Alles automatisch?

Haushaltsroboter: So luxuriös leben wir 2050

Nach der Arbeit noch einkaufen, kochen und den Abwasch erledigen? Das alles kostet Unmengen Zeit, die eigentlich an anderer Stelle angenehmer genutzt wäre. Haushaltsroboter sollen uns diese Arbeiten bis 2050 vollständig abnehmen.

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Haushaltsroboter

So sehen Staubsaugerroboter noch nicht aus. Ab 2040 könnte es aber erste universelle Haushaltsroboter in unseren Haushalten geben.

Staubsaugerroboter sind längst im Massenmarkt angekommen. Die kleinen, meist runden Helfer scannen ganze Etagen und reinigen diese im Alleingang, während man selbst außer Haus ist. Unter Hochdruck arbeiten die Hersteller an Innovationen, um dem Publikum die modernsten Geräte der Branche zu präsentieren. Auf Messen wie der IFA zeigen die Unternehmen dann Modelle mit Smartphone-Anbindung, Live-Video-Feeds und sonstigen High-Tech-Spielereien. Die Kunden nehmen diese Entwicklung dankend an: Nach Angaben von Haushaltswiki.de hat sich der Absatz von Haushaltsrobotern in den letzten drei Jahren verzehnfacht.
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Die Zukunft ist nah – schon bald können Küchen ganz alleine Kochen. Während Sie gemütlich per App Ihr Lieblingsgericht wählen, schnippeln und brutzeln zwei Robo-Arme was das Zeug hält.

Wie Haushaltsroboter den Alltag erleichtern

Staubsaugerroboter sind längst im Alltag vieler Menschen angekommen. Bis verkäufliche Haushaltsroboter allerdings Nudeln kochen dürfte noch etwas Zeit vergehen. Obwohl: Cocktails schütteln sie schon jetzt zusammen. Ob das das Ende von Barkeepern ist, bleibt fragtlich. Dennoch ist deutlich: Perspektivisch nehmen uns die Maschinen immer mehr von den unangenehmen Alltagsaufgaben ab. Und das nicht unerheblich! 13,5 Stunden pro Woche an Haushaltsarbeit sollen schon bis 2030 entfallen. Das sind im Schnitt fast zwei zusätzliche Stunden, die Sie am Tag mit angenehmeren Aktivitäten viel besser verbringen. Dass nicht nur die Industrie an diese Trendwende glaubt, machen aktuelle Studien des Forschungsinstituts Kantar Emnid klar: Hier gaben 56 Prozent der Befragten an, in hochtechnisierten, computervernetzten Haushalten die Zukunft zu sehen.

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Wischen und Bügeln mit Robotern

Staubsaugerroboter machen derzeit noch 96 Prozent des Gesamtumsatzes aller Haushaltsroboter aus. Dank sinkender Preise soll sich das aber bald ändern: Haben die populären runden Sauger vor fünf Jahren im Schnitt noch über 1000 Euro gekostet, findet man heute bereits solide Geräte unter der magischen 300-Euro-Grenze. Mit sinkenden Preisen gestalten sich auch vergleichbare Produkte zunehmend massenmarkttauglich. Nicht nur deshalb ist es wahrscheinlich, dass besonders Wisch- und Bügelroboter in den kommenden Jahren eine wachsende Rolle spielen. Auch andere Haushaltsgegenstände und Maschinen agieren ergänzend als Haushaltsroboter und sind schon bald vollvernetzt: Kühlschränke denken schon heute automatisiert mit, Mülleimer in naher Zukunft.
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Auf der CES wurde der erste Home-Management-Roboter vorgestellt. Der Unibot soll Feuer und Einbrüche melden und sogar Toast machen.

Zukunftsvision: Ab 2040 universelle Haushaltsroboter

Der Siegeszug digital denkender Asisstenten scheint unaufhaltsam: Experten erwarten schon 2040 universelle Haushaltsroboter, die künftig sämtliche Aufgaben erledigen. Wo heute spezielle Geräte entweder saugen oder den Rasen mähen, soll ein einziger Helfer diese Arbeiten übernehmen. In Verbindung mit smarten und proaktiven Assistenzfunktionen, die man heute von Cortana, Bixby oder Alexa kennt, heißt es künftig für die Hausbewohner: zurücklehnen und entspannen. 2015 nutzten bereits 390 Millionen Menschen digitale Assistenten – Experten gehen davon aus, dass 2021 schon 1,8 Milliarden Nutzer diese Art des digitalen Lifestyles zu ihrem Alltag zählen. Und das ist noch verhältnismäßig konservativ geschätzt. Luxus für die Masse scheint also nur noch eine Frage der Zeit.

Die Zukunft der Arbeit

Die Automatisierung macht auch vor der Arbeitswelt keinen halt. Zu Hause freut man sich noch darüber, dass künstliche Intelligenz einem die Aufgaben abnimmt – wenn der Arbeitsplatz durch entsprechende Systeme gefährdet ist, sieht das häufig anders aus. Es ist aber ein unaufhaltsamer Prozess: Auf 10.000 Angestellte im Industriesektor kommen schon jetzt 300 Roboter. Tendenz steigend. Spezialisierte Maschinen führen Arbeiten fehlerfrei und hochpräzise durch, Lastkraftwagen und Taxis fahren in wenigen Jahren vollautomatisch und auch News-Artikel stellen smarte Systeme künftig mit speziellen Algorithmen selbst zusammen. Wie die Gesellschaft auf die Veränderungen reagiert? Unklar! Ein möglicher Ansatz wäre das bedingungslose Grundeinkommen. Ein Modell, das Politiker nach wie vor kontrovers diskutieren.

Haushaltsroboter

Erik J. Schulze

von

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