Heiß` Wasser drauf und fertig!

Gefriergetrocknete Nahrung: Praktisch für die Outdoor-Reise

Unterwegs abseits der Zivilisation kann gefriergetrocknete Nahrung ein Segen sein: Schnell ist auf dem Campingkocher heißes Wasser bereitet und wenig später machen einen die notwendigen Kalorien wieder fit.

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Trockennahrung fünf Hersteller

Ideal für die Reise, wenn der nächste Supermarkt weit entfernt ist: gefriergetrocknete Nahrung.

Zugegeben - gefriergetrocknete Nahrung ist nicht gerade ein kulinarischer Höhepunkt, aber oft richtig praktisch! Bei langen Wanderungen oder Touren zum Beispiel mit dem Paddelboot, Mountainbike oder Motorrad verschafft einem die Trockennahrung im Gepäck zumindest für ein paar Tage Unabhängigkeit von Supermärkten und Zivilisation. Vorausgesetzt, Trinkwasser ist mit dabei oder zumindest unterwegs an Quellen verfügbar. Dann lässt sich aus der Trockennahrung einfach durch Zugabe von heißem Wasser eine vollständige und meistens schmackhafte Mahlzeit zubereiten: Beutel aufreißen, Heißwasser einfüllen, Beutel wieder verschließen, kurz warten - Mahlzeit!

So wird’s gemacht

Seit über 50 Jahren wird gefriergetrocknete Nahrung hergestellt. Dabei wird tiefgefrorenen Lebensmitteln in einem Vakuum das kristallförmige Wasser nahezu vollständig entzogen. Bei dieser Dehydration verliert das Nahrungsmittel bis zu 90 Prozent seines ursprünglichen Gewichts. Luftdicht in Kunststoff- oder Aluminiumtüten versiegelt, hält sich das Lebensmittel jahrelang.

Dieses Zubehör muss sein

Mehr als ein Gas- oder Spriritusbrenner ist nicht erforderlich, mit dem die erforderliche Menge Wasser – je nach Hersteller und Portionierung zwischen 250 und 400 Milliliter – aufgekocht werden kann. Zum Abmessen der nötigen Wassermenge ist ein Behälter mit halbwegs bekanntem Volumen (wie etwa der Kaffeebecher) hilfreich. So lässt sich vermeiden dass unnötig viel Wasser erhitzt wird, was Zeit und Brennstoff spart. Da die Tüten mit gefriergetrockneter Nahrung recht hoch sind, sollte ein Löffel mit langem oder ausziehbarem Stiel im Gepäck sein.

Vorteile und Nachteile

Der große Vorteil ist sicher das geringe Gewicht der kompletten Mahlzeiten, die aus Nudeln, Kartoffeln oder Reis jeweils mit Gemüse und Fleisch, Fisch oder Geflügel komponiert sind: 100 bis 150 Gramm sind die flachen Packungen für eine Portion leicht, wasser- und luftdicht versiegelt. In nur 15-20 Minuten ist das Essen fertig – ohne Einkauf und mühselige Schnipseleien. Aussehen und Geschmack reichen aber nur in Ausnahmen an sorgfältig selbstgekochte Gerichte heran.

Die Sortimente der Hersteller

Das Angebot der Anbieter wie „Adventure Food“, „Lyo Food“, „Travellunch“, „Trek’n Eat“ oder „Farmer’s Outdoor“ erschöpft sich nicht in der Herstellung von Hauptgerichten. Sie bieten neben den kompletten Mahlzeiten mit und ohne Fleisch auch Desserts und Müsli an, manche zudem Suppen, Getränkepulver, Nahrungsergänzungsmittel, Trockenfrüchte, Nussmischungen oder sogar verschiedene Obst- und Gemüsepulver. Diese lassen sich durch Zugabe von Wasser, Milch oder Joghurt genießbar machen.

Das ist uns aufgefallen

Bei den von uns ausprobierten Proben sind uns ein paar Unterschiede aufgefallen: Meistens sind auf der Packung lediglich Milliliter-Angaben bezüglich des aufzugießenden Wassers zu finden. Hier muss man beim Kochen also ein passables Augenmaß beweisen, damit nicht viel zu viel oder zu wenig erhitzt wird. Besser ist die Kombination wie bei „Adventure Food“ und „Trek’n Eat“, bei denen sich zudem außen den der Packung eine Markierung der erforderlichen Füllstandshöhe aufgedruckt findet.
Praktisch sind auch wie bei allen Herstellern außer „Travellunch“ die wiederverschließbaren Tütenöffnungen, die zugeknifft werden währen die Mahlzeit gar zieht. Die funktionieren zwar nur dann, wenn vorher die feinen Pulverbestandteile der Trockennahrung weitegehend herausgeklopft wurden, dann aber bleibt die Hitze weitegehend in der Tüte.
Ist dann nach 8-10 Minuten endlich Essenszeit, braucht man einen langen Löffel, um an die tiefliegende Nahrung zu gelangen. Nur „Lyo Food“ hat einen zweiten Abreißfalz etwa sechs Zentimeter unterhalb der Tütenöffnung vorgesehen. Ist damit das überflüssige Packungsmaterial entfernt, gelangt man sehr gut an den Inhalt.
Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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