Tofu, Gemüse und Co.

Vegetarisch grillen: Die besten Tipps

Beim Grillen sind die Zeiten längst vorbei, als Vegetarier und Veganer nur zuschauen durften. eKitchen zeigt Ihnen, was Sie beim Grillen von Weizenprodukten, Tofu und Gemüse beachten sollten – sodass sogar die Fleischesser neidisch werden.

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Grillen ist längst nicht mehr ein reines Fleischesservergnügen: Auch vegetarisch lassen sich viele schmackhafte Grillgerichte zaubern.

Von wegen, Grillen ist nur etwas für Fleisch-Junkies! Mittlerweile gibt es zahlreiche Produkte, die Grillen auch fleischlos zum Genuss machen: auf Weizen- oder Tofubasis oder schlicht aus Gemüse. Würstchen aus Tofu oder Weizen schmecken viel besser, als so manch ein Fleischesser glauben mag. Für Gemüse gilt: Fast alles lässt sich grillen.

Welches Equipment benötigt man zum vegetarischen Grillen?

Das Beste: Sie brauchen zum vegetarischen Grillen eigentlich nichts an Equipment, was nicht ohnehin zu einer Standard-Grillausrüstung gehört. Da vegetarisches Grillgut in aller Regel hitzeempfindlicher ist als Fleisch, bieten sich Grills an, bei denen man die Hitze leicht kontrollieren und bei Bedarf verringern kann: zum Beispiel durch Vergrößern des Abstands zwischen Kohle und Rost. Wenn Sie einen Kugelgrill besitzen, umso besser. Mit ihm kann man sehr gut indirekt grillen. Bei dieser schonenden Zubereitungsart liegt das Gargut nicht direkt über der Kohle.
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Der Klassiker, wenn es ums vegetarische Grillen geht: Maiskolben.

Und sonst? Holz- oder Metallstäbe sind toll für Gemüßespieße. Viele vegetarische Griller schwören zudem auf Aluschalen. Für manche Gerichte benötigt man Alufolie zum Einwickeln.

Diese vegetarischen Lebensmittel lassen sich besonders gut grillen

Mais ist der Klassiker auf dem Grill – diesen Grillsnack liebt doch jeder! Ähnlich gut sind Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Champignons. Weitere Klassiker: Zucchini, Auberginen und Fenchel. Nichts ist verboten beim vegetarischen Grillen. Probieren Sie doch beispielsweise mal gegrillten Spargel.
Tofu und Seitan gibt es in etlichen Varianten von der Würstchenform bis hin zum Steak. Da Tofu wenig Eigengeschmack besitzt, sollte man es beherzt würzen. Auch viele Käsesorten sind auf dem Grill gut aufgehoben. Hartkäse wie Haloumi oder in Alufolie gepackte Weichkäse schmecken gegrillt wunderbar.
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Gemüse am Spieß: immer wieder lecker!

Vegetarisch grillen: Die Vorbereitung

Marinieren: Das A und O beim Grillen von Gemüse ist die würzige Marinade. Sie schützt nicht nur das fleischlose Gargut vor dem Austrocknen und Verbrennen, sie gibt ihm auch den besonderen Geschmackskick – sodass die vegetarische Variante der Bratwurst in nichts nachsteht. Gemüse legen Sie am besten in einer Mischung aus Öl, Essig und einer Kräuter- und Gewürzmischung (z.B. Rosmarin, Thymian, Ingwer, Knoblauch, Chilipulver) für mehrere Stunden ein. Salzen sollten Sie Gemüse übrigens grundsätzlich nach dem Grillen, ansonsten könnte das Salz das Gemüse austrocknen. Auch Tofu oder Weizenprodukte wie Seitan kann man in einer Marinade einlegen. In jedem Fall sollte man es mit einem hitzebeständigen Öl bestreichen, da es viel weniger Fett als Fleisch enthält.
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Vorsicht Hitze: Vegetarisches Grillgut ist besonders hitzeempfindlich.

Auf dem Grill

Vorsicht heiß: Vegetarisches Grillgut ist in der Regel hitzeempfindlicher als die Kollegen Steak, Bratwurst und Co.! Je nach Grill sollten Sie es daher mit der Hitze nicht übertreiben und auf Zack sein, falls doch mal etwas zu verbrennen droht.
Wenn Sie Gemüse zubereiten, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Variante eins: der Spieß. Optisch toll. Nachteil: Beim Drehen der Spieße kann man sich schnell die Finger verbrennen und unterschiedliche Gemüsesorten haben unterschiedliche Garpunkte. Variante zwei: eingepackt in Alufolie. Dabei bleibt das Gemüse meist saftig, wird aber eher gegart als gegrillt. Kleine Alugrillschalen sind daher eine sinnvolle Kompromisslösung.
Die Garzeiten von vegetarischem Gargut variieren – wie beim Fleisch – je nach Sorte und Dicke des Garguts und hängen davon ab, wie Sie grillen (schonend indirekt oder richtig heiß direkt über der Glut). Im Durchschnitt braucht vegetarisches Gargut allerdings etwas länger als Fleisch.
Philipp Weber

von

Freischaffender Journalist aus Hamburg. Mit Vorliebe für gutes Essen und clevere Technik. Tätig unter anderem für eKitchen und den Stern.

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