Himmlisches Dessert

Die berühmtesten Gerichte der Welt: Pfirsich Melba

Benannt nach einer weltberühmten Opernsängerin und kreiert von einem wohl noch berühmteren Küchenchef: Pfirsich Melba. Auch über 100 Jahre nach der ersten Zubereitung ein herrlich fruchtig-süßes Dessert.

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Pfirsich Melba

Pfirsich Melba gehört zu den bekanntesten Desserts aus aller Welt.

Im 19. Jahrhundert hatte die Stimme einer besonders talentierten Opernsängerin die Menschen verzaubert: Helen Porter Mitchells oder auch, wie sie sich nannte, „Nelli Melbas“ (ihr Heimatort war Melbourne) Stimme erklang, auch dank der zeitnahen Erfindung der Schallplatte, auf der ganzen Welt. Auf ihren Reisen durch die Opernhäuser der damaligen Zeit verbrachte die junge Frau sehr viele Nächte in den verschiedensten Hotels. So auch in den Jahren 1892-1893 in dem Londoner Hotel Savoy. Zu jener Zeit war kein anderer als der auch heute noch berühmte Auguste Escoffier, der mit seinen schlichten, aber nicht minder köstlichen Gerichten Weltruhm erlangte und die gehobene Küche revolutionierte, Küchenchef im berühmten Hotel. Zur Premiere des Opernstücks „Lohengrin“, in dem Melba die Hauptrolle hatte, soll sich der „König der Köche“ ein besonderes Gericht ausgedacht und der Sängerin serviert haben. Das Dessert wurde damals in einem Schwan aus Eis geschnitzt serviert – was heutzutage die wenigsten Köche imitieren. Die Reaktion der Diva ist bei den folgenden Geschichten gleich: Sie war schlicht begeistert vom Aussehen und Geschmack des fruchtigen Desserts. Wie es nun aber zum Namen kam, da trennen sich die Erzählungen. Eine Geschichte sagt, dass Escoffier von vornherein das Gericht „Pfirsich Melba“ getauft haben soll und die Sängerin darum bat, den Namen verwenden zu dürfen. Dass Sie dieser Bitte nachkam war, wenn man den Erzählungen über die junge Frau glauben mag, keine Selbstverständlichkeit. Zwar gehörte es zu jener Zeit, gerade unter Adeligen und reichen Persönlichkeiten, zu den begehrenswerten Zielen, dass man ein Gericht nach ihnen benennt, Melba sagt man allerdings nach, dass sie besonders exentrisch und wählerisch gewesen sein soll. Andere Geschichten erzählen es genau andersherum: So angetan soll sie von dem Dessert gewesen sein, dass sie es war, die darum bat, man möge das Gericht nach ihr benennen. Wer nun wen bat, kann nun freilich nicht mehr nachvollzogen werden, heutzutage ist „Pfirsich Melba“ allerdings überall auf der Welt bekannt. Übrigens: Was nun auch die Entstehungsgeschichte gewesen sein mag, noch heute ist die Farbe „Melba“ gleichbedeutend mit der Farbe reifer Pfirsiche.

Zutaten für 4 Portionen

300

Gramm

Himbeeren

75

Gramm

Puderzucker

etwas Himbeergeist

2

reife, saftige Pfirsiche

1

Liter

Weißwein

2

Esslöffel

Zucker

4

dicke Kugeln Vanille-Eiscreme

Für die Dekoration: 1/8 Liter geschlagene Sahne

Zubereitung

Stellen Sie zuallererst 4 Sektkelche (Sie können bei Bedarf auch andere Behälter nehmen) kalt. Geben Sie dann die Himbeeren in eine Schale (Sie sollten die Beeren möglichst nicht waschen). Pürieren Sie diese dann anschließend und streichen sie danach durch ein Sieb. Verrühren Sie nun das so entstandene Himbeermark in einer Schale mit Puderzucker und geben Sie, je nach Geschmack, etwas Himbeergeist hinzu. Erhitzen Sie nun Wasser in einem Topf bis dieses kocht und blanchieren Sie darin die Pfirsiche. Anschließend in kaltem Wasser abschrecken, enthäuten, halbieren und jeweils den Kern entfernen. Danach geben Sie den Weißwein in einen Topf und kochen diesen zusammen mit etwas Zucker auf. Geben Sie dann die Pfirsichhälften für zwei Minuten hinein (zuvor die Hitze herunterstellen, die Pfirsiche sollten nicht in kochendem Weißwein schwimmen). Nehmen Sie anschließend die Pfirsiche wieder aus dem Sud heraus und stellen sie kalt. Kurz vor dem Servieren setzen Sie je eine große Eiscremekugel in die vorgekühlten Sektkelche (oder dem Behältnis Ihrer Wahl), anschließend je eine Pfirsichhälft mit der Rundung nach unten obendrauf und decken das Ganze mit dem Himbeermark ab. Nun noch ein dickes Sahnehäubchen obendrauf spritzen. Bei Bedarf können Sie das Dessert nun noch entweder mit gehackten Pistazienkernen oder Mandelsplittern dekorieren.

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