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Trendwende: Werden Holzkohle-Grills immer unbeliebter?

Lange galt Holzkohle als DER Brennstoff für den Grill. Jetzt deutet sich eine Trendwende an: Der Platzhirsch wird zusehends von Alternativen verdrängt.

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Grillkohle

Bald nur noch kalte Asche? Holzkohle wird immer unbeliebter.

Wenn man vor 20 Jahren vom Grillen gesprochen hat, dann wanderte das geistige Auge der bratwurstbratenden Allgemeinheit automatisch zu den großen Säcken voller Holzkohle, die seit letztem Sommer im Keller standen und nur darauf warteten, in der neuen Saison endlich zum Einsatz zu kommen. Holzkohle war über Jahre das – gefühlt – einzige Brennmaterial, um Bratwurst und Steak (immer etwas zu lange) durchzugaren und mit Röstaromen zu versehen. Mit der noch relativ neuen Grillkultur in Deutschland ändert sich aber auch das Verhalten der Konsumenten. Und das rapide: Immer weniger Menschen nutzen Grillkohle, die Alternativen nehmen rasant Fahrt auf.

Grillen: Gas und Strom auf Wachstumskurs

Der direkte Vergleich ist besonders deutlich: Nach Angaben des Vergleichsportals Check24 schlugen 2016 noch fast drei Viertel aller Kunden beim Holzkohlegrill zu. Nur zwei Jahre später (Stand: April 2018) wollen mit 49 Prozent weniger als die Hälfte der Nutzer ihre Grills mit Kohle befeuern. Interessant auch die Entwicklung der Alternativen: Nach einem großen Boom von Gas-Grills im vergangen Jahr (Anteil: 35 Prozent) geht der Anteil wieder etwas zurück. Gleichzeitig explodiert die Nachfrage bei Elektrogrills: Aktuell will fast ein Viertel der Käufer mit Strom grillen – und das, obwohl der Elektrogrill lange als ungeliebtes Stiefkind der Grillszene galt und noch im Vorjahr nur knapp mehr als zehn Prozent der Shopper Lust auf ein solches Gerät hatten. Ob der Weber Pulse hier seinen Beitrag geleistet hat?

Gasgrills