Französische Suppe

Die berühmtesten Gerichte der Welt: Crème Dubarry

Benannt nach einer Adligen, die eigentlich keine war, ist die Crème Dubarry auch heute noch eine gern gesehene Vorspeise. Damals war der verwendete Blumenkohl eine Seltenheit in Frankreich – und blieb stets als Suppe Teil der Haute Cuisine.

Datum:
Crème Dubarry

Gehört der Blumenkohl heutzutage eher nicht zum exotischen Gemüse, ist die Crème Dubarry doch trotzdem bis heute eine Köstlichkeit.

Am 19. August 1743 wurde die unehelich gezeugte Marie-Jeanne in ärmlichen Verhältnissen im kleinen Dorf Vaucouleurs geboren. Damals konnte wohl niemand, am wenigsten sie, ahnen, dass das charmante Mädchen eines Tages eigene Wohnräume im Schloss Versailles besitzen würde. Ihrem Charme und ihrer Schönheit verdankte sie es auch, dass sie dem damaligen Grafen, Jean-Baptiste du Barry, auffiel. Dieser erhoffte sich, seinen Einfluss am Hof des Königs Ludwig XV zu vergrößern, indem er ihm das Mädchen als Mätresse vorstellte. Da sie jedoch nicht Teil des Adels war, musste der Graf einen kleinen Umweg vornehmen: Er fälschte ihre Geburtsurkunde, verheiratete sie mit seinem Bruder und machte sie somit zu einer Adligen, die er dem König präsentierte. Dieser war nach kurzer Zeit schon von ihr hingerissen und sprach ihr die erwähnten Räumlichkeiten seines Palastes zu. Am Hof selbst wurde sie jedoch aufgrund ihrer „niederen“ Herkunft nie als Teil des Adels akzeptiert, worunter sie sehr zu leiden hatte. Doch wie wurde Marie-Jeanne du Barry nun die Namensgeberin der feinen Suppe? Um seiner neuen Mätresse einen angemessenen Empfang zu bieten, verlangte der König von seinen Köchen eine besonders köstliche Speise. Zu jener Zeit überschlugen sich die Köche Frankreichs mit immer exotischeren und ausgefalleneren Gerichten, weswegen natürlich die Köche des Königs besonders unter Druck standen. Noch mehr sogar, da die junge Dame ausgerechnet im tiefen Winter ins Schloss einziehen musste – so dass die Vorratskammern nahezu leer waren. Aus den wenigen Zutaten, die ihnen noch zur Verfügung standen, entstand eine Blumenkohlsuppe. Schlicht im Aussehen, mussten die Köche das Schlimmste befürchten, als die Suppe der jungen Dame serviert wurde. Überraschenderweise war Marie-Jeanne jedoch hellauf begeistert (was wahrscheinlich auch mit ihrem bürgerlichen Hintergrund zu tun hatte – Blumenkohl war damals eine Seltenheit und hatte sicherlich den Gaumen der jungen Dame noch nie zuvor berührt). Fortan war das Gericht zu ihrer Leibspeise ernannt und sie verbrachte noch einige Jahre als Adelige – bis zum Beginn der französischen Revolution, die ihr und vielen weiteren Adeligen den Kopf kosteten.

Zutaten für 4 Portionen

1

mittelgroßer Blumenkohl/e

1

mittelgroße Speisezwiebel/n

1

Esslöffel

Butter

2

Esslöffel

Mehl

1/4

Liter

Hühnerbrühe

1/4

Liter

Vollmilch

3

Esslöffel

Sahne

etwas Salz und Pfeffer

1

Prise/n

frisch geriebener Muskat

etwas frisch gepresster Zitronensaft

Schnittlauch zum Dekorieren (bei Bedarf)

Zubereitung

Putzen Sie zunächst den Blumenkohl und zerteilen ihn anschließend in kleine Röschen. Schälen Sie nun im nächsten Schritt die Zwiebel und schneiden Sie diese in feine Würfel. Schmelzen Sie im nächsten Schritt die Butter in einem großen Topf und geben die Zwiebeln hinzu. Lassen Sie die Zwiebeln kurz anschwitzen und bestäuben Sie diese anschließend mit Mehl, nun auch das Mehl anschwitzen, aber nicht bräunen lassen. Löschen Sie das Ganze mit heißer Hühnerbrühe und der Milch ab und fügen Sie nun den Blumenkohl und den Muskat hinzu. Lassen Sie alles für ungefähr 10 Minuten kochen, bis der Blumenkohl weich ist. Nun pürieren Sie den Inhalt des Topfes zu einer feinen Suppe, fügen die Sahne hinzu und würzen mit Salz und Pfeffer nach. Nun noch mit etwas Muskat und Zitronensaft abschmecken und aufschlagen, bis die Suppe schaumig ist und sich Bläschen bilden. Abschließend die Suppe in tiefe Teller gießen und bei Bedarf mit etwas Schnittlauch garnieren.

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