenige, maschinenwaschbare Teile auseinandernehmbar ist, haben Sie sich richtig entschieden. Achtung: Spiralschneider, die vorwiegend aus Plastik bestehen, sind einfacher zu reinigen, bewältigen aber harte Gemüse wie Kohlrabi nur schlecht. Geräte, die hauptsächlich aus Metallelementen bestehen, machen auch Sellerie klein, weil sie ihn gut packen, haben es aber meist beim Abwasch in sich. Ein Auffangbehälter, Haltestäbe zur Stabilisierung des Gemüses und ein Fingerschutz machen das Traumgerät perfekt.
Zwischen 20 und 50 Euro kostet ein Spiralschneider mit Kurbel, elektrische Spiralschneider bis zu 70 Euro. Dafür sollte der Hersteller mindestens zwei, möglichst aber fünf Jahre Garantie bieten. Ist die abgelaufen, ist mit Low-Carb-Spaghetti auch der Bauchspeck verschwunden!

Spiralschneider

Isabel Winklbauer

von

Kochen als Lieblingswissenschaft