Kaufberatung Spülmaschine

Spülend leicht: Welche Spülmaschine kaufen?

45 oder 60 cm? Welche Effizienzklasse? Nur wer weiß, was er braucht, kann die perfekte Spülmaschine kaufen. eKitchen hilft Ihnen bei der Wahl.

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Spülmaschine

Die Auswahl an Geschirrspülmaschinen kann schon erschlagen – eKitchen gibt daher Tipps, welche Maschine sich für Sie persönlich am besten eignet.

Moderne Spülmaschinen reinigen das Geschirr besser als ihre Vorgänger. Trotzdem brauchen sie für ihren Job weniger Chemie, Wasser und Strom. Dank intelligenter Technik sollen aktuellen Maschinen neun Liter Wasser für ein komplettes Spülprogramm reichen. Da müssen Hand-Spüler sich richtig Mühe geben. Und Spaß macht Abwaschen ja nun wirklich nicht. Wer einen Spülmaschinen-Oldie ausmustern oder sich ein neues Modell zulegen will, sieht sich mit einer riesigen Auswahl konfrontiert. eKitchen hat den Markt studiert und zeigt, welche Ausstattung wirklich wichtig ist. Zudem finden Sie in drei Fotostrecken je 5 beliebte Geschirrspüler für die drei typischen Haushalte – Single, Paar und Familie.

Eine neue Maschine spart Geld

Das Öko-Institut hat’s ausgerechnet: Eine Spülmaschine der höchsten Effizienzklasse A+++ spart gegenüber einem durchschnittlichen Altgerät pro Jahr insgesamt etwa 40 Euro für Strom und Wasser. Auf die von Herstellern angegebene mittlere Lebensdauer einer Spülmaschine von etwa zwölf Jahren ergibt sich so eine Gesamteinsparung von gut 480 Euro! Diese Angaben beziehen sich auf Geräte mit einer Kapazität von 12 bis 14 Maßgedecken und auf 280 Spülgänge pro Jahr. Der Umstieg auf ein Neugerät kann sich also besonders für Familien richtig lohnen. Schließlich fällt hier am meisten schmutziges Geschirr an, und manche Maschine läuft sogar mehrmals täglich.

Unterschiedlicher Verbrauch

Eine gute Orientierung beim Kauf gibt das Energie-Label, das meist direkt auf dem Gerät klebt. Das Label gibt Auskunft über den Stromverbrauch des Geschirrspülers, die effizientesten Spüler erhalten die Auszeichnung A+++. Beim Wasserverbrauch reicht die Spanne von 8 bis 18 Liter pro Vollspülgang. Das Energie-Label verrät allerdings nur den jährlichen Wasserverbrauch. Die Trocknungswirkungsklasse zeigt, wie trocken das Geschirr am Ende des Spülprogramms ist. Die Skala reicht von A (trocken) bis G (feucht). Alle der hier vorgestellten Geräte haben die Trocknungsklasse A. Die weiteren Angaben verraten die maximale Beladungsmenge und Lautstärke.

Auf die Bauweise achten

Beim Kauf müssen Sie aber zunächst auf die richtige Bauart achten, denn Geschirrspüler gibt’s in vier Varianten: Standgerät, unterbaufähiger Geschirrspüler, integrierbares oder vollintegrierbares Einbaugerät. Diese Unterteilung kann verwirren, vor allem, wenn Sie beim Kauf einer Küchenzeile nach einem passenden Geschirrspüler suchen. Für eine optimale Integration ist ein unterbaufähiger Spüler nötig, dessen obere Geräteplatte sich entfernen lässt. So verschwindet die Maschine unauffällig unter einer Arbeitsplatte. Die oftmals weiße Front bleibt dabei komplett sichtbar.

Galerie: Die 5 beliebtesten Geschirrspüler für Singles

Perfekt in die Küche integriert

Integrierbare Spülknechte sind dagegen dekorfähig und passen sich noch besser an eine Einbauküche an. An vielen Modellen lassen sich eine Gehäusefront und eine Sockelleiste anbringen, die dem Design der Einbauküche entsprechen. Bei diesem Typ bleiben die Bedienelemente des Geschirrspülers sichtbar, weshalb man auch von Teilintegration spricht. Bei voll integrierbaren Geräten liegen die Bedienelemente hinter einer separaten Türklappe. Die Bauform schränkt die Auswahl aber nicht ein, alle Hersteller bieten ihre Modelle in sämtlichen Bauformen an. Am besten verkaufen sich bei Miele laut Produktmanager Tobias Landwehr die vollintegrierten Geräte, die gerade bei der Neuküchenplanung beliebt sind. Unterbau- und Standgeräte decken den Ersatzbedarf für Küchen, die weder neu gebaut noch generalüberholt werden.

Der ideale Spüler für Singles

Weil ein Single weniger Geschirr reinigen muss als eine Großfamilie, reicht meist eine schmale Maschine. Ideal für Single-Küchen sind 45 Zentimeter Baubreite. Schlanke Modelle fassen bis zu zehn Maßgedecke. Die Preise für Single-Spüler beginnen bei rund 350 Euro. Mehr als 2700 Liter Wasser oder 230 kWh pro Jahr sollte das Wunschgerät nicht verbrauchen.

Galerie: Die beliebtesten Geschirrspüler für Paare

Die beste Maschine für Paare

Für Haushalte mit zwei Personen eignen sich Geräte mit einer Breite zwischen 55 und 60 Zentimetern. Sie spülen zwischen 12 und 15 Maßgedecke. Optimalerweise verbraucht ein Geschirrspüler für Familien nicht mehr als 3000 Liter Wasser oder 300 kWh Strom pro Jahr. Die Preise für paartaugliche Maschinen rangieren zwischen 300 und 600 Euro.

Eine für die ganze Familie

Haushalte mit vier und mehr Personen haben andere Präferenzen: Sie brauchen Geräte mit großem Innenraum. Einige Modelle bieten Extras wie Satelliten- und Deckensprüharm sowie spezielle Weinglashalter und sollen damit auch große Mengen Geschirr problemlos und bruchfrei säubern. Wer die typischen Kosten von rund 800 Euro scheut, der greift zum Beko DSN 6834 FX30 für 500 Euro (234 kWh/Jahr sowie 2800 Liter/ Jahr). Auch er bietet Raum für 13 Maßgedecke und ermöglicht mit dem Programm „Baby Protect“ einen besonders gründlichen Spülgang. Richtig High-End wird’s mit dem sparsamen Spüler SBV88TX06E von Bosch (211 kWh/Jahr und 2100 Liter/ Jahr). Mit seiner Home-Connect-Technik und der passenden Smartphone-App verrät das Gerät den aktuellen Spülstand auch unterwegs oder auf dem Sofa. Sein Anschaffungspreis liegt bei rund 1100 Euro.

Galerie: Die beliebtesten Geschirrspüler für Familien

Bedienung und Spülprogramme

Trotz aller tollen Technik in modernen Geschirrspülern: Für die meisten Verbraucher ist eine einfache Bedienung besonders wichtig. Sinnvollerweise beschränken sich alle auf diesen Seiten vorgestellten Maschinen auf möglichst wenige Einstellmöglichkeiten. Zu den unverzichtbaren Optionen gehören Programmwahl, Zeitvorwahl, Start und Stopp.

Was bringt der Turbo-Spülgang?

Eine wählbare Startzeit ist sinnvoll, damit zum Beispiel das saubere Geschirr nicht zu lange in der Maschine bleibt und durch Kondenswasser wieder feucht wird. Ausprobieren sollten Sie auch das Kurzprogramm, das etwa 30 Minuten dauert. Doch Vorsicht: Einige Modelle verbrauchen im Turbobetrieb mehr Wasser und Strom. „Lange Spüldauer bedeutet nicht auch gleichzeitig einen hohen Energiebedarf“, erklärt Emanuel Dettmann, Produktmanager bei AEG. „Viel Energie verbrauchen kürzere Programme mit hohen Temperaturen, weil das Aufheizen am meisten Strom benötigt.“ Wer beim Spülen sparen möchte, sollte grundsätzlich das Eco-Programm nutzen. Es spült mit 50 Grad Celsius und braucht etwas länger. Dafür ist es aufgrund der niedrigen Temperatur sparsamer. Für starke Verschmutzungen, etwa durch viel Fett, empfehlen die Hersteller Programme mit Temperaturen um die 75 °C. Bosch hat dafür in seinen Geräten das Programm „HygienePlus“. Empfindliche Gläser dagegen verlangen nach einer Sonderbehandlung mit einem schonenden Glas-Programm. Das bieten inzwischen viele Anbieter, AEG zum Beispiel im Modell F68452IM0P. Ebenfalls smart und praktisch ist der Waschgang „Halbe Beladung“. Geschirrspüler – insbesondere mit einer Breite von 60 cm – werden nicht immer bis zum Anschlag befüllt. Beko hat diese Sparmaßnahme unter anderem im DFS 2435 installiert und spart so Energie.

Vernetzt und leise

Doch die Hersteller entwickeln nicht nur die Programme ihrer Spülmaschinen kontinuierlich weiter. Mit Modellen wie dem Bosch SBV88TX06E oder dem Siemens SX678X06TE und Geräten von Miele werden Geschirrspüler smart: Sie lassen sich per Smartphone-App oder übers Internet steuern. Nötig sind dazu ein iPhone (Android soll noch im Frühjahr folgen), ein WLAN-Router und eine Internetverbindung. Damit ausgerüstet senden die Geräte dann Nachrichten wie etwa „Spülmaschine ausräumen“ oder „Ersatzteile bestellen“ an den Nutzer. Ist die Maschine schon fertig? Auch die Spülstände kann der Nutzer bequem aus der Ferne abfragen. Während Bosch und Siemens auf die Home-Connect-Technik setzen, will Miele mit seinem System Miele@home den Durchbruch schaffen. Mit der App Miele@mobile startet und stoppt der Nutzer beispielsweise die G 6995 SCVi XXL K2O aus der Ferne. Besonders spannend ist dabei, dass diese Geräte „Smart Grid ready“ sind. Das bedeutet: Sobald die Stromversorger flächendeckend Smart Grid anbieten, wählen diese Geräte automatisch den günstigsten Stromtarif. Smart Grid ist ein intelligentes Stromnetz, dass Stromerzeuger und Verbraucher besser vernetzen soll. Immerhin: Maschinen mit der Technik FlexiTimer, wie Mieles G 6300, können bereits jetzt aus drei zuvor programmierten Stromtarifen wählen, wenn der Versorger flexible Stromtarife anbietet.

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