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Tchibo Cafissimo Pocket im Test: Kaffeemaschine ohne Strom

Eine Kapselmaschine die ohne Strom funktioniert? Tchibo veröffentlicht mit der Cafissimo Pocket eine portable Kaffeemaschine, auf die einige Outdoor-Fans gewartet haben dürften.

Datum:
Tchibo Cafissimo Pocket

Die Tchibo Cafissimo Pocket funktioniert mit allen herkömmlichen Tchibo-Kaffeekapseln.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Die Tchibo Cafissimo Pocket ist als mobile Kapselmschine ohne Strom ein recht nischiges Produkt. Das Ergebnis des gepumpten Kaffees ist aber tadellos. Die Bedienung klappt nahezu selbsterklärend und der Abwasch im Nachgang ist schnell erledigt (trotz fehlender Spülmaschinentauglichkeit.) Für Outdoor-Fans, Camper oder Festival-Besucher, die nicht auf ihren Kapsel-Kaffee verzichten möchten, ist dieses Gerät eine sinnvolle Investition. Aber auch beim spontanen Picknick im Park könnte die Pocket ein praktischer Begleiter werden.
Tchibo Cafissimo Pocket Video abspielen

Die Tchibo Cafissimo Pocket brüht Kaffee ohne Strom. Das Video zeigt, ob das in der Praxis klappt.

Kapselmaschinen sind bei der Zubereitung verschiedener Espresso-Spezialitäten extrem komfortabel. Kapsel rein, Knopf drücken – fertig. Sie haben (neben dem zur genüge besprochenen Plastikmüll) aber einen großen Nachteil: ohne Steckdose in der Nähe bleibt nicht viel vom Espresso-Genuss. Besonders Camper, Reisende, Picknicker und sonstige Outdoor-Fans, die ihre tägliche Dosis Kaffee benötigen, dürfte dieser Umstand schon länger nerven. Kaffeeanbieter Tchibo verspricht Abhilfe und veröffentlicht mit dem Tchibo Cafissimo Pocket eine portable Kaffeekapselmaschine, die vollkommen ohne Strom auskommt. Zumindest, wenn das Wasser ohne Elektrizität auf Temperatur gebracht werden kann (beispielsweise mit einem Gaskocher.) Das Gerät ist lediglich 18 Centimeter lang und dürfte somit auf Reisen nicht weiter stören oder großartig Platz wegnehmen.

Tchibo Cafissimo Pocket: Erster Eindruck zur stromlosen Kaffeemaschine

Die Tchibo Cafissimo Pocket besteht aus vier Einzelteilen, die jeweils per Schraub- und Steckmechanik fest ineinandergreifen. Der Kunststoff aus dem die Kaffeemaschine für unterwegs gefertigt wurde fühlt sich robust an und die Einzelteile sitzen so, wie sie sollten. Hier wackelt oder quietscht nichts, der Hersteller hat ganze Arbeit geleistet. Auch der prinzipielle Aufbau der Maschine ist schnell zu verstehen und nachvollziebar, jedes Einzelteil erfüllt eine eigene Aufgabe. So ist die Tchibo Cafissimo Pocket aufgebaut.
  • Integrierter Trinkbecher: Der optische Anker dierser Kaffeekapselmaschine ohne Strom ist der farbenfrohe Trinkbecher. Dank Silikonüberzug liegt der solide isolierte Becher gut in der Hand.
  • Kapselhalter: Der kleinste Teil der Pocket ist der Kapselhalter. Die gewünschte Kapsel wird hier beim erneuten Zusammenschrauben der Maschine aufgestochen und so einsatzbereit für den Brühvorgang.
  • Pumpmechanismus: Dieser Teil ist wichtig für den Brühvorgang: die handbetriebene Pumpe fährt bei Bedarf aus dem Körper der Maschine und baut von hier aus nach mehrmaligem Pumpen den nötigen Druck zur Kaffeezubereitung auf.
  • Wasserbehälter: Kein Espresso ohne Wasser. Hier kommt das bereits kochende Wasser rein – die maximale Menge reicht genau für einen Espresso. Die Isolation ist stark genug, dass die Hitze des kochenden Wassers nach einiger Zeit zu spüren ist.
Cafissimo Pockjet

Die Cafissimo Pocket ist kompatibel mit allen Tchibo-Espressokapseln.

Funktionsweise im Check: So funktioniert die Tchibo Cafissimo Pocket

Auch ohne Strom ist die Zubereitung des Kaffees in der Maschine an sich vergleichsweise schnell. Prinzipiell ist der Kaffee – abgesehen vom Wasserkochen – in weniger als einer Minute im Espressoglas. Ein paar kleinere Schwierigkeiten macht die Zubereitung dennoch: der Wasserbehälter ist aufgrund der Gerätegröße recht klein, das Umfüllen der kochenden Flüssigkeit, beispielsweise aus einem Camping-Topf, erfordert Nerven aus Stahl. Das Zusammensetzen der Einzelteile funktioniert dann aber ohne Probleme. Schade: Auch wenn die Schraubverschlüsse fest ineinandergreifen, wäre ein eindeutiges Klicken und Einrasten an dieser Stelle befriedigender. Auch die Kapsel ist einfach und nahezu selbsterklärend eingesetzt, sie passt nur auf eine Art in das Gerät. Vorsicht: nicht manuell einstechen oder aufreißen, das könnte die Cafissimo Pocket beschädigen. Die handbetriebene Pumpe fährt per Drehregler aus der Maschine heraus – los geht’s. Nach Herstellerangaben erreicht diese mobile Kaffeemaschine einen Druck von bis zu 14 Bar – die elektronische Kapselmaschine daheim kommt in der Regel mit einem Wasserdruck von bis zu 19 Bar daher.
Tchibo Cafissimo

Espresso to go: der integrierte Becher macht es bei der Tchibo Cafissimo Pocket möglich.

Zubereitung des Kaffees und Geschmacks-Test

Die Tchibo Cafissimo Pocket ist durch ihre kleine und robuste Form für Reisen und Outdoor-Einsätze prädestiniert. Aber all das bringt nichts, wenn der Kaffee nicht schmeckt. Der Maßstab ist hier das Aroma eines Kapselkaffees aus einer elektrischen Maschine – einige Espresso-Kenner dürften bei diesen Produkten so oder so die Nase rümpfen. Also los: kochendes Wasser und die gewünschte Kapsel sind schnell in der Cafissimo Pocket platziert, jetzt wird gepumpt. Bei den ersten zehn bis 15 recht schwergängigen Pumpbewegungen baut sich der Druck auf, hier passiert noch nichts. Doch dann fließt der Kaffee – teilweise etwas spritzend – aus der dafür vorgesehenen Öffnung. Die Menge geht für einen Espresso noch in Ordnung, es bleibt aber anfänglich viel Wasser in der Kapsel und auch im Gehäuse zurück. Späteres Nachpumpen befördert auch später noch Flüssigkeit aus der Maschine. Hier sollte man achtsam sein, dass wirklich alle Flüssigkeiten herausgepumpt worden sind. Geschmacklich kann man aber nicht meckern: Der Kaffee (im Test: Cafissimo Espresso Brasil und die „Intensiv”-Variante) kommt aromatisch an den gewohnten Geschmack aus der elektronischen Maschine heran und hinterlässt ein angenehmes Mundgefühl. Allerdings dürfte der Kaffee etwas heißer sein: Auch wenn kochendes Wasser zum Einsatz kommt, kühlt sich die Flüssigkeit hier schnell ab. Aber das ist eigentlich gar nicht so schlecht, schließlich sollte man Kaffee immer fünf Minuten abkühlen lassen.

Reinigung der Tchibo Cafissimo Pocket

Die Reinigung der Tchibo Espresso ist relativ einfach und auch unterwegs gut durchzuführen. Wenn Sie darauf achten, dass wirklich jegliche überschüssige Flüssigkeit aus der Maschine gepumpt wurde, lässt sie sich mit klarem Wasser gut abspülen. Schade: Kein Teil des Geräts ist spülmaschinengeeignet, es darf also ausschließlich per Hand geschrubbt werden. Auch nach der Reinigung soll die Pocket übrigens nicht dirket zusammengeschraubt werden – sonst droht Schimmel.

Tchibo Cafissimo Pocket: Preis und Verfügbarkeit

Tchibo nimmt die Cafissimo Pocket zum 21. Mai 2018 ins Angebot auf. Die Kosten für die stromlose Kaffeemaschine liegen bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 29,95 Euro.

Tchibo Cafissimo