Vitamine und Nährstoffe bewahren

Bissfest ist Trumpf: Gemüse dünsten, aber richtig!

Falsch zubereitet verliert Gemüse schnell wertvolle Inhaltsstoffe. Es kommt auf die geeignete Garmethode für Paprika, Mais, Brokkoli, Kohlrabi & Co. an – Gemüse dünsten leicht gemacht!

Datum:
Brokkoli im Dampfgarer

Dampfgaren: Das ist die wohl schonendste Zubereitungsmethode, um Gemüse zu kochen.

Hitze und Wasser sind die natürlichen Feinde der Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und sogenannten sekundären Pflanzenstoffe, die Gemüse für uns so gesund machen. Streng genommen ist der Verzehr von rohem, gewaschenem Gemüse am gesündesten. Doch nicht alle Sorten sind ungekocht genießbar. Und auch Paprika, Karotte oder Kohlrabi schmecken manchmal einfach besser, wenn man sie erhitzt. eKitchen erklärt, wie Sie Gemüse kochen sollten.

Gemüse am besten dampfgaren oder dünsten

Es gibt zum Glück verschiedene Zubereitungsmethoden, die Gemüse garen und dennoch die wichtigen Inhaltsstoffe zum großen Teil erhalten. Dazu zählen vor allem das Dampfgaren und Dünsten. Beide haben gemeinsam, dass nur ganz wenig Wasser in den Topf kommt – höchstens einen Finger breit. Der Unterschied: Das Gemüse kommt beim Dampfgaren nur mit dem Dampf, nicht aber mit dem Wasser in Berührung. Dazu ist ein Siebeinsatz für den Kochtopf nötig, auf dem das Gemüse liegt. Immer öfter kommt in deutschen Küchen auch ein echter Dampfgarer zum Einsatz – das ist aber kein Muss. Beim Dünsten liegt das Gemüse direkt im Wasser, daher gehen bei dieser Methode etwas mehr Vitamine und sonstige Nährstoffe verloren. Bei beidem gilt: Deckel auf den Topf!

Kochen entzieht Vitamine

Sind Dünsten und Dampfgaren die schonendste Art, Gemüse zuzubereiten, gilt eine weitere Zubereitungsmethode mit Wasser als die schlechteste: das klassische Kochen. Es ist zwar bequem, doch ein Teil der Vitamine & Co. gehen dabei verloren – genauso wie Geschmack und Biss. Wer trotzdem aufs Kochen schwört, sollte aus dem Wasser zumindest eine Soße oder Suppe machen, um noch etwas von den ausgewaschenen Pflanzenstoffen zu haben.

Grillgemüse mit leckerem Röstaroma

Möchten Sie dem Gemüse ein feines Röstaroma verpassen, holen Sie Pfanne oder Grill hervor. Bei letzterem gilt es zu beachten, das rohe Gemüse in Alufolie einzuwickeln und nicht direkt in beziehungsweise auf die Glut zu legen. Am besten einfach auf ein Rost platzieren, das sich einige Zentimeter über der Hitzequelle befindet. Dank vergleichsweise kurzer Garzeit bleiben die meisten Vitamine bestehen. Mit etwas Öl bestrichen geht es sogar noch besser. Vor allem Paprika, Aubergine, Zucchini und Maiskolben kommen gerne auf den Grill. Das gilt auch für Kartoffeln, diese sollten Sie allerdings kurz vorkochen, damit sie nicht zu lange gegrillt werden müssen.

Besser schmoren statt braten

Die Pfanne bietet wiederum zwei Zubereitungsvarianten: Zum einen das klassische Braten mit etwas Fett, bis das Gemüse durch ist. Allerdings kann die große Hitze gerade festen Gemüsesorten (Brokkoli, Kohlrabi, Karotten) zu schaffen machen, da diese länger erhitzt werden müssen. Zum anderen kommt das schonendere Schmoren in Frage. Dabei braten Sie das Gemüse kurz an und füllen dann etwas Wasser oder Brühe in die Pfanne, um es fertig zu garen.

Bissfest trotz verschiedener Garzeiten

Damit das Gemüse schön bissfest bleibt, sollten Sie es natürlich nicht zu lange dünsten, schmoren oder grillen. Die optimale Zubereitungszeit hängt von der Gemüsesorte ab. Je weicher es in rohem Zustand ist, desto kürzer muss es garen. Während etwa Tomaten oder Zucchini nur wenige Minuten benötigen, brauchen festere Sorten wie Karotten deutlich länger.
Dennoch lassen sich auch verschiedene Gemüsesorten in einem Topf garen. Entweder geben Sie diese zeitlich versetzt hinzu oder schneiden die festen Sorten in kleinere Stücke, sodass sie schneller gar sind. So ist alles gleichzeitig fertig und servierbereit.

Tiefkühlgemüse oft die bessere Wahl

Die genannten Tipps beziehen sich ebenso auf Tiefkühlgemüse. Das sollten Sie immer in gefrorenem Zustand erhitzen und nicht vorher auftauen lassen, denn dabei gehen ebenfalls Vitamine und Mineralien verloren. Beim Dampfgaren und Dünsten kommt zudem weniger Wasser in den Topf als bei frischem Gemüse, denn die TK-Kost bringt selbst schon Wasser in Form von Eis mit. Tiefkühlgemüse gilt übrigens als sehr nährstoffreich, da es meist ganz frisch eingefroren wird. Manchmal ist es frischer Ware sogar vorzuziehen – vor allem wenn diese schon länger lagert und dann nicht mehr ganz so frisch ist.
Christian Lanzerath

von

Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und darf täglich über die Technik in der IT-Welt und die Technik in der modernen Küche schreiben.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.