Wie viel Wasser braucht ein Geschirrspüler?

Fakten zum Wasserverbrauch von Spülmaschinen

Was ist für Ihren Wasserverbrauch besser: Geschirrspülmaschine oder Spülen von Hand? Und wer benötigt mehr Strom. Unser Faktencheck klärt auf.

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Wasserverbrauch Spülmaschine

Wasserverbrauch Spülmaschine: spülen per Hand ist teurer als mit dem Geschirrspüler.

Die Universität Bonn machte die Probe aufs Exempel. Sie testete 200 Haushalte in vier verschiedenen Ländern. Das Ergebnis:
  • Ein durchschnittlicher deutscher Testspüler verbrauchte beim Geschirrabwaschen per Hand rund 46 Liter Wasser (zwei volle Spülbecken). Portugiesen oder Spanier brachten es gar auf 170 Liter für die gleiche Menge Abwasch.
  • Sparsame Spülmaschinen brauchen dagegen nur 15 Liter Wasser pro Spülgang.
  • Außerdem verbrauchen hochwertige Geschirrspülmaschinen 28 Prozent weniger Energie als das Spülen per Hand.
  • Bei der Ökogesamtbilanz punktet die Spülmaschine also eindeutig vor dem Handspülen, selbst wenn man Herstellung und Transport eines Geschirrspülers einbezieht.
  • Das Problem bei der Sache: Viele Testteilnehmer füllten ihre Spülmaschine nicht ordentlich mit Geschirr und Besteck. Einige spülten obendrein das verdreckte Geschirr unter fließend heißem Wasser vor.
  • Beide Spülmethoden zu vergleichen, ist deshalb nicht immer einfach, da jeder Mensch unterschiedlich (sorgfältig) von Hand spült oder seine Spülmaschine einräumt. Welche Art Geschirrspülen im Einzelnen ökologisch verträglicher ist, ist von folgenden Faktoren abhängig:
  1. persönliches Spülverhalten
  2. Größe des Haushalts
  3. Menge an Geschirr
  4. Verschmutzungsgrad
  5. Wassertemperatur beim Spülen
  6. Art und Dosierung des Spülmittels
  7. technische Ausstattung der Spülmaschine

So bedienen Sie Ihre Spülmaschine richtig


  • Dosieren Sie Reiniger, Salz und Klarspüler nach den Herstellerangaben (Wasserhärte beachten).
  • Laden Sie Ihren Geschirrspüler bis zum Rand voll. So sparen Sie sich jeden zehnten Spülgang.
  • Wer immer mal wieder dazwischen schnell per Hand Besteck und Teller abspült, verbraucht unnötig viel Wasser.
  • Vorspülen unter laufendem Wasser verdirbt Ihnen die Ökobilanz. Reinigen Sie Ihr Geschirr vorher nur grob von Essensresten – den Rest erledigt eine gute Spülmaschine ganz von alleine.
  • Nutzen Sie bei leichten Verschmutzungen Kurz- und Sparprogramm bei niedrigen Temperaturen.
  • Spülen Sie aber mindestens einmal pro Monat bei 65 Grad, um Fettablagerungen in der Maschine vorzubeugen.
  • Reinigen Sie regelmäßig das Spülmaschinensieb. Ein verdrecktes Sieb erhöht die Spülzeit und damit den Energieverbrauch.
  • Schalten Sie Ihre Spülmaschine vollständig aus, wenn das Programm durchgelaufen ist.
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