Die umweltbewusste Küche

Klimafreundlich: Wie können Sie nachhaltig kochen?

Klimafreundliches Kochen fängt weit vor dem Herd an. Mit wenigen Schritten können Sie Umwelt und Gesundheit schonen sowie Nachhaltigkeit fördern. eKitchen zeigt Ihnen Situationen, an die Sie vielleicht noch nicht gedacht haben.

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Hänger mit Schild

Direkt beim Erzeuger zu kaufen ist der erste Schritt, um nachhaltig zu kochen.

Sie möchten ein umweltbewusstes Leben führen und auch in Haushalt und Küche auf nachhaltiges Kochen und schonende Ressourcennutzung achten? Dann haben Sie sicher die ersten Schritte zu einer optimalen Umsetzung längst unternommen. Sie kaufen Bio–Produkte und unterstützen regionale Bauern. Sie fahren mit der Familie in die Stadt auf den Wochenmarkt und schärfen schon das Bewusstsein Ihrer Kinder für hiesiges Gemüse und Obst. Zu Hause kochen Sie immer frisch und versuchen so wenig Abfälle wie möglich zu produzieren. Das klingt alles ganz fantastisch, aber selbst in diesem scheinbar perfekten Ablauf stecken einige Klimasünden, die manchen nicht bewusst sind.

Nachhaltig kochen – Achtung, Klimasünde!

Deutschland ist Mülltrennungs–Weltmeister. Einerseits ist das natürlich toll. Andererseits sollte es gar nicht dazu kommen müssen, dass wir diese Unmengen an Müll produzieren. Ob im Supermarkt, dem Bioladen oder auf dem Wochenmarkt: Alles ist verpackt, verschweißt und in Plastik eingetütet. Selbst wenn Sie die Tütchen, Folien und Styroprschälchen vom Rest trennen und in der gelben Tonne entsorgen – der Verpackungswahnsinn ist unnötig.
verpacktes Gemüse im Supermarkt

Einzelnes Gemüse in Miniportionen eingeschweißt ist eine unnötige und klimabelastende Maßnahme.

Doch nicht nur die offensichtliche Verpackungsmenge, die dem Verbraucher in den Märkten entgegenschlägt, schadet dem Klima. Produkte, die einen langen Herstellungs– und Verarbeitungsweg hinter sich haben, gehören auch auf diese Liste. Dazu zählen unter anderem jegliche Fertig– und Milchprodukte sowie Fleisch und auch Fisch. Für diese Produkte benötigt man Unmengen an Ressourcen wie Wasser und Land. Auch die zurückgelegten Wege sind teilweise unendlich lang und lassen sich meist nicht mehr zurückverfolgen. Es ist unklar wie viel Müll während der Entstehung anfällt, wo das passiert und wie die Industrie ihn entsorgt. Große Firmen wollen den Kunden Sicherheit mit QR–Codes geben. Diese können Sie scannen und den Herstellungsprozess zurückverfolgen. Ob aber das Wissen um den langen Weg auch das Gewissen beruhigt, ist fraglich.

Nachhaltig kochen – das Problem von saisonal und regional

Im Winter wollen wir Orangen, im Frühjahr Erdbeeren und im Herbst Melonen. All diese Wünsche können Sie sich erfüllen, denn alles lässt sich importieren. So haben Orangen zwar in unserem Winter Saison, aber eben nicht bei unseren Landwirten. Ähnlich verhält es sich mit anderem, vor allem exotischem, Obst. Es ist verfügbar, wenn es im Herkunftsland Saison hat. Verbraucher schlagen zu, ohne an die Konsequenzen zu denken. Durch die Lieferung – den Import – mit Flugzeugen begeht der Handel eine unfassbar große Klimasünde. Dem Verbraucher ist dies oft nicht bewusst und er denkt: „Jetzt ist es ja schon da, dann kann ich es auch kaufen.” Glücklicherweise steigt selbst in den Discountern das Angebot an regionalen Produkten und schärft den Kunden ein wenig für die Problematik.
frische Himbeeren pflücken

Frisch gepflückt im Sommer schmecken sie einfach besser. Im Winter importiertes Obst sieht meist nur gut aus, ist aber sehr sauer.

Die Grundlagen des nachhatigen Kochens

Diese Fakten klingen sicher nicht schön. Sie müssen aber keine Angst haben, dass Sie gänzlich auf Fleisch, Fisch oder Milch verzichten müssen. Der menschliche Körper ist auf deren Fette, Öle und Nährstoffe angewiesen. Sie können und sollte aber die Wege so kurz wie irgend möglich halten. Kaufen Sie frisch, regional und in Mengen, die Sie auch verarbeiten können. Am leichtesten beginnen Sie aber mit der Fortbewegung. Nutzen Sie Ihre Füße, das Fahrrad und den Nahverkehr, wenn Ihnen das möglich ist. Ein gesunder und frischer Einkauf auf dem Wochenmarkt unterstützt das nachhaltig gekochte Essen nur optimal, wenn Sie ohne Auto hingelangen. Nehmen Sie Stoffbeutel mit, um Ihren Einkauf zu transportieren. So verhindern Sie auch eine unübersichtliche Tütensammlung zu Hause.
Es wird eine Umstellung, wenn man den Grundstein für nachhaltiges Kochen legen möchte. Aber wenn Sie auf die genannten Punkte achten, leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Schonung von Umwelt und Klima.
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Katharina Mittag

von

Als wasch­ech­te mä­kel­bor­ger Diern, die schon als klei­ner Schie­ter mit bei­den Bei­nen im Mist stand und früh­mor­gens die Eier aus Ömings Hüh­ner­stall ge­sam­melt hat, weiß ich gute Küche und die Herkunft der Produkte zu schät­zen. Das heißt: Sel­ber ma­chen geht über sel­ber kau­fen – egal, ob Fleisch oder Ge­mü­se!

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