Gesellig grillen

Social Dining: Tischgrills im Test

Wer mit Gästen schlemmen möchte, braucht leckeres Essen und gutes Werkzeug. Welcher Tischgrill macht auf dem Tisch die beste Figur?

Datum:
Tischgrill-Test Philips HD4419/20

Welche Tischgrills überzeugen bei Ausstattung, Gerätequalität und beim Geschmack?

Vielleicht sind Tischgrills für Sie das Werkzeug der Wahl für den nächsten kulinarischen Abend. Statt eines „Grillers“, der die ganze Zeit hektisch die Gäste versorgt, sitzen alle gemütlich am Tisch und brutzeln, auf was sie gerade Appetit haben.

Power und Hitze

Bei einer Leistungsaufnahme zwischen 1.500 und 2.000 Watt ist der Begriff Grillen tatsächlich angebracht: Alle Testkandidaten entwickeln genug Hitze, um Fleisch knusprig und saftig zu bekommen. Obendrein erzeugen sie kaum Rauch und arbeiten sehr schnell – vom Einschalten bis zum ersten fertigen Fleisch vergehen nur wenige Minuten. Der schnellste ist der Philips HD4419/20. Er knackt bereits nach einer Minute und zwanzig Sekunden die 200-Grad-Marke – genug, um das erste Stück Fleisch aufzulegen. Der Severin PG 1525 braucht mit drei Minuten und 50 Sekunden zwar etwas länger, lässt aber auch keine Langeweile aufkommen. Richtig intensive Röstaromen gibt es aber erst ab 250 Grad plus. Kein Problem für die fünf getesteten Tischgrills: Spitzenreiter ist der Steba VG 200, der sogar bis auf 385 Grad erhitzt. Für Würstchen und empfindliches Grillgut ist das sogar zu heiß. Leider bietet keiner der geprüften Tischgrills eine Temperaturanzeige. Allenfalls signalisiert ein Lämpchen, ob das Thermostat gerade heizt. Abhilfe schafft ein bewährter Grilltrick: Hand fünf Zentimeter über die Grillplatte halten und „Mississippi“ sagen. Ist dann die Hand zu heiß, ist auch der Grill zu heiß. Genauer ist ein Grillthermometer.

Galerie: 5 Tischgrills im Test

Keine Niete im Test

Unterm Strich ließ sich aber mit allen Tischgrills etwas Leckeres auf den Teller zaubern. Klasse: Auch mit dem günstigen Severin PG 1525 für 45 Euro klappt das. Aufgrund seiner geringen Leistung von 1.600 Watt und der etwas dünneren Grillplatte brauchen Steaks zwar länger als bei der Konkurrenz; Würstchen, Geflügel und Gemüse gelangen im Test aber einwandfrei.

Temperaturunterschiede

Bei den Modellen Tefal TG8000, Philips HD4419/20 und Steba VG 200 maßen die Tester allerdings starke Temperaturunterschiede auf der Grillplatte. Hier müssen die Gäste also aufpassen, wo sie ihr Grillgut platzieren. Der Philips ist etwa vor allem im mittleren Bereich viel heißer als in den Ecken, während der Steba auf der linken Seite besonders viel Hitze produziert. Der Tefal bleibt dagegen vor allem im vorderen Bereich kühler. Fürs Social Dining, also in trauter Runde an einem großen Tisch, eignen sich die Geräte von Tefal und Steba nur bedingt. Warum? Beim Steba stört der Glasdeckel. Der lässt sich zwar abnehmen, das Design ist aber trotzdem hinderlich, weil die Grillfläche nicht von allen Seiten gut zu erreichen ist. Das Gleiche gilt für den Tefal mit seinen wuchtigen Bedienelementen an der Vorderseite. Als Bester im Test entpuppte sich der WMF Lono mit Bestnoten bei Handhabung, Qualität und Leistung.

Fazit: Der beste Tischgrill

Wer Fisch, Fleisch und Gemüse mit kräftigen Grillaromen will, liegt mit einem Tischgrill richtig. Damit der gemeinsame Abend harmonisch bleibt, sollte jeder gleich gut auf der Grillfläche hantieren können. Bei den Geräten von Steba und Tefal gelingt das nicht so gut: Glasdeckel und Bedienelemente setzen eher eine Frontalbedienung voraus. Das beste Gesamtergebnis erzielt hier der WMF Lono. Immer noch gut und mit 45 Euro der Preis-Leistungs-Sieger ist Severins PG 1525. Tefal und Philips verspielten eine bessere Platzierung: Äußere Gehäuseteile wurden so heiß, dass die Tester die beiden Tischgrills abwerten mussten.

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