Für Kaffeeliebhaber

Perfekter Mahlgrad: Kaffeemühle Graef CM 800 im Test

Geröstete Kaffeebohnen selber zu mahlen geht über den gemeinen Kaffeekonsum deutlich hinaus. Ob die Graef CM 800 dafür ein gutes Werkzeug ist, hat ekitchen-Autor Gerald Sinschek getestet.

Datum:
Graef CM 800 mit Kaffeebohnen

Über 40 verschiedene Mahlgrade lassen sich mit der Kaffeemühle Graef CM 800 realisieren.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Für den ambitionierten Mahlgrad-Experimenteur und Liebhaber aller Kaffeearten bleiben kaum Wünsche offen: Die schicke Kaffeemühle Graef CM 800 macht einen sehr robusten Eindruck und überzeugt nicht zuletzt durch das Edelstahl-Kegelmahlwerk mit guter Ausstattung und einfacher Handhabe. Wenn sich jetzt noch die Mahlmenge vorwählen ließe, wäre alles perfekt.

Pro

  • Kegelmahlwerk aus Edelstahl
  • Sehr feine Justierung möglich
  • Leise

Kontra

  • Mahlmenge nicht vorwählbar

Graef CM 800

Direkt vor der Zubereitung gemahlen bringen geröstete Kaffeebohne ihre Aromen am besten in die Tasse. Doch passt der Mahlgrad nicht zur vorgesehenen Zubereitungsmethode und damit zur jeweiligen Zeitdauer, in der das heiße Wasser genau die richtige Menge Inhaltsstoffe aus dem Kaffee extrahiert, ist der Genuss dahin. Je nachdem, ob ein schneller Espresso, ein Maschinen- oder Frenchpress-Kaffee geplant ist muss der Mahlgrad genau darauf abgestimmt sein: Das Espressomehl sollte sehr fein gemahlen werden, das Kaffeemehl für die Maschine mittel und für die Stempelkanne eher grob. Die Kaffeemühle Graef CM 800 (UVP 129 Euro) soll für jeden Geschmack und Einsatzzweck den richtigen Grad mahlen können.

Technische Features der Graef CM 800

Wer aus dem Genuss eine Kunst machen will, hat mit der Kaffeemühle CM 800 von Graef ein passendes Küchengerät zur Hand: 40 verschiedene Mahlgradeinstellungen lassen sich am Mahlkranz vorwählen, direkt am Mahlwerk sind weitere Voreinstellungen mit wenigen Handgriffen möglich. So lassen sich die bis zu 350 Gramm Kaffeebohnen im Behälter mit Schiebeverschluss immer perfekt zerkleinern.
Gestartet wird der Mahlvorgang direkt über den On/Off-Schalter an der rechten Gehäuseseite oder über die Vorwahl „Auto“. Dann beginnt das Mahlwerk mit seinen Rotationen, sobald der verschließbare und knapp 100 Gramm fassende Kaffeemehlbehälter an einen kleinen Kontaktschalter gedrückt wird. Wahlweise lassen sich an dieser Stelle auch zwei Siebträgerhalter mit den Durchmessern 60 oder 70 Millimeter einstecken. So rieselt das frische Kaffeemehl direkt hinein. Versteckt unter dem schicken Aluminiumgehäuse werkelt ein Edelstahlmahlwerk in Kegelform, fünf Schaufelräder aus Alu transportieren das Mehl gleichmäßig zum Auswurf.

Galerie: Perfekt gemahlen: Kaffeemühle Graef CM 800 im Test

An der Rückseite knapp unterhalb des Mahlkranzes befindet sich ein Schalter, mit dem der obere Mahlkranz zur Reinigung entriegelt und abgenommen wird. Mit 128 Watt Leistung treibt der Motor das Mahlwerk an, das Stromkabel ist mit rund 90 Zentimeter gut bemessen. Für die regelmäßige und gründliche Reinigung liegt ein kleiner Kunststoffpinsel bei.

Mahlen und Reinigen

Die Möglichkeiten, mit dieser Maschine exakt den individuell gewünschten Mahlgrad zu treffen sind perfekt. Wir probieren das Mahlergebnis in Stufe 0 (sehr fein), Stufe 20 (Mittel) und Stufe 40 (grob) bei unveränderter Grundposition des Mahlwerkes. Die Unterschiede sind markant und mit dem bloßen Auge gut zu erkennen. Im Betrieb arbeitet die knapp 40 Zentimeter hohe Graef CM 800 sehr leise und relativ langsam. Beides ist angenehm und nützlich, da weder schlafende Mitbewohner ein paar Zimmer weiter oder in der oberen Etage unsanft geweckt werden, noch der Kaffee durch zu hohe Drehzahlen quasi nachgeröstet wird. Das zeigt sich auch im Geschmackstest.
Der Druckschalter arbeitet zuverlässig, die Deckel von Kaffeebohnen- und Mehlbehälter schließen gut. Der kleine Kunststoffpinsel ist praktisch und unverzichtbar: Mahlwerk, Mahlkranz und Auswurf sollten regelmäßig ausgepinselt werden, damit das Mehl auf Dauer durch die Luftfeuchtigkeit nicht verklebt.

Graef CM 800

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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