Kochen per App

CES 2017: So sieht die Küche der Zukunft aus

Im Januar startet in Las Vegas die größte Technik-Messe der Welt. Der Schwerpunkt der CES 2017 liegt auf Smarthome – intelligentem Wohnen. Dieser Trend macht auch nicht vor der Küche halt.

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CES Las Vegas: So sieht die Küche der Zukunft aus

Die CES ist auch dieses Jahr wieder die Anlaufstelle für zahlreiche innovative Küchengeräte.

Neben smarten Fernsehern, VR-Brillen und Bluetooth gesteuerten Stereoanlagen bietet die CES (Consumer Electronics Show) dieses Jahr vor allem jede Menge Gadgets für die Küche. Von App gesteuerten Kaffeemaschinen über intelligente Allzweck-Roboter bis hin zur komplett digitalen Küche, gibt es für Technik-Begeisterte alles, was das Herz begehrt. Das Smartphone wird für all die neue Technik unverzichtbar. Hersteller wie Ecovacs Robotics, Sense oder Innit setzen auf die Hosentaschen-Computer als mobile Station, von der aus sämtliche Geräte bedient werden. eKitchen stellt die abgefahrensten Innovationen vor.
CES Las Vegas: So sieht die Küche der Zukunft aus

Die Arist Professional hat eine App-Steuerung und erinnert vom Design stark an Apple-Produkte.

Kaffee per App

Mindestens zwei Hersteller buhlen um die Gunst der Kaffeetrinker. Sowohl Arist als auch Troffee stellen eine per App steuerbare Kaffeemaschine vor. Beide Firmen wollen den Liebhaber der braunen Bohne vor allem mit der Verbindung zu anderen Nutzern locken. So kann man eigene Rezepte in eine Cloud hochladen und sie so mit Menschen aus aller Welt teilen und auf die Ideen anderer zurückgreifen. Ansich ist die Steuerung per App einer Kaffeemaschine allerdings keine Neuheit mehr. Das gibt es schon bei Nespresso, QBO oder der Smarter SMC 10EU.
Während der Kaffeeautomat von Arist mit seinem weißen und schalterlosen Design futuristisch anmutet und irgendwie an Apple-Design erinnert, geht Troffee den klassischen Weg. Hier herrscht Klavierlack-Optik vor. Auch der Milchbehälter lässt sich hinter einer Klappe verstecken. Zudem wird die Kaffeemaschine von Troffee in drei Varianten angeboten. Einen Haken haben allerdings beide Maschinen: Noch ist nicht klar, ob und wann sie nach Deutschland kommen. Auch über den Preis ist noch nichts bekannt.
Unibot: Home-Management-Roboter Video abspielen

Auf der CES wurde der erste Home-Management-Roboter vorgestellt. Der Unibot soll Feuer und Einbrüche melden und sogar Toast machen.

Mehr als ein Saugroboter

Saugroboter sind mittlerweile ein alter Hut. Auch wir haben mit dem Severin RB7028 S'Special chill pro schon einen dieser wendigen Maschinen vorgestellt. Dass ein Roboter allerdings den kompletten Haushalt übernimmt, ist neu. Wenn es nach Ecovacs Robotics geht, soll der Unibot aber genau dies tun. Deswegen bekommt er auch eine neue Bezeichnung serviert: Der erste Home-Management-Roboter.
Die Liste der Möglichkeiten liest sich beeindruckend. Der Unibot reinigt nicht nur den Boden und säubert die Luft, er meldet auch Rauchentwicklung und Einbruchsversuche. Und das ist noch lange nicht alles. Mit den richtigen Sensoren sorgt er für angenehme Beleuchtung in der Wohnung und steuert die elektrischen Gardinen. Selbst Küchengeräte wie Toaster, Kaffeemaschine und Herd lassen sich vom Unibot ansteuern und regeln. Voraussetzung ist – Sie ahnen es vielleicht schon – dass sämtliche Geräte kompatibel sind und Sie die passende App besitzen.
Die interaktive Küche Video abspielen

Auf der CES geht es um Technik. Und die macht auch vor der Küche nicht halt. Innit stellt die erste interaktive Küche vor.

High-Tech-Küche von Innit

Hersteller Innit geht es vor allen Dingen um gesundes Essen. Deshalb will die Firma von Eugenio Minvielle die Smart Kitchen in die Wohnungen bringen. Viel muss man als Besitzer so einer Küche nicht mehr tun. Sämtliche Geräte lassen sich einfach per Touchpad bedienen und regeln sich danach selbst. Kameras in Küchenzeile und Kühlschrank registrieren sämtliche Lebensmittel. Auf einem interaktiven Display (die Idee eines interaktiven Displays ist nicht neu, wie unser Artikel zeigt) müssen Sie nur noch das Gericht eingeben, welches Sie am nächsten Tag kochen möchten. Die Küche holt sich die Informationen aus dem Internet und stellt automatisch eine Einkaufsliste mit den fehlenden Zutaten zusammen, welche dann im besten Fall am nächsten Tag geliefert werden.
Auch das Kochen gestaltet sich dementsprechend einfach. Sie geben ihr Wunschmenü in die Schalttafel ein und die Küche sagt Ihnen wie viel welcher Zutat dem Gericht hinzugefügt werden muss. Herd oder Backofen stellen sich automatisch auf die benötigte Garzeit ein. Sie müssen Ihr Essen dann nur noch in den Backofen schieben oder auf den Herd stellen und werden benachrichtigt, wenn das Menü fertig ist. Erklären Sie das mal Ihrer Oma! Geht es beim Kochen nicht um mehr, als die schnelle Zubereitung von Lebensmitteln? Übrigens bietet Siemens schon lange Backöfen mit App-Steuerung an.
Insgesamt ist vieles auf der CES nicht bahnbrechend neu. Allerdings sind die meisten vorgestellten Geräte schon wesentlich konkreter, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. Und auch der viel beschworene smarte Kühlschrank ist natürlich wieder am Start. Schaut man sich die Neuheiten an, spürt man, dass ein Umbruch stattfindet. Die digitale Küche wird in Zukunft genauso zu unserem Alltag gehören, wie das Multimedia-Center im Wohnzimmer.
Alexander Scherb

von

Technik, Lifestyle und Natur sind meine Leidenschaften. Am besten in Kombination.

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