Kochen, wo man will

Siemens Induktionskochfelder: Was die neue Technik kann

Siemens lässt den Nutzer die Platzierung der Kochtöpfe nahezu frei wählen. Im Gegensatz zu früheren Induktionsherden kann man nun variabler kochen.

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Siemens VarioInduktion

Siemens Vollflächeninduktionsfeld.

Wie viele Kochstellen hat ein Herd? Normalerweise vier. Kochtöpfe lassen sich darauf natürlich nicht beliebig platzieren. Bis dato. Und die Induktionsherde, die wir gleich in der neuesten Generation vorstellen? Diese haben zunächst den Vorteil, dass sie umgehend abschalten und keine Hitze mehr entwickeln, sodass keine Nachkocheffekte entstehen. Zudem wird nur die Stelle warm, die der Topf benötigt, egal wie groß die Kochzone insgesamt ist! Sie können tatsächlich Ihre Hand auf das gleiche Kochfeld daneben auflegen. Der dritte Vorteil ist, dass die Kochzonen weitaus schneller als herkömmliche Herde aufheizen. Natürlich benötigen Sie hierzu geeignete Kochtöpfe, die magnetisch sind. Herkömmliche Töpfe funktionieren nicht auf einem Induktionsherd.
Leider haben wir immer noch einen Nachteil: Sollten Sie eine Pfanne geschenkt bekommen, die viel zu groß ist, machen auch Induktionsherde schlapp. Nicht nur normale Elektroherde oder Gasherde. Diesen Nachteil haben die Hersteller nun behoben!
Die Hersteller bieten neuerdings mithilfe der Induktionstechnik zwei neuartige, ähnliche Lösungen an, die eine weitestgehend variable Platzierung der Töpfe erlauben: Entweder kann man seine Kochtöpfe auf den Induktions-Kochfeldern frei platzieren, wobei mehrere Kochzonen zusammengeschaltet werden, oder aber man greift gleich auf die sogenannte „Vollflächeninduktionstechnik“ zurück. Der Unterschied ist, dass man beim Vollflächeninduktionsfeld keine Kochzonen mehr kennt. Die gesamte Herdstelle ist zum Kochen verfügbar, es gibt weder Kochzonen noch unterschiedlich große Kochfelder. Schauen wir uns hierzu die Lösungen von Siemens an, um die unterschiedlichen Möglichkeiten kennenzulernen.

Variante 1: VarioInduktion

Bei der Variante „VarioInduktion“ – so nennt Siemens seine Technik – kann der Nutzer kleinere Kochzonen zu einer größeren zusammenlegen.
Siemens Vario

Siemens VarioInduktion: Vier Kochzonen linksseitig ...

Sobald der Bräter auf dem Induktionsfeld steht, erkennt die Sensorik, dass die Kochzonen nun gemeinsam angesteuert und bedient werden sollen.
Siemens VarioInduktion

... werden zu einer großen Zone.

Variante 2: VarioInduktion Plus

Bei dieser Variante handelt es sich um eine noch freiere Platzierungsmöglichkeit. Denken wir am besten an Tetris, um sich das einfacher vorzustellen. Kochtöpfe können vertikal oder waagerecht platziert werden. Das sehen wir anhand der beiden Bilder, die die Kochzonen recht gut zeigen.
Siemens VarioInduktionsfeld Plus

Die iQ700 80-cm-Induktions-Kochstelle EX877KYE1E mit TFT-Touchdisplay erkennt die Position der Kochtöpfe auf den sichtbaren Kochzonen automatisch.

Siemens Varioinduktionsfeld Plus

Eine der möglichen Platzierungsvarianten. Der Bräter ließe sich auch waagerecht platzieren und der Kochtopf oben rechts nach unten verschieben. Das System merkt sich dabei die voreingestellten Kochstufen, ohne dass man es selbst erneut anpassen müsste.

Natürlich gibt es hierzu auch ein Video, das die Möglichkeiten aufzeigt.

Variante 3: Vollflächeninduktion

Wem das immer noch zu unflexibel und zu sehr Tetris ist, der kann zu dem Spitzenmodell greifen, das eine nahezu freie Kochzonenwahl anbietet.
Siemens Vollflächeninduktionsfeld

48 Sensoren erfassen die Position der Töpfe, die damit weitestgehend frei platzierbar sind. Dennoch muss man beachten, dass die maximale Anzahl der Kochtöpfe auf vier beschränkt bleibt!

Auch hierzu ein Video, das diese Variante im Einsatz zeigt.

Fazit, Preise und Ausblick

Die hier vorgestellten Lösungen bieten natürlich auch andere Hersteller wie Bosch an. Es ist demnach keine Innovation, die wir nur Siemens zu verdanken hätten. Diese Art von Kochlösungen verschwinden in den kommenden Jahren mit Sicherheit nicht in der Versenkung, die Vorteile sind doch recht deutlich gegenüber herkömmlichen Lösungen.
Allerdings ist der Preis im Moment durchaus happig. Die oben genannten Lösungen kosten zwischen 2.000 und fast 5.000 Euro (Vollflächeninduktion). Nun, verhungern werden wir mit unseren bisherigen Herden auch nicht, die angeblich auch köcheln und kochen können sollen.
Nicht umsonst haben die Hersteller den neuen Induktionsherden noch einige weitere Funktionen mit auf den Weg gegeben. Diese werden wir uns im zweiten Teil anschauen. Bleiben Sie mit am Kochherd!
Robert Basic

von

Seine Passion sind Menschen, sein Antrieb ist die Neugier.

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