Zart und würzig

Fleisch professionell marinieren – von innen

Marinieren Sie wie ein Profi – mit einer professionellen Marinierspritze und bester Marinade. Sie veredeln auf diese Weise nicht nur Fleisch für den Grillabend, sondern auch Gebäck und Kuchen.

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mariniertes Fleisch

Mit Marinade grillen Sie jedes Fleisch perfekt – ein Highlight für jede Grill-Party.

Das Fleisch hat einen Stich – damit meinte man früher, das Fleisch schmeckt nicht mehr ganz frisch. Heute verpassen Sie frischem Fleisch einen Aroma-Stich und impfen es, damit es köstlich schmeckt. Mit Marinierspritzen gelangt die Marinade tief ins Fleisch.
Unsere Urgroßeltern beizten Speisen, um sie haltbarer zu machen. Im Zeitalter der Kühlschränke marinieren wir allein für den Geschmack. Von außen aufgetragen, machen Marinaden das Fleisch zarter und geschmackvoller. Sie dringen aber nur wenige Millimeter ins Fleisch ein. Marinierspritzen hingegen aromatisieren das Fleisch von innen. Wer auf die geniale Idee kam? Natürlich die Weltmeister am Grill in den USA. Sie verwenden ihre Kitchen Injectors für Barbecue & Pulled Pork, den Thanksgiving-Truthahn und das berühmte Beef Jerky. In die Fleischmarinade von heute kommt übrigens keine Säure (Essig oder Zitrone) mehr, das Fleisch ist schließlich frisch.

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Marinade mit Stich – was bringt die Marinadenspritze?

Die Küchenspritze bringt die Marinade sekundenschnell in tiefe Fleischschichten ein und bewirkt dort Aromawunder. Herkömmliches Marinieren beeinflusst nur die Oberfläche – es sei denn, man lässt das Fleisch wie beim Sauerbraten tagelang in der Marinade liegen und wendet immer fleißig. Das Marinieren von innen macht Fleisch generell zarter und auch trockenes Fleisch, wie Putenfleisch, schön saftig. Küchenspritzen lassen sich übrigens auch fürs Füllen von Krapfen verwenden.
  • Tipp: Lassen Sie das Fleisch auch beim Marinieren von innen mindestens eine Stunde ruhen, bevor Sie es weiterverwenden.

Marinierspritze – wie impft man einen Braten?

Keine Angst vor der Spritze! Gekonnt die Spritze setzen – das gelingt jedem. Stechen Sie mit der Nadel tief ins Fleisch und spritzen Sie die Marinade langsam ein. Spritzen Sie weiter, während Sie die Nadel herausziehen. Manchmal tritt die Flüssigkeit beim Injizieren wieder aus – das heißt lediglich, dass das Fleisch keine weitere Flüssigkeit aufnimmt, weil es schon so saftig ist.
Impftipps:
  • Füllen Sie die fertige Marinade in ein hohes Gefäß, damit sich die Marinierspritze gut füllen lässt.
  • Führen Sie die Nadel tief ins Fleisch ein. Spritzen Sie langsam, auch noch während Sie die Nadel wieder herausziehen. So verteilt sich die Flüssigkeit am besten.
  • Bewegen Sie die Spritze vom Einstichloch aus in verschiedene Richtungen. So erreichen Sie verschiedene Schichten und vermeiden zu viele Einstiche ins Fleisch.
  • Verwenden Sie keine Spritzen aus dem medizinischen Bereich, sie würden die Fleischfasern zerstören.

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Was kommt in die Marinierspritze?

Alle Flüssigkeiten, die Sie auch sonst in Ihre Marinade tun, eignen sich für die Marinier-Spritze: Brühe, geklärte Butter, Sojasauce, Olivenöl, Fischsauce, Worcester Sauce, Teriyaki Sauce, Whiskey, süße Ingredienzien wie Ahornsirup oder Honig – Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Verrühren Sie die gewünschten Zutaten zu einer flüssigen Marinade. Für festere Marinaden wie Pesto oder dem in USA beliebten Jerk Spice brauchen Sie eine größere Tülle.
Worauf Sie am besten achten:
  • Keine groben Gewürze wie Pfeffer-, Piment- oder Korianderkörner einfüllen. Sie verstopfen die Nadel.
  • Alle Zutaten fein vermahlen und unter die Marinade rühren.
  • Apfelsaft bringt einen Hauch Säure in Ihre Marinade und macht das Fleisch saftig.
  • Verwenden Sie dunkle Saucen für rotes, helle Saucen für weißes Fleisch.

Was ist eine Marinade?

Ursprünglich war eine Marinade eine Beize, mit der Lebensmittel haltbar gemacht wurden. In grauer Vorzeit gab es keine Möglichkeiten, seine Beute einzufrieren, und vorkochen war auch schwierig ohne Kühlung oder Frostung. Daher legte man Fisch und Fleisch in saure Flüssigkeiten ein oder pökelte sie mit Salz, bzw. einer Salzlake. Heute ist das Marinieren für uns ein kulinarisches Plus, wenn’s ums Zubereiten von Fleisch geht. Beim Marinieren von innen werden meist flüssige Marinaden verwendet, meist eine Mischung aus Brühe, Öl und Saft.

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Welches Fleisch ist zum Marinieren geeignet?
Am besten ist das Fleisch geeignet, das geschmacklich nicht den totalen Wow-Effekt hat. Rinderfilet oder zarte Lammkoteletts brauchen Sie nicht zu marinieren. Höchstens etwas Öl darüber pinseln, bevor Sie grillen. Schweinefleisch, größere Braten sowie meist etwas trockenes Putenfleisch oder Hühnerfleisch vertragen die aromatische Injektion gut. Sie bekommen einen Würzekick und sind dann saftig und zart.

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