Verdammtes Fast Food!

Warum ich Fast Food esse, obwohl es ungesund ist

Fast Food ist eine Krux. Es ist fettig, voller Geschmacksverstärker und Zucker. Aber es ist auch so lecker. Warum essen wir Fast Food, wenn wir uns andererseits immer gesünder ernähren? Alexander Scherb versucht, diese Gegensätze zu erklären.

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Warum Fast Food ungesund ist, wir es aber trotzdem essen

Auch wenn es ungesund ist, manchmal muss ein fettiger Burger sein. Alexander Scherb erklärt, warum das so ist.

Wenn ich Ihnen jetzt sage, dass Sie an ein Fast-Food-Restaurant denken sollen, an welches denken Sie? Höchstwahrscheinlich an McDonald's oder? Der Burger-Gigant ist mit Abstand die größte und bekannteste Kette der Welt. Täglich besuchen über 64 Millionen Menschen McDonald's weltweit. Drei Millionen davon in Deutschland. Dabei stehen McDonald's und auch Burger King im krassen Gegensatz zur bewussten Ernährung, welche seit einigen Jahren in Deutschland immer bedeutender wird. Wie passen diese unterschiedlichen Ernährungsweisen zueinander? Ich habe mich an einen Erklärungsansatz versucht.

Unser Ernährungsbewusstsein verändert sich

Gesund kochen liegt im Trend. Ob Superfood wie Chia-Samen und Quinoa oder die alternative Küche mit veganen und kalorienarmen Lebensmitteln: noch nie war den Menschen in Deutschland eine bewusste Ernährung so wichtig wie heute. Und das ist auch gut so. Für eine besonders gesunde Küche sind die Deutschen bisher nicht bekannt. Schwere Soßen, fettiges Fleisch und deftige Beilagen machen aus den klassischen Rezepten doch sehr reichhaltige Mahlzeiten.
Natürlich ist den meisten Menschen heutzutage bewusst, dass sie etwas an ihrer Ernährung ändern müssen. Der Arbeitsalltag zwingt uns einfach dazu. Wer neun Stunden täglich vor dem Rechner sitzt und das fünf Tage die Woche, nimmt bei den Gerichten von Omi schneller zu, als er "fettfrei" sagen kann. Also muss eine kalorienarme Alternative her. Gut, dass die Lebensmittelindustrie immer ein Auge auf uns Konsumenten hat. Mittlerweile gibt es selbst im herkömmlichen Supermarkt genügend gesunde Alternativen.
Sicherlich kommen noch viele weitere Aspekte bei der Ernährungsfrage hinzu. Erhöhtes Bewusstsein, woher unsere Lebensmittel kommen, dürfte ein Punkt sein. Immer mehr Menschen möchten einfach kein Schnitzel eines mit Antibiotika vollgepumpten Mastschweins auf dem Teller haben. Oder Zucker in Lebensmitteln, in denen er gar nichts zu suchen hat. Dieses Bewusstsein ist zwar schon weit verbreitet, kommt aber gerade erst in der Mitte der Gesellschaft an.

Galerie: Die fettesten Produkte bei McDonald’s

Warum essen wir dann trotzdem Fast Food?

Bei solch einem gesteigerten Ernährungsbewusstsein ist es verwunderlich, dass Fast-Food-Ketten wie McDonald's und Burger King immer noch so viel Umsatz machen. Woher kommt das? Ich denke, dass viele Menschen trotz ihres Wissens zu McDonald's gehen. Manchmal muss es eben schnell gehen. Wir leben in einer sich immer schneller drehenden Welt, in der man auch mal flott einen Burger einschieben muss.
Und eines muss ich auch zugeben. Die Burger bei McDonald's sind schnell zu kriegen und genauso schnell verzehrt. Kauen muss man nicht großartig und satt machen sie lange genug, bis ich die Zeit finde, etwas Vernünftiges zu essen. Es ist also hauptsächlich die Zeit, die mich immer wieder in diese "Restaurants" treibt. Und tatsächlich, es sind gerade die schnellen Burger wie Cheese- und Hamburger, die am meisten verkauft werden. Die Special-Burger (und damit die teureren) sind hingegen oftmals Ladenhüter.
Warum Fast Food ungesund ist, wir es aber trotzdem essen

Noch immer einer der meist verkauften Burger der Welt: Der Cheeseburger von McDonald's.

Ich erwarte ja auch nicht den mit Liebe zubereiteten Burger, den man in den mittlerweile zahlreichen Burger-Restaurants bekommt. Und für diese schnelle Zubereitung schmecken die Dinger dann doch sehr gut. Trotzdem sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass McDonald's & Co. mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen haben. Nicht umsonst versuchte der Fast-Food-Riese in der Vergangenheit mit einem Farbwechsel des Logos von Rot zu Grün und der Aufnahme von Salaten ins Sortiment seinem schlechten Image entgegenzuwirken.
Ganz aussterben werden Fast-Food-Ketten wohl nie. Dafür sind sie einfach schon zu stark mit unserer Kultur verflochten. Ich denke allerdings, dass Unternehmen wie McDonald's in Zukunft die Gürtel enger schnallen müssen. Konsumenten werden in den nächsten Jahren noch viel bewusster in diese "Restaurants" gehen. Und es spricht ja auch nichts gegen einen schnellen Burger ab und zu. Die dicken Zeiten der Unternehmen sind aber meiner Meinung nach zumindest bei uns in Deutschland vorbei. Und auch das ist gut so.

Galerie: Die magersten Produkte bei McDonald’s

Kochbücher für leckeres Fast Food

Alexander Scherb

von

Technik, Lifestyle und Natur sind meine Leidenschaften. Am besten in Kombination.

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