Beliebte Koch-Apps

Ideensammlung: Kostenlose Rezepte-Apps

Tausende Rezepte immer griffbereit zu haben, wäre ein Traum – mit einer kostenlosen Rezepte-App lässt der sich verwirklichen. Oder?

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App-Übersicht bei Amazon

Bei Amazon oder im Play Store von Google finden sich unzählige Rezepte-Apps.

Zwei laufende Meter Kochbücher sehen im Bücherregal recht beeindruckend aus. Wenn es aber darum geht, ein bestimmtes Gericht oder eine Speise mit bestimmten Zutaten zu finden, beginnt die Blätterei: Wo war noch mal das leckere Rezept mit den Kalbsschnitzeln? In dem grünen, blauen oder doch in dem gelben Kochbuch? Italienisch, spanisch oder deutsch? Eine Rezepte-App kann da ein wahrer Segen sein, wenn sie gut strukturiert ist, eine vernünftige Suchfunktion bietet und die Rezepte obendrein auch noch mit appetitlichen Bildern und guten Anleitungen bestückt sind. Fünf kostenlose und beliebte Rezepte-Apps für Android-Geräte haben wir uns genauer angesehen:

Rezepte-Apps: Rezepte Kochbuch

In der kostenlosen Version muss man sich mit Bannern abfinden, zahlt man 1,99 Euro, gibt es die App werbefrei. Eine Registrierung ist nicht erforderlich, es kann direkt nach dem Download losgehen. Die Android-Version muss dabei 2.3.3 oder höher sein. 3,5 Megabyte (MB) nimmt die App in Anspruch. Mehr als 100.000 Downloads gibt der Zähler im Play Store an. In 16 verschiedenen Kategorien von Suppe bis Plätzchen sind über 600 Rezepte übersichtlich dargestellt. Die Bebilderung erschöpft sich jedoch in einem allerdings sehr ansprechend fotografierten Aufmacherbild. Weitere Fotos zu den einzelnen Arbeitsschritten gibt es nicht. Die Rezeptbeschreibung ist knapp, aber ausreichend, etwas Kocherfahrung sollte vorhanden sein. Funktionen wie Einkaufszettel, Upload oder beispielsweise das Anpassen der Portionen sind hier nicht vorhanden. Die Suchfunktion ist schlicht.
Fazit: Sehr rudimentärer Aufbau ohne viele Funktionen, als Rezeptsammlung aber o.k.

Chefkoch

Auch hier sind in der kostenlosen Version Werbebanner in Rezepten oder Videos untergebracht, die nach dem In-App-Einkauf für 2,99 Euro 12 Monate lang verschwinden. Für vollen Zugriff ist eine Registrierung erforderlich, ohne Anmeldung lässt sich aber auch in der App stöbern. Mehr als eine Million Mal ist die App bereits heruntergeladen worden, zu Dateigröße oder erforderlicher Systemversion gibt es keine konkreten Angaben. Die Rezept-Kategorien sind sehr dürftig und praktisch nicht strukturiert. Hier heißt es: suchen! Und das kann bei 275.000 Rezepten schon mal dauern. Allerdings ist die Suchmaske ganz ordentlich. Die Qualität der Fotos variiert sehr, von „grauem Mus“ bis „sofort her damit, bitte!“ ist alles dabei. Viele Rezepte sind allerdings nicht bebildert. Die Beschreibungen sind sehr unterschiedlich, meistens aber gut und ausführlich. Ein Upload oder eine Bilderbewertung ist nach Anmeldung möglich. Funktionen wie Einkaufszettel, Anpassen der Portionsgröße, schnelle Gerichte, Anzeigen ähnlicher Rezepte oder grundlegende Tipps und Anleitungen sind sehr gut.
Fazit: Durchwachsen. Eine übersichtliche Auswahl nach Themen fehlt hier. Die Menge an Rezepten der Nutzer ist allerdings enorm.

Dr. Oetker

Die Werbung in dieser kostenlosen Version beschränkt sich auf Anbieterwerbung bei den benötigten Zutaten und selbst die ist recht dezent. Eine Anmeldung oder Registrierung ist für die Nutzung nicht erforderlich. Allerdings dreht sich die für Smartphones optimierte App auch bei Tablets automatisch ins Hochformat. Das kann je nach Tablethülle bzw. deren Aufstellfunktion lediglich in das Querformat lästig sein. Mit mehr als einer Million Downloads zeigt das Icon im Play Store die große Beliebtheit der App. 17 MB sollten im System frei sein, ab Android 2.3.3. lassen sich die rund 1000 Rezepte aufrufen. Ein Upload ist zwar nicht direkt, aber via Twitter und Facebook möglich. Mit drei schnellen Voreinstellungen in Kategorien, Rezeptthemen und Zubereitungszeit lassen sich die Ergebnisse vorwählen: Das ist sehr übersichtlich und zudem ansprechend gestaltet. Die Fotos der – von Dr. Oetker nach eigenen Angaben Probe gekochten – Gerichte sind sehr gut. Mit einem Druck auf die entsprechende Schaltfläche ist die Einkaufsliste erstellt, die sich jedoch leider nicht an unterschiedliche Personenzahlen anpassen lässt.
Die Rezeptbeschreibungen sind sehr genau und mit einer Angabe des Schwierigkeitsgrades sowie der benötigten Zeit versehen. Sehr hilfreich sind auch die Suchfunktion „Anlässe“, die Videotipps und der Backwecker/Timer.
Fazit: Hilfreiche und umfangreiche Rezeptsammlung mit sinnvoller Unterteilung und guten Features.

Kochrezepte – Rezepte kochen

Nur im Hochformat gibt es diese App in der kostenlosen Version. Das ist praktisch mit dem Smartphone, auf dem Tablet dürfte sie sich auch gerne quer präsentieren. Mehr als 100.000 Downloads bestätigen der App trotzdem einen gewissen Beliebtheitsgrad. Und wer 1,99 Euro investiert, kann unter anderem sogar Sammlungen anlegen. Voraussetzung für all das: Im System sind noch mindestens 7,7 MB frei und die Android-Version ist nicht älter als 3.0.
Dann stehen mehr als 68.000 Rezepte zur Verfügung, von denen der Großteil von Usern stammt (Upload nach Registrierung auch über Facebook). Die App ist nach 13 Themenbereichen gegliedert, „Party“ oder „Diät“ sind praktische Unterpunkte. Eine genaue Suchfunktion mit feinen Filtern gibt es nicht, alles muss über die Stichwortsuche passieren. Dann aber werden wenigstens auch „ähnliche“ Rezepte angezeigt. Bilder sind nicht für jedes Gericht vorhanden und oft nahe an der Unkenntlichkeit. Gut hingegen sind die Rezeptbeschreibungen mit Zeitangabe und Schwierigkeitsstufe sowie der Portionenrechner und die Vorlesefunktion. Eine Einkaufszettelfunktion fehlt.
Fazit: Rezeptauswahl sehr groß, Fotos wie bei allen derartigen Userinhalten teilweise unscharf und wenig ansprechend. Wenige Suchfunktionen.

Kochmeister Rezepte

Die kostenlose Version lohnt sich nicht: Pro Suche gibt es nur fünf Treffer, die Darstellung und das Layout sind sehr einfach. 60.000 Rezepte sollen insgesamt in 15 Kategorien zur Verfügung stehen. Bilder sind nicht immer vorhanden oder von sparsamer Qualität. Die Suchmaske ist mit den Punkten „Art des Essens“, „Land/Region“ und „Zeitaufwand“ und „Schwierigkeitsstufe“ recht umfangreich. Damit sollten sich genaue Treffer erzielen lassen. Auch die Einkaufszettel-Funktion und der Portionenrechner sind praktische Features. Die Beschreibung der Rezepte ist knapp, aber ausreichend.
Fazit: Die freie Version lohnt sich bis auf ein Rezept des Tages und die wenigen Suche-Treffer nicht.
Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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