Was für ein Schmarrn!

Die berühmtesten Gerichte der Welt: Kaiserschmarrn

Ein Gericht, dass eines Kaisers würdig wäre – oder vielleicht auch nicht? Hinter dem Ursprung des Kaiserschmarrns ranken sich viele Legenden. Bis heute zählt er zu den bekanntesten und beliebtesten Süßspeisen Österreichs.

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kaiserschmarrn

Leckere Süßigkeit: die österreichische Delikatesse Kaiserschmarrn.

Der „Schmarrn“ bezeichnet (zumeist süße) Mehlspeisen der österreichischen (auch bayerischen) Küche. Der Kaiserschmarrn ist eine Variante davon, doch wie ist das Gericht entstanden? Wie bei vielen alten Gerichten, gibt es auch zum Kaiserschmarrn einige Legenden. Eine davon besagt, dass der Pâtissier am Hofe von Franz Joseph I. und der Kaiserin Elisabeth („Sissi“) der auf Ihre Linie sehr bedachten Kaiserin ein besonders leichtes Dessert servieren wollte. Das schmeckte der jungen Kaiserin allerdings so gar nicht – woraufhin Franz gesagt haben soll „Na geb' er mir halt den Schmarren her, den unser Leopold da wieder z'sammenkocht hat“ und kurzerhand das Dessert verspeiste. Eine ähnliche Geschichte besagt, dass das Gericht ursprünglich für die Kaiserin gedacht war und daher auch den Namen „Kaiserinnenschmarrn“ trug, dem Kaiser aber sehr viel besser mundete, weswegen es kurzerhand umbenannt wurde. Vielleicht hat das Gericht aber auch seinen Ursprung in einer österreichischen Berghütte: Bei einem Unwetter suchte der Kaiser Zuflucht in eben so einer Hütte. Der „Kaser“ (was so viel wie „Hirt“ bedeutet) der Hütte servierte ihm daraufhin eine besonders verfeinerte Version seines „Kaserschmarrns“. Der Kaiser war so angetan von dem Gericht, dass er es zum „Kaiserschmarrn“ umtaufte. Einer letzten Geschichte nach, soll dem Koch am Hofe der Palatschinken misslungen sein – als das Hofpersonal das Gericht sah, sollen sie es mit den Worten es sei „Schmarrn, der dem Kaiser nicht zu servieren ist“ selbst verspeist haben. Machen Sie es wie Franz Joseph I. (und dessen Hofpersonal) und gönnen Sie sich und Ihren Gästen ein kaiserliches Festmahl.

Zutaten für 4 Portionen

3

Eier

500

ml

Milch

1

Teelöffel

Zucker

1

Prise/n

Salz

350

Gramm

griffiges Mehl (z.B. Wiener Grießler)

1

Esslöffel

Rosinen (bei Bedarf)

1

Schuss

kohlesäurehaltiges Mineralwasser

30

Gramm

Butter (oder Margarine)

Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung

Trennen Sie zunächst das Eigelb vom Eiklar und geben Sie Milch anschließend zusammen mit dem Eigelb, Zucker und Salz in eine Rührschüssel und schlagen das Ganze kräftig mit dem Schneebesen. Streuen Sie nun unter ständigem Rühren das Mehl ein, bis die Masse dickflüssig ist. Nun vorsichtig die Rosinen einrühren. Geben Sie dann einen Schuss Mineralwasser hinzu, damit die Masse (und letztlich der Kaiserschmarrn) lockerer wird. Nun das Eiklar zu steifem Schnee schlagen und vorsichtig unter die Masse heben. Schmelzen Sie anschließend Butter (bzw. Margarine) in einer Pfanne und leeren Sie die Schneemasse hinein. Nun bei mittlerer Hitze auf der Unterseite fest werden lassen. Dann mit einem Kochlöffel, bzw. einem Pfannenwender teilen und wenden. Zerreißen Sie nun die Masse mit zwei Gabeln (vorsichtig, nicht die Pfanne dabei beschädigen). Wenden Sie den Schmarn nun immer mal wieder, achten Sie dabei darauf, dass Sie die Stücke nicht quetschen. Wenn er fertig ist, geben Sie ihn auf die Teller und streuen Puderzucker darüber. Gut dazu passt zum Beispiel Apfelkompott.

Brat- und Universalpfannen

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