Kontaktgrill für Kochmuffel

Tefal Optigrill: Lecker Fleisch braten ohne Stress

Sie lieben saftige Steaks oder zartes Hähnchen, scheuten bisher aber den Kochaufwand? Der Tefal Optigrill will Fleisch quasi im Alleingang optimal zubereiten. Ob das wirklich so einfach funktioniert, hat eKitchen-Autor Philipp Weber getestet.

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Tefal Optigrill

Hält der Tefal Optigrill, was er verspricht?

Der Moment für den Praxis-Test ist ideal: Ich komme müde nach Hause, möchte nicht mehr den halben Abend vor dem Herd verbringen und trotzdem lecker essen. Also, ab an die Steckdose mit dem Tefal Optigrill! Der Kontaktgrill mit kombinierter Ober- und Unterhitze misst die Dicke des Garguts und bietet verschiedene Automatikprogramme, etwa für Hamburger, Steak oder Fisch. So soll er zu jeder Zeit des Garvorgangs die richtige Hitze abgeben. Einzige Bedingung: Das Aufgelegte muss zwischen zwei und fünf Zentimeter dick sein. Ein Zentimeter dünne Minutensteaks brät der Grill nur im manuellen Modus.
Tefal Optigrill

Grillt vollautomatisch: Tefal Optigrill.

Rund fünf Minuten benötigt das Gerät zum Aufheizen. Währenddessen bereite ich das Hähnchenbrustfleisch vor: unter fließend Wasser abspülen, mit Küchenpapier trocken tupfen, leicht mit Salz und Pfeffer würzen. Danach teile ich dem Optigrill durch Drücken der Geflügelsymbol-Taste die Fleischart mit, lege das Hähnchen auf und schließe den Deckel – das wars. Zusätzliches Öl brauche ich nicht, denn die etwa DIN-A4 großen Grillflächen des Geräts sind antihaft-beschichtet. Die Neigung der Platten sorgt dafür, dass überschüssiges Fett abläuft.
Meine Arbeit beschränkt sich aufs Zuschauen. Im Blickpunkt steht eine farbige Leuchtanzeige, die zu Beginn mit Violett signalisiert, dass die Grillflächen aufgeheizt sind. Zeigt sie ein oranges Licht, ist das Gargut medium; leuchtet sie rot, ist es durchgebraten – die passende Farbe fürs Hähnchen. Nach 15 Minuten ist es so weit. Ein Anschneiden des Fleischs zeigt: Der Optigrill hatte den Grillvorgang im Griff.
Grill-Praxis-Test Video abspielen

Jeder liebt gutes Essen, aber nicht jeder mag kochen. Tefals Optigrill will den anstrengenden Teil im Alleingang meistern. Ob’s klappt, sehen Sie im Video von eKitchen.

Der Optigrill im Geschmackstest

Und schmeckt das Fleisch denn auch? Kurz gesagt: ja. Das Hähnchen hat mich satt und zufrieden zurückgelassen. Auch anderes Fleisch lässt sich sehr einfach im Optigrill zubereiten – sogar mit „Nicht-Anbrenn-Garantie“: Ist die höchste Garstufe erreicht, schaltet das Gerät in den Warmhaltemodus. Sogar „Grillstreifen“, wie man sie vom Rost eines Holzkohle-Grills kennt, brennen die geriffelten Oberflächen des Optigrills ins Gargut. Die damit verbundenen Röstaromen könnten allerdings etwas intensiver herauskommen. Praxis-Tipp: Es hilft, den Optigrill für kurze Zeit per Hand vorsichtig zusammenzudrücken, um stärkere Grillstreifen zu bekommen.

Wo bleibt der Kochspaß?

Was ich als Kochbegeisterter beim Optigrill vermisse: den Kochspaß! Mir ist die Zubereitung eines Fleischstücks auf diese Weise zu langweilig. Für mich muss es brutzeln, es muss zischen. Für mich ist Kochen nicht nur das Ergebnis, sondern der ganze Weg dahin. All das geht bei der Zubereitung im Optigrill flöten. Schlecht ist der Optigrill deswegen nicht – und Kochgewohnheiten unterscheiden sich bekanntlich. Für weniger Kochbegeisterte ist das Gerät ideal!
Tefal Optigrill

Der Tefal-Kontaktgrill überzeugt durch einfache Bedienbarkeit.

Fazit

Der Tefal Optigrill entpuppte sich im Test als größter Konkurrent der Tiefkühlpizza – aufgrund der Einfachheit der Bedienung. Von Kochen ist hier fast keine Rede mehr. Alles geht kinderleicht: die Automatikprogramme im Zusammenspiel mit der Messung der Dicke, die Kontaktgrilltechnik, bei der das Gargut gleichzeitig von oben und unten gebraten wird, selbst die Reinigung, die schnell vonstatten geht. Der Optigrill begeistert durch seine ausgereifte Technik all jene, für die Kochen eher eine Last ist, für die auch Fleisch schnell und simpel zubereitet werden muss. Bei allen anderen, die Kochen als Herausforderung, als Sport und Hobby ansehen, wird er im Küchenschrank einstauben.
Philipp Weber

von

Freischaffender Journalist aus Hamburg. Mit Vorliebe für gutes Essen und clevere Technik. Tätig unter anderem für eKitchen und den Stern.

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