„Steaker” im Test

Test: Asteus Steaker grillt mit bis zu 800°C!

Außen super kross und innen zart und nicht zu gar: So sollte ein perfektes Steak auf dem Teller liegen: Der Infrarot-Elektro-Grill „Steaker” von Asteus soll das können. eKitchen-Autor Gerald Sinschek hat es getestet.

Datum:
Astezs Steaker eingeschaltet

2.400 Watt bringen den Infrarotgrill des „Steakers" von Asteus auf Höchsttemperatur.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Der coole Steaker von Asteus ist ein echter Hingucker, der schnell eine perfekte Bräunung auf Fleisch, und Gemüse zaubert. Und das in der Küche! Wer die empfohlenen und nicht übermäßig großen Abstände einhält, verbrennt sich nicht das Mobiliar. Die Prozedur muss aber akribisch überwacht werden und verlangt nach ununterbrochener Wendeaktion, damit nichts zu dunkel wird oder gar verbrennt. Je mehr Abstand zwischen Infrarotgrill und Rost ist, desto besser. Im Prinzip ließe sich alles ganz unten im Gerät, auf der Ebene der Auffangschale, zubereiten. Selbst hier ist die Hitze für eine schnelle Bräunung noch hoch genug. Dicke Fleischstücke, die vollständig gegart werden( Schwein oder Huhn), sind nicht die Domäne des Megahitze-Apparates. Hier geht es nicht ohne Alufolie. Eine zweite Schaltstufe mit etwas geringerer Leistung (wie beim großen „Family“-Modell) wäre sehr wünschenswert. Bei dem üppigen Preis sollte dieses Feature drin sein, wenn es sich technisch umsetzen lässt.

Pro

  • Gleichmäßige, große Hitze
  • Sehr gute Bräunung
  • Top Design
  • Robuste Verarbeitung

Kontra

  • Schaltstufe fehlt
  • Üppige Investition

Asteus Steaker

Die Methode setzt sich offenbar durch, es werden immer mehr. In der Reihe der superheißen Grills, die in Nullkommanichts eine Traumkruste auf alle Arten Steaks brennen, steht ein neuer Burner zur Auswahl: Der „Steaker“ von Asteus (UVP 898 Euro) will diesen Job mit bis zu 800°C erledigen. Und das mit Strom aus der Steckdose und nicht wie die artverwandten Geräte Beefer oder WeGrill mit Gas aus der Flasche. Diese Energiequelle erspart also nicht nur das manchmal mühselige Handling mit der schweren Metallflasche, sie erlaubt laut Hersteller auch den Gebrauch in geschlossenen Räumen, sprich der Küche. Wie praktisch! Wir sind gespannt.

Ausstattung des Steakers von Asteus

Satte 15 Kilogramm Gewicht gibt Asteus für den „Steaker“, das kleinere Modell neben dem „Family“, an. Handlich geht anders aber die schicke Edelstahlkiste mit den ausgelaserten Logos sieht nicht nur besonders cool aus, sie ist auch sehr robust und augenscheinlich mit Nieten und Schrauben top verarbeitet. Auch die Zubehörteile wie der Rost (drei Einschubhöhen), die beiden Gastro-Schalen (2 und 4 cm hoch) der Rostschaber, die zwei Rostheber und die lange Grillpinzette sind aus dem langlebigen Material gefertigt. Dazu gibt es noch zwei große Topflappen. Es fehlt also an nichts. Als optionales Zubehör bietet Asteus zudem unter anderem ein Pizzaset und einen großflächigen Grillgutheber an.

Schlüssel umdrehen und los!

Wenn jetzt das mit 280 Zentimetern üppig bemessene und dicke Stromkabel eingesteckt ist, könnte es losgehen. Das Kabel hat der Hersteller übrigens so lang und dick gewählt, weil er dringend davon abrät, die hohe Geräteleistung von 2.400 Watt durch dünne Verlängerungs-Konstruktionen zu beeinflussen. Bei dieser Wattzahl können dürre Kabel schon mal ungesund warm werden. Gestartet wird die Grillkiste nicht über einen klassischen Kippschalter sondern mit einem sicheren Schlüsselschalter. So kann das Höllenfeuer des Apparates nicht versehentlich gezündet werden. Die beiden Positionen am Schalter „I“ und „II“ sind allerdings irreführend, hier gibt es nur 0°C und volle Leistung. Die zweite aufgedruckte Schaltstufe stammt der Einfachheit halber aus dem Teileregal des großen Schwestermodells, das sich auf 650°C und 800°C betreiben lässt.

Galerie: Asteus Steaker grillt mit bis zu 800°C!

Grillen, garen, warmhalten

Der Steaker grillt aber nicht nur, sondern er gart auch und hält warm. Im Gehäusedeckel, über dem Heizelement, befindet sich eine Aussparung für die Gastro-Schalen. Wenn beispielsweise das Kartoffelgratin unter dem Grill seine Bräunung erhalten hat, wird es anschließend eine Etage höher verfrachtet und wärmt dann langsam bis zur passenden Verzehrtemperatur weiter. Die zweite Schale fungiert als Saftauffänger unter dem Grillrost. Hier, in maximaler Entfernung zu den Heizelementen, können dickere Fleischstücke nachgaren, nachdem sie weiter oben ihre Kruste erhalten haben, so die Idee.

Das Testmenü

Endlich geht es los: Aus dem beigelegten hinsichtlich der Rezepte etwas knapp bestücktem Kochbuch wähle ich Kartoffelgratin (vorgekochte Erdäpfel) zu baconumwickeltem Schweinefilet sowie gemischtes Grillgemüse zu einem ordentlichen Entrecôte von der Kuh.

Das Gratin

Nachdem das Gerät laut Herstellerempfehlung rund zehn Minuten augeheizt ist (outdoor), damit eventuell vorhandene Herstellungsrückstände abflammen, stelle ich das Gratin für zehn Minuten in den oberen Garbereich, damit es von unten etwas aufwärmen kann. Als ich es dann auf unterster Schiene unter dem Grill platzieren will, stelle ich fest, dass sich die bündig eingepasste Schale nur mühsam anheben lässt. Hier fehlt eine Aussparung oder besser eine kleine Metalllasche zum Anfassen. Auf Nachfrage gibt der Hersteller an, dieses Problem in der aktuellen Produktion gelöst zu haben.
Nach fünf Sekunden unter dem Grill zeigen sich kleine sehr dunkle Punkte in der Käseschicht, schnell verfrachte ich die Schale wieder in den oberen Garbereich auf dem Gerät. Hier darf man das Gargut also keine Sekunde aus den Augen lassen!

Das Schweinefilet

Der Länge nach etwas aufgeschnitten und mit einer würzigen Marinade eingepinselt umwickele ich jetzt das zimmerwarme Filetstück mit Bacon. Nach einer Minute auf unterster Schiene wende ich das Teil, die Bräunung ist schon sehr deutlich. Im Minutentakt geht die Wenderei weiter, nach insgesamt 8 Minuten lege ich das Filet in die untere Auffangschale. Oben hat das Gratin gleichmäßig knapp 60°C im Inneren, sehr gut.
Die Entfernung zwischen Grillfläche und Fleisch ist nicht groß genug, unten bräunt es im Eiltempo weiter, der Bacon ist hart an der Grenze des Verkohlens. Beim Aufschneiden zeigt sich das Filet im Kern nahezu roh, mehr als 40°C messe ich nach insgesamt ca. 9 Minuten Garzeit nicht. Wenn ich das Filet nach den ersten 4 Minuten „Rundumgrillen“ in die untere Schale gelegt hätte, wäre das Ergebnis wahrscheinlich besser.
Fettspritzer, die oben auf die Grillfläche treffen, lösen sich mit kleinen Fünkchen in Nichts auf. Nach vorne und hinten sollte Alufolie oder ein anderer Schutz ausgelegt werden.

Grillgemüse und Steak

Eine bunte Mischung aus Zucchini, Paprika, Zwiebeln, Aubergine und Tomate habe ich mit reichlich Olivenöl und Kräutern eine gute Stunde marinieren lassen. Jetzt kommt die Mischung in der tiefen Schale auf die unterste Schiene. Auch hier heißt es wieder: Fleißig und regelmäßig wenden und umschichten, damit nichts verbrennt. Nach etwa 5 Minuten stelle ich das Gemüse nach oben zum Warmhalten und schiebe das Steak unter den feurig-heißen Infrarotgrill. Sofort fängt die Oberfläche an zu brutzeln, nach 2 Minuten wende ich das Steak um es danach für etwa drei weitere Minuten unten in der Saftschale weiter zu garen. Zu lang, wie sich heraus stellt: Das Grillgemüse ist perfekt, das Steak einen guten Schwung zu gar. Hier hätte das Steak nach der vierminütigen Grillerei in der Schale mit Alufolie abgedeckt werden müssen.

Asteus Steaker

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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