Ich ess’ Blumen

Sind diese Blüten essbar? Rosen und Co. für die Küche

Nur Veganer essen Blumen? Falsch! Essbare Rosen und viele andere Blüten machen sich in und auf vielen Speisen richtig gut. Sie geben einen optischen Kick und unterstützen den Geschmack mit ganz besonderen Aromen. eKitchen klärt auf, welche Blüten Sie getrost essen können.

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Frau isst Blumenbrot

Essbare Blüten sehen nicht nur toll aus, sie schmecken auch.

Bevor Sie sich jetzt über Ihren Blumenstrauß hermachen und kräftig in die Blüten beißen: Nicht alle Blüten sind essbar. Rosen allerdings zu einem großen Teil schon. Auch auf Ihrem Balkon oder im sonnigen Garten wachsen Blumen, deren Blüten Sie ohne Bedenken essen können. Die Vorstellung, eine Blüte zu pflücken und einfach zu essen, ist zwar etwas merkwürdig. Mit etwas Kreativität können Sie aber auch ganz normalen Gerichten einen blumigen Touch verleihen. Wenn Sie erfahren möchten, welche essbaren Blumen Sie vielleicht sogar schon zu Hause haben, lesen Sie weiter – eKitchen verrät die besten.

Essbare Rosen im Garten

Ob Sie nun einen eigenen Garten haben oder bei Eltern und Großeltern durch das Blütenmeer stöbern: Bei Rosen haben Sie den richtigen Riecher. Denn alle Duftrosen sind grundsätzlich essbar. Hier aber nur die Blüten, die Blätter und Stiele sind ungenießbar. Wichtig ist dabei auch, dass Sie sie vor dem Verzehr nicht mit chemischen Keulen behandeln oder düngen. Natürliche Dünger wie Küchenabfälle sind selbstverständlich in Ordnung. Essbare Rosenblüten und einzelne Blütenblätter machen sich toll in Cocktails. Hervorragend schmecken sie, wenn Sie sie karamellisiert über das Dessert streuen. Das setzt natürlich voraus, dass Sie die Rosen selber hegen und pflegen können. Bei im Blumenhandel erhältlichen Rosen hat man leider kaum die Kontrolle über Qualität und Schadstoffbelastung.

Nicht nur schön, auch gesund: Rosen enthalten die Vitamine A, B und C.

Essbare Rosen kaufen oder sammeln

Sollten Sie keine Möglichkeit haben, Rosen selber zu pflanzen und zu ernten, können Sie die schönen Blüten natürlich auch bestellen. Für die kreative Küche gibt es eine extra gezüchtete Gourmet-Rose, die „Rosella“. Ihr Anbau erfüllt alle erforderlichen Standards für biologische Lebensmittel. Zum Pflanzen im eigenen Garten können Sie die Rosella beispielsweise bei Ahrens+Sieberz bestellen. Eine mehrjährige Pflanze kostet hier 13,90 Euro, sie ist winterhart und lange blühend (Rosella jetzt bestellen). Sie sind skeptisch, was das Bestellen von Pflanzen im Internet angeht? Die Vorteile zum Pflanzenversand lesen Sie bei eGarden. Aber auch viele andere essbare Blüten, die nicht jeder zu Hause pflanzen kann, sind bestellbar. So gibt es eine große und frische Auswahl an essbaren Blüten beim Knospenkontor. Das ganze Bestellen dauert Ihnen zu lang? Dann machen Sie doch mal einen ausgedehnten Spaziergang über unsere heimischen Wiesen, denn hier findet sich auch allerlei Essbares. Neben Duftrosen sind auch Hundsrosenblüten essbar, deren Früchte Sie im Herbst auch als Hagebutten zu Tee verarbeiten können. Doch auch Löwenzahnblüten, Kornblumen und Gänseblümchen können Sie ohne Sorge sammeln und knuspern.

Galerie: Die beliebtesten essbaren Blüten

Rezeptideen für essbare Blüten

Was nun aber mit den gesammelten oder bestellten essbaren Rosen und Blüten anfangen? In Süßspeisen und Dessertcremes können Sie gerade die duftenden Rosenblütenblätter verwenden. Ob untergemischt oder dekorativ obenauf. Auch in Salaten oder auf Beilagenplatten machen sich farblich passende Blüten toll. Ein absoluter Hingucker ist Blütenbutter. Dafür brauchen Sie nur ein Stück (250 g) leicht oder gar nicht gesalzene Butter und 8 Esslöffel fein gehackte Blütenblätter. Zum Vermengen der beiden Zutaten muss die Butter schön weich sein. Im Anschluss abfüllen und zum Aushärten in den Kühlschrank stellen. Die Butter ist nicht nur auf dem Brot toll, sondern eignet sich noch immer hervorragend zum Kochen.
Smoothie und Wiesenkräutersalat mit Blüten

Da passt alles zusammen: grüner Smoothie, Wiesenkräutersalat und essbare Blüten.

Welche Blüten sind essbar und welche nicht?

Was nicht vergessen werden darf: Nicht alles, was hübsch blüht, ist auch essbar. Zusätzlich zu den bereits aufgeführten Blüten sind außerdem essbar: Chrysanthemen, Begonien, Dahlien, Herbstastern, Holunder, Jasmin, Mohn, Veilchen und auch Lavendel sowie Lindenblüten und die Schlüsselblume. Die Finger lassen sollten Sie aber von: Fingerhut, Goldregen, Akelei, Oleander, Schierling, Tollkirsche, Christrosen und Maiglöckchen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das gefundene Blümchen essbar ist oder nicht, dann lassen Sie es stehen. Gehen Sie kein Risiko ein. Bestellen Sie lieber das nötige Equipment oder fragen Sie Ihren Bäcker bzw. Konditor um die Ecke ganz lieb, wo er denn essbare Blüten kauft. Vielleicht gibt es dann noch einen Geheimtipp für Sie.

Saatgut für essbare Blumen und weitere blumige Produkte

Katharina Mittag

von

Als wasch­ech­te mä­kel­bor­ger Diern, die schon als klei­ner Schie­ter mit bei­den Bei­nen im Mist stand und früh­mor­gens die Eier aus Ömings Hüh­ner­stall ge­sam­melt hat, weiß ich gute Küche und die Herkunft der Produkte zu schät­zen. Das heißt: Sel­ber ma­chen geht über sel­ber kau­fen – egal, ob Fleisch oder Ge­mü­se!

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