70 Fleischspieße betroffen

Polizei zieht 1.600 Kilo Gammel-Döner aus dem Verkehr

Das Gammelfleisch war bereits in den Döner-Imbissen: In letzter Sekunde wurde durch die Polizei ein neuer Ekelskandal verhindert. Das ist passiert.

Datum:
Gammeldöner

Döner ist ein beliebter Imbiss der Deutschen. Gammelfleisch-Skandale schaden dem Image kaum.

Nur knapp konnte in Husum ein neuer Dönerfleisch-Skandal durch die Polizei abgewendet werden. Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei Dönerspieße aus dem Verkehr ziehen musste: In Husum kontrollierten die Beamten einen Kleintransporter – mit schockierenden Erkenntnissen. Der Innenraum des Fahrzeugs war verschmutzt, die dort gestapelten Dönerspieße wirkten schlecht gekühlt. Und tatsächlich: Messungen durch Lebensmittelkontrolleure bestätigten den Verdacht der Ermittler, im Schnitt lagerten die Spieße etwa 10 Grad wärmer als die erforderlichen -18 Grad.
Polizei

Ein Lebensmittelkontrolleur überprüft die Temperatur der Fleischspieße.

Skandal verhindert: Döner bereits ausgeliefert

Die besondere Brisanz liegt aber darin, dass diese unhygienischen Fleischspieße zum Teil bereits ausgeliefert wurden. Insgesamt 13 Döner wurden nach der Entdeckung in Husumer Imbissen konfisziert. Gemeinsam mit den im Transporter gelagerten Spießen – insgesamt über 1.600 Kilogramm Fleisch – wurden Sie umgehend in einer Tierkörperverwertung beseitigt. Dass das Fahrzeug um knapp ein Drittel überladen war kommt nur erschwerend hinzu. Sowohl den Fahrer als auch den verantwortlichen Döner-Unternehmer erwarten nun unter anderem eine Strafanzeige nach dem Lebensmittelrecht. Vielleicht sollte man den Döner also künftig einfach selbst machen.