Kaffee to go

Mojoe: Kaffee zum unterwegs Aufbrühen

Kaffee zum Mitnehmen war immer nur die halbe Story: Aufbrühen musste man ihn schon stationär, um ihn dann mitnehmen zu können. Ein junge, pfiffige US-Firma möchte das ändern.

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Mojoe Kaffemaschine

Mojoe Kaffee- und Teekocher für unterwegs.

Wasser, Zucker, Milch, Kaffee oder Tee in den Behälter, auf den Knopf drücken und fertig ist das Getränk. Es handelt sich um nichts anderes als eine mobile Tee- und Kaffeemaschine in einem Gehäuse, das zugleich als Trinkbecher dient. Das Aufkochen geschieht über eine wiederaufladbare Batterie oder einen beliebigen Stromanschluss (auch im Auto).
Aufbau des mobilen Mojoe-Kochers

Aufbau des mobilen Mojoe-Kochers.

Der Grundaufbau ist relativ simpel: Das Wasser heizt in einem druckfesten Behältnis mittels eines Hitzestabs auf rund 193 Grad auf. Der entstehende Dampf wird über ein Steigrohr durch den Kaffeebehälter gepresst, der anschließend als Kaffeeflüssigkeit in einem Doppelwandbehälter landet. Auf der Facebook-Seite des Herstellers findet sich dazu ein gut verständliches Video.
Die Macher haben sich das – wie mittlerweile für solche Ideen fast schon üblich – über Finanzierungsplattformen wie Kickstarter und Indiegogo von überzeugten Nutzern finanzieren lassen. Die mobile Kaffee- und Teemaschine soll ab Januar 2016 lieferbar sein. Gut Ding will Weile haben? Das könnte man auch hier sagen. Immerhin wird seit 2014 versucht, das Produkt endlich auf die Straße zu bringen. Da darf man sich gerne fragen, woran es solange hing? Natürlich finden sich dazu auf der Firmenseite keine Berichte darüber wieder. Schade!
Hat das Produkt Erfolg? Gut möglich, wenn es das hält, was es verspricht. Auch wenn man Kaffee oder Tee eigentlich in Ruhe genießen soll. Machen wir uns also nichts vor, dass die vielen Kaffee- und Teestresser davon nichts wissen möchten. Wir sprechen von Genuss in Ruhe. Da kommt dieses „Stressbeförderungsgerät” genau recht und interessiert mit Sicherheit all die gestressten Kunden. Wenn der Preis dann wenigstens nicht stresst, ist alles im besten Stressgenuss.

Warmhalten versus Aufbrühen

Immerhin hat es ein Wettbewerber mit der nahezu gleichen Idee schneller geschafft, einen Preis zu fixen: Embertech will inklusive Versand 169 US-Dollar. Halt! Embertech hat die Idee einen Schritt zurückgedacht: Wie halte ich dauerhaft meinen Kaffee auf der idealen Trinktemperatur von rund 50 Grad, die der Nutzer sogar einstellen kann? Sprich, die haben auf das Aufbrühen des Kaffees verzichtet und sich lediglich auf das Warmhalten konzentriert. Siehe da, die Idee wurde mit einer ungleich höheren Summe auf Indiegogo finanziert: 333.000 US-Dollar versus die knapp über 50.000 US-Dollar von Mojoe lassen darauf hindeuten, dass die Nutzer mit den Füßen deutlich pro Embertech abgestimmt haben. Aber auch hier gilt: Man möchte im April 2016 lieferbereit sein. Wenn wir eines bei diesen Projekten wissen: Es dauert länger, als es der Optimismus der Macher zulässt.
Robert Basic

von

Seine Passion sind Menschen, sein Antrieb ist die Neugier.

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