Voller Spezialitäten

Kaffeespezialist: Die Melitta Caffeo CI im Test

Mit der Caffeo CI bietet Kaffee-Experte Melitta einen Vollautomaten an, der durch besondere Features, einfache Bedienung und perfekte Ergebnisse punkten will. Ob das gelungen ist, hat eKitchen-Autor Gerald Sinschek ausprobiert.

Datum:
Melitta Caffeo CI

Mit individueller Programmierung: Der Kaffeevollautomat Caffeo CI von Melitta bietet viele Spezialitäten und zwei Bohnenkammern.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Exakt 2:40 Minuten kann man sich morgens nach dem Einschalten der Melitta Caffeo CI den Schlaf aus den Augen reiben, dann ist ein großer und individuell programmierter Latte Macchiato fertig und der Tag kann beginnen. Die allgemeine Bedienung, Systemeinstellungen und Programmierungen laufen bei diesem Gerät tatsächlich fast intuitiv ab. Klasse! Auch kleine und große Details wie die Rollen im Boden, der innen runde Milchbehälter oder der 2-Kammer-Bohnenbehälter gefallen mir sehr gut. Die Kaffeespezialitäten bereitet der Apparat schmackhaft und sehr ansehnlich zu. Top!

Pro

  • Einfache Bedienung
  • Schickes Design
  • Praktische und durchdachte Features

Kontra

  • Üppiger Preis

Melitta Caffeo CI

Mal ehrlich: Eine Kaffeespezialität aus dem Vollautomaten schmeckt doch fast immer besser als der Standard-Kaffee aus dem gemeinen Filterapparat, oder? Große Auswahl statt 08/15 – in nur einem Gerät. Da können die Espressokanne und der Milchaufschäumer getrost im Schrank und der Filter leer bleiben. Klar – so ein Vollautomatentrumm wie die Caffeo CI von Melitta kostet eine ordentliche Schippe Kohle (aktuell im Melitta-Shop 679 Euro), wiegt echt viel (9,6 Kilo) und braucht eine Menge Platz in der Küche (ca. 35x25x47 cm). Aber wenn diese drei Parameter nicht abschrecken, ist die Anschaffung eine Überlegung wert.

Eckdaten der Melitta Caffeo CI

Fast 10 Kilogramm wiegt der Vollautomat: Da muss man einen gut zugänglichen Dauerparkplatz in der Küche finden – denn trotz der sehr praktischen Rollen (!) im hinteren Gehäuseboden ist die Maschine nicht mal eben hervorgewuppt. Aber verstecken möchte den schicken Automaten wahrscheinlich ohnehin niemand. Schließlich sollen die Features täglich für Kaffeegenuss sorgen. Das Bedienfeld ist mit eindeutig bedruckten Direktwahl-Knöpfen für die verschiedenen Zubereitungsarten, einem kleinen Display und dem von Melitta sogenannten „Rotary Switch“ – Drehwahlschalter – aufgeräumt gestaltet. Im Menü lassen sich neben den diversen Pflege- und Systemprogrammen bis zu vier verschiedene Benutzerprofile für sämtliche Kaffeespezialitäten einstellen.

Galerie: Kaffeespezialist: Die Melitta Caffeo CI im Test

Links im Gehäuse ist der 1,8 Liter fassende und mit einem 50-Liter-Filter ausgerüstete Wassertank (mit Griff) integriert. Auf der Oberseite befindet sich der dicht gedeckelte 2-Kammer-Bohnenbehälter: Hier können je 135 Gramm Bohnen für unterschiedliche Spezialitäten (z.B. Normal- und Espresso-Bohnen) eingefüllt werden. Direkt davor liegt ein kleiner Pulverschacht für etwa koffeinfreien Kaffee und eine große Edelstahlfläche zum Tassenwärmen. Die Kaffee-, Wasser- und auch Milchausgabe erfolgt über einen höhenverstellbaren Auslauf, unter dem maximal 14 Zentimeter hohe Gläser oder Becher (ca. 300 ml) Platz finden. Angeschlossen an diesen Auslauf wird der einen Liter fassende eckige Milchbehälter, der zur einfachen Reinigung über abgerundete Ecken im Inneren verfügt. Übergelaufener Kaffee oder das heiße Wasser aus den Reinigungsprogrammen verschwindet in einer recht großen Tropfschale mit Schwimmeranzeige, in der ein ebenso üppig dimensionierter Tresterbehälter für das benutzte Kaffeepulver steht.
Rechts am Gehäuse liegt hinter einer eingeklickten Verkleidungsplatte ohne Scharnier die herausnehmbare Brüheinheit, die mit einem Pumpendruck von 15 bar arbeitet. Dafür und für das Heizelement zieht die Maschine bis zu 1.400 Watt. Das Stromkabel ist mit einem Meter nicht zu lang ausgefallen.

Her mit den Kaffeespezialitäten!

Bitte einmal alles: Der Espresso hat eine schöne, aber nicht zu dicke Crema-Schicht. Dabei ist mir die Standardeinstellung mit 50 ml definitiv zu hoch gewählt. Mehr als 30 ml muss ein kleiner Schwarzer meiner Meinung nach nicht haben – aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. Außerdem lässt sich die Bezugsmenge während der Ausgabe variieren. Mit ca. 50 °C ist der Wachmacher passabel temperiert. Der Café Crème (120 ml) kommt mit ca. 70 °C aus dem Auslauf. Das passt. Auch am Cappuccino gibt es nichts auszusetzen. Ebenso wenig am Latte Macchiato, der in der Werkseinstellung mit 180 ml Milch bzw. Milchschaum sowie 70 ml starkem Kaffee in das Glas läuft. Temperatur (80 °C), Schichtbildung und Milchschaumhaube sind tiptop. Dabei lassen sich unmittelbar vor der Getränkewahl per Knopfdruck sowohl die Kaffeestärke als auch die Ausgabemenge (1 oder 2 Getränke) wählen. Heißes Wasser gibt der Apparat mit ca. 80 °C aus. Purer Milchschaum, der schön luftig ist, aber (mit unserem gewählten Produkt) auch binnen zwei Minuten in sich zusammenfällt, kommt mit etwa 40 °C aus der Düse. Ein einfacher schwarzer Standard-Kaffee ohne Schnickschnack lässt sich natürlich auch aus dem Vollautomaten beziehen.
Wer es individueller möchte, programmiert sich seine eigenen Vorlieben hinsichtlich Menge, Temperatur und Stärke einfach selbst. Über die Taste „My Coffee“ ist das eigene Profil schnell erstellt und ausgewählt.

Melitta Caffeo CI

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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