Wissenswertes kurz erklärt

Ernährungs-Serie: Was is(s)t man bei Low Carb?

Kohlenhydrate machen dick – so das Credo der Low-Carb-Verfechter. Alles andere kann und darf nach Herzenslust gegessen werden. Was ist dran an der Theorie? eKitchen hat für Sie recherchiert.

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Low Carb Burger

Keine Kohlenhydrate – Burger also ohne Brötchen und Ketchup

Low Carb – von „low carbohydrates“, also „wenig Kohlenhydrate“ – ist ein Ernährungstrend mit einer langen Geschichte. Der Verzicht auf Kohlenhydrate als Diätform geht bis ins 18. Jahrhundert zurück und hat sich seitdem ständig weiterentwickelt. Populär geworden ist diese Form der Ernährung in den 1970er Jahren durch die „Atkins-Diät“, bei der weitestgehend auf Kohlenhydrate verzichtet wird und die Ernährung größtenteils aus proteinhaltigen Lebensmitteln besteht. Es erscheint absurd, aber auf Fett – als Dickmacher schlechthin verschrien – muss im Rahmen der Low-Carb-Ernährung kaum verzichtet werden.

International verbreitet

Inzwischen gibt es verschiedene Diät- und Ernährungskonzepte, die nach dem Low-Carb-Prinzip funktionieren – populäre Vertreter sind unter Anderem die Hollywood Diät oder Logi-Methode, die für die Arbeit mit übergewichtigen Kindern und Jugendlichen entwickelt wurde. Die Ernährungsform LCHF („Low Carb High Fat“) ist in Skandinavien sehr verbreitet – in Schweden ernähren sich circa 20 Prozent der Bevölkerung nach diesem Prinzip.

Körpereigene Fettreserven anzapfen

Der menschliche Körper wird durch Kohlenhydrate – also zum Beispiel Zucker oder Stärke – durch die Nahrung mit Energie versorgt. Führt man über die Nahrung keine Kohlenhydrate mehr zu, stellt der Körper seinen Stoffwechsel um und greift auf zuvor eingelagerte (Fett-)Reserven zurück, die dann als Energielieferant dienen und abgebaut werden. Auf diesem Weg nimmt man ab. Ein weiterer Effekt ist, dass der Körper nach der Aufnahme von Kohlenhydraten das Hormon Insulin ausschüttet, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Die Ausschüttung von Insulin hat Hunger als Nebeneffekt, was sich also doppelt negativ auswirkt. Nimmt man keine Kohlenhydrate zu sich, reguliert der Körper den Blutzuckerspiegel mit dem Hormon Glukagon, welches aus den genannten Reserven in der Leber produziert wird.

Wie stark belasten Kohlenhydrate den Körper – der Glykämische Index

Nicht alle Kohlenhydrate belasten den Körper gleichermaßen – aus diesem Grund wurde der Glykämische Index (GI) entwickelt. Lebensmittel mit einem niedrigen GI erhöhen den Blutzuckerspiegel weniger als welche mit hohem GI. Eine weiterentwicklung des Glykämischen Index ist die Glykämische Last, sie erleichtert den Vergleich zwischen kohlenhydrathaligen Lebensmitteln – eine große Hilfe bei der Low-Carb-Ernährung.

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