Serie "Frisch vom Markt"

Spargel: Gesundheit von der Stange genießen

Ob in Weiß, Grün oder Violett – Spargel gilt als König der Gemüse. Er hat Saison von Ende April bis Mitte Juni. Dabei ist die schlanke Stange nicht nur eine Delikatesse, sondern auch noch sehr gesund.

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Die weißen Stangen haben einen zarten Geschmack. Die grünen schmecken würziger und brauchen kaum geschält zu werden.

Spargel besteht zu über 90 Prozent aus Wasser und liefert pro Kilogramm gerade mal 150 Kalorien. Wer sich also gern figurbewusst satt essen möchte, der findet im Spargel einen guten Unterstützer.
Das Frühlingsgemüse steckt zudem voller gesunder Mineralien und Vitamine. Es enthält hauptsächlich den Mineralstoff Kalium, der den Blutdruck senken kann und die Funktion der Nervenreizleitung unterstützt. Spargel liefert den Knochen- und Zahnbaustein Kalzium, außerdem Phosphor, das den Transport, die Speicherung und Verwertung von Energie im Körper verbessert.
Als besonderen Stoff enthält Spargel Asparaginsäure. Sie regt die Nierenfunktion an und wirkt entwässernd. Auch mit Vitaminen ist Spargel gut ausgestattet: Er liefert Vitamin A, das wichtig ist für unsere Sehfähigkeit, Vitamin E, das unser Nervensystem unterstützt und das seltene Vitamin K, das zur Blutbildung beiträgt.

Für Gichtpatienten ist Spargel Gift

Menschen, die an Gicht leiden, verbannen Spargel besser von ihrem Teller. Schlimmstenfalls lösen nämlich die enthaltenen Purine, die der Körper zu Harnsäure umwandelt, einen Gichtanfall aus. Den speziellen Geruch des Urins nach einer Spargelmahlzeit lösen vermutlich verschiedene schwefelhaltige Substanzen aus. Er ist nicht bedenklich.

Weißer, grüner oder violetter Spargel ist Geschmacksache

Zu welcher Spargelsorte Sie greifen, das ist letztlich Geschmacksache. Weißer Spargel wächst gänzlich unter der Erde und sieht bis zur Ernte kein Sonnenlicht. Er schmeckt besonders mild. Sein grüner Verwandter wächst überirdisch. Er ist würziger und schmeckt ungeschält hervorrragend. Der violette Spargel gilt in Frankreich als Delikatesse. Er schmeckt kräftig nussig mit einer bitteren Note. Der Gehalt der Mineralien und Vitamine hängt zwar davon ab, ob die Stangen vor der Ernte Licht sehen. Die Unterschiede sind aber nicht sehr groß.

Darauf achten Sie beim Spargelkauf

Das Wichtigste beim Spargel ist, dass das Stangengemüse gerade erst geerntet worden ist. Seine Frische erkennen Sie an folgenden Merkmalen:
- Die Stangen glänzen seidig, es zeigen sich keine braunen Stellen oder gar Falten.
- Es quietscht, wenn die Stangen aneinander reiben.
- Er duftet angenehm.
- Die Enden sind feucht, keinesfalls ausgefranst und holzig.
- Die Köpfe sind geschlossen.
- Keine in Plastik verpackte Ware kaufen.

Spargel schonend garen

Bei vielen Rezepten garen Sie den Spargel zuerst sanft in Salzwasser. Die Stangen zunächst gründlich waschen, dann von oben bis zu den Enden großzügig schälen. Den Kopf aussparen. Am besten mit einem Spar- oder Kartoffelschäler arbeiten. Die Enden mit einem Messer abschneiden. Die Spargelstangen mit Küchengarn portionsweise zusammenbinden. Die Spargelschalen und Endstücke erst einmal mit Salz zu einem Sud auskochen. Die Spargelpäckchen dann ins kochende Wasser stellen. Die Anschaffung eines Spargeltopfs mit Siebeinsatz lohnt sich wirklich, damit die Spargelköpfe sanft im Dampf garen. Ein ausreichend großer Topf geht notfalls auch. Spargel etwa 15 bis 20 Minuten in den Spargelsud stellen oder legen und bei kleinerer Hitze garen. Die genaue Zeit hängt vom Durchmesser der Stangen ab.

Spargel mit Butter, mit Vinaigrette oder Schinken

Für viele der reinste Genuss: Spargel aus dem Sud heben, abtropfen lassen und einfach mit zerlassener Butter servieren. Als Salat schmeckt er wunderbar in einer Vinaigrette mit frischen Kräutern. Als Hauptgericht den Spargel in gekochten Schinken und einen Pfannkuchen wickeln.

WMF Spargeltopf

Katrin Hoerner

von

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