Kaufberatung Fleischwolf

Fleischwolf kaufen: So finden Sie das passende Modell

Sie möchten ab sofort selber Hack herstellen, um Herkunft und Verarbeitung des Fleisches voll unter Ihrer Kontrolle zu haben? Dann muss ein Fleischwolf her. Worauf Sie beim Kauf achten müssen, erklärt eKitchen.de

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Elektrischer Fleischwolf

Elektrischer Fleischwolf im Einsatz: Ein starker Motor kriegt auch sehniges Fleisch klein.

Der Fleischwolf gehört in modernen Küchen wohl eher zu den weniger populären Geräten. Dabei bietet er mehr Vorzüge, als die meisten Menschen ihm überhaupt zutrauen. Auf der einen Seite lässt sich damit frisches Hack herstellen. Besonders bei Köchen, die auf ungewöhnliche Hackfleischsorten wie etwa Wild oder Huhn setzen, kommt der Fleischwolf oft zum Einsatz. Zudem lassen sich die Herkunft des Fleischs und die Verarbeitung selber besser kontrollieren. Gerade Verbraucher, die in der Vergangenheit durch Gammelfleisch-Skandale und zweifelhafte hygienische Zustände in produzierenden Betrieben sensibilisiert wurden, bietet der Fleischwolf die Lösung für ein ruhigeres Gewissen.

Fleischwolf als verkanntes Talent

Auf der anderen Seite produziert ein Fleischwolf beileibe nicht nur Hackfleisch, sondern etwa auch Würstchen oder sogar Kekse in Form von Spritzgebäck. Er zerkleinert zudem Gemüse, Fisch, Brot und vieles mehr. Als Multitalent in der Küche ist der Fleischwolf also völlig unterschätzt – aber keineswegs überfordert.

Mit Kurbel zum Gehacktes

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen manuell und elektrisch betriebenen Fleischwölfen. Die klassischen Modelle mit Handkurbel werden in der Regel an einer überstehenden Arbeits- oder Tischplatte befestigt – meist mit einer Art Schraubstock. Sie bieten den Vorteil, dass Sie sie Platz sparend verstauen können und dass sie wenig kosten. Für unter 50 Euro erhalten Sie bereits hochwertige Modelle. Allerdings: Die Arbeit mit einem Fleischwolf, der rein durch Ihre Muskelkraft angetrieben wird, kann sehr anstrengend sein. Gerade sehniges Fleisch – davon womöglich noch mehrere Pfund – kann schnell zu einem müden Arm führen. Manuelle Fleischwölfe eigenen sich also eher für kleinere Mengen.

E-Fleischwolf mit ordentlicher Leistung

Ein Fleischwolf mit Elektromotor macht einem die Arbeit da schon leichter. Vorausgesetzt, er hat genügend Power, um auch sehniges oder fettes Fleisch zu verarbeiten. Mindestens 1.000 Watt soll die Leistung des Motors schon betragen. Wichtig hierbei: Die maximale Dauerbetriebszeit sollte möglichst hoch sein und bei etwa 10 bis 15 Minuten liegen. Achten Sie dafür auf die Herstellerangaben. Darf der Motor immer nur wenige Sekunden unter Maximallast stehen, um danach wiederum einige Minuten abzukühlen, kann das nerven.
Fleischwolf

Gehacktes nach Belieben: Mit einem Fleischwolf kein Problem.

Aufsatz für Küchenmaschinen

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, ist ein elektrischer Fleischwolf die bessere Wahl für größere Mengen an Fleisch. Allerdings sind sie mit rund 70 bis 200 Euro deutlich teurer als Modelle mit Handkurbel. Gerade Geräte am oberen Ende der Preisskala sind nichts für Nutzer, die den Fleischwolf nur einmal im Jahr aus dem Schrank holen. Hier kommt vielleicht eher ein spezieller Aufsatz für die bereits vorhandene Küchenmaschine in Frage. Da die Antriebseinheit schon in der Küchenmaschine steckt, ist das entsprechenden Zubehör günstiger, aber ebenfalls geeignet, größere Mengen Fleisch bequem zu hacken oder andere Zutaten zu zerkleinern.

Stabile Verarbeitung aus Metall

Neben der Leistung ist beim Kauf auf eine solide Verarbeitung zu achten. Zumindest die Kurbel (bei manuellen Fleischwölfen) sowie das Gewinde samt Klingen sollten aus Metall wie Edelstahl oder Aluminium bestehen. Hier wirken sehr hohe Kräfte, denen Kunststoff nicht viel entgegensetzen kann. Die Gehäuse der elektrischen Modelle sind hingegen meist aus Plastik gefertigt – zumindest zum großen Teil.
Zur Verarbeitung gehört auch die Frage nach der Reinigung. Müssen Sie jedes Mal eine Stunde spülen, nachdem Sie den Fleischwolf genutzt haben, kommt er spätestens nach dem dritten Mal nur noch selten zum Einsatz. Das Modell Ihrer Wahl sollte sich also möglichst einfach zerlegen und wieder zusammenbauen lassen, um vor allem das Innere gründlich und einfach sauber zu machen. Möglichst viele Bauteile sollten spülmaschinegeeignet sein. Schauen Sie unbedingt in die Bedienungsanleitung, ob das erlaubt ist. Vor allem Aluminiumteile sollten Sie auf keinen Fall in den Geschirrspüler stellen, weil diese sich verfärben.

Passendes Zubehör für Pasta & Co.

Nicht zuletzt muss das mitgelieferte Zubehör stimmen. Es sollten mindestens zwei Lochscheiben für grobes und feines Hackfleisch beiliegen. Wer darauf achtet, erhält zudem spezielle Aufsätze, um Wurstdärme entsprechend zu füllen. Außerdem gibt es Aufsätze für Spritzgebäck, Pasta und Kebbe. Letzteres ist eine orientalische Spezialität aus Hack, Bulgur und Zwiebeln. Wer diese und die anderen Tipps beherzigt, greift zu einem Fleischwolf, der zu den eigenen Bedürfnissen passt.

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