Extra-Portion Frittiertes

Philips Airfryer XXL: Mega-Heißluftfritteuse im Test

Bis zu sechs Portionen Pommes auf einen Schlag in der Heißluftfritteuse frittieren? Mit dem Philips Airfryer XXL ist das möglich.

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Philips Airfryer XXL

Mehr geht nicht: Philips schickt mit dem Airfryer XXL den bisher größten Airfryer ins Rennen.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Dieser Philips Airfryer ist wirklich XXL – und damit kaum für kleine Küchen geeignet. Dafür sind 1,4 Kilogramm Pommes frites ebenso wenig ein Problem für das Gerät wie ein ganzes Hähnchen oder das gleichzeitige Garen verschiedener Produkte. Der Airfryer XXList etwas laut, dafür entwickeln sich kaum störende Gerüche. Die Bedienung ist einfach, die Reinigung entspannt. Viel macht diese Heißluftfritteuse nicht falsch. Wer gern fettreduziert und in großen Mengen kocht, findet im Philips Airfryer XXL einen wertvollen Küchenhelfer.

Pro

  • Schlichtes Design
  • Geringe Geruchsbildung
  • Knusprige Nahrungsmittel mit wenig Fett
  • Sehr großer Garraum
  • Leichte Reinigung

Kontra

  • Teils nicht optimale Verarbeitung
  • Recht hohe Arbeitslautstärke
  • Kein Rührelement

Philips Airfryer XXL

Heißluftfritteusen gibt es viele. Einige sind besonders klein, andere der erhältlichen Fritteusen sind recht groß. Allen, denen recht groß noch nicht groß genug ist, tut Philips mit dem Airfryer XXL (UVP: 339,99 Euro) einen XXL-Gefallen. In einem Schub machen Sie mir-nichts-dir-nichts bis zu 1,4 Kilogramm Pommes frites und sogar ein ganzes Hähnchen passt in den Grillkorb. Damit gehört dieser Airfryer zum größten, was der Heißluftfritteusen-Markt zu bieten hat. Und das alles mit frischen Zutaten und natürlich fast ohne Fett. Aber auch mit tiefgekühlten Fertigprodukten soll diese Fritteuse bestens zurechtkommen. Dass Heißluftfritteusen oftmals mit nur einem Löffel Öl arbeiten, ist inzwischen kein Geheimnis mehr – aber wie gut funktioniert das in einer so riesigen Maschine. Wir haben den Philips Airfryer XXL aus der Avance Collection getestet. Das ist die Premium-Variante des Geräts mit einigen Extras (voreingestellte Programme und digitale Anzeige) mit dem Airfryer XXL der Viva Collection gibt es noch eine etwas günstigere Version. Im Test verraten wir, was das frittierende Schlachtschiff kann – und was nicht.

Philips Airfryer XXL: Aufbau und erster Eindruck

Wow, wenn Philips XXL sagt, dann meint Philips auch XXL. Diese Heißluftfritteuse ist mit Maßen von etwa 32x43x32 cm wirklich nicht platzsparend. Das Gewicht von 6,82 kg ist zwar nicht leicht, überrascht beim Transport und Auspacken aber dennoch positiv. Erfreulich: Das Gerät aus der Avance Collection ist quasi ab der ersten Sekunde starklar. Die Einzelteile – vom Fett-Auffangeinsatz bis zum Garkorb – greifen logisch ineinander und sind sofort an der richtigen Stelle platziert. Kurz die Einzelteile abspülen, fertig. Einen unangenehmen Geruch von Plastik oder Chemikalien gibt es nicht. Allgemein wirkt das Gerät solide und robust.

Philips Heißluftfritteuse: Nur kleine Schwächen in der Verarbeitung

Philips Airfryer XXL

Philips Airfryer XXL im Detail.

Hier und da fallen in der Verarbeitung kleinere Schwächen auf. Besonders die Schublade mit dem Korb dürfte etwas fließender öffnen, auch das Plastik schließt nicht überall gleichmäßig ab. Bei einem Gerät dieser Preisklasse erwarten wir einen Hauch mehr Liebe zum Detail. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau: der Airfryer XXL sieht gut aus, fühlt sich gut an und ist äußerst robust. Die relevanten Einzelteile sind sogar spülmaschinengeeignet – auch der Reinigungsaufwand hält sich also in Grenzen.

So arbeitet der Philips Airfryer XXL

Airfryer Twin TurboStar

Philips nennt die Heißluft-Technologie im Airfryer XXL „Twin TurboStar”.

Anders als eine reguläre Fritteuse arbeitet der Airfryer, wie der Name bereits verrät, mit Luft. Philips setzt auf ein spiralförmiges Heizelement über dem Frittierkorb. Mit 2225 Watt Leistung kommt das Gerät innerhalb kürzester Zeit auf Temperatur. Ein Vorheizen ist nicht notwendig. Hieraus resultiert ein spürbarer Zeitvorteil im Vergleich zum Backofen. Mit einer Technologie, die Philips Twin TurboStar nennt, entsteht ein Heißluftwirbel im Garraum, der die Lebensmittel von allen Seiten gleichmäßig mit Wärme versorgt. Möglich sind Temperaturen zwischen 40 und 200 °C. Viele der Lebensmittel benötigen kein zusätzliches Fett. Dort, wo es doch nötig ist, extrahiert das Gerät den Überschuss und sammelt ihn am Boden der Maschine. Die Arbeitslautstärke der Heißluftfritteuse ist dank der Belüftung nicht gerade leise. Die Lautstärke ist kein Totalausfall, eine etwas geringere Lautstärke würde dem Komfort aber nicht schaden.

Diese Heißluftfritteuse von Philips ist ein Tausendsassa

Airfried Tofu

Frittierte Snacks aus der Heißluftfritteuse Philips Airfryer XXL Avance Collection.

Wer glaubt, eine Heißluftfritteuse lohnt sich nur für ein paar fettreduzierte Pommes, irrt. Im mitgelieferten Booklet finden sich zahlreiche Rezepte und empfohlene Einstellungen für Gerichte wie Ratatouille, knuspriges Sushi oder sogar Gebäck. Für Kuchen & Co. bietet Philips spezielles Backzubehör separat an (hier bei Amazon kaufen). Tatsächlich: Im Test verknusperte der Airfryer XXL alles, was im Frittierkorb landete. Paniertes Tofu? Außen knusprig, innen saftig. Marinierte, milde Peperoni? Luftig, kross und leicht. Auch Nuggets bekommen die gewünschte goldbraune Färbung. Ein kleiner Trenner ermöglicht es, verschiedene Produkte gleichzeitig zu garen – allerdings dann nur mit den selben Temperatureinstellungen. Insgesamt ist etwas Feingefühl notwendig: Der Grad zwischen noch nicht ganz perfekt und schon etwas zu trocken ist schmal. Besonders, wenn Sie von der dreißigminütigen Warmhaltefunktion Gebrauch machen, sollten Sie mit einer gewissen Austrocknung des Garguts rechnen.

Die Pommes-Challenge: Frisch und tiefgekühlt in die Heißluftfritteuse

Pommes Airfryer Philips Heißluftfritteuse

Was gelingt besser? Pommes aus frischen Kartoffeln (oben) – oder die industrielle Tiefkühlvariante( unten)?

Bis zu 1,4 Kilogramm Pommes frites passen in die Heißluftfritteuse. Das entspricht etwa zehn mittelgroßen, zurechtgeschnittenen Kartoffeln und übertrifft die durchschnittliche Größe einer Tiefkühlfritten-Packung. Aber wie gelingen die Fritten besser? Was ist komfortabler? Wir haben den Test gemacht.

Pommes frites: frisch oder tiefgekühlt – was ist besser?

Frische Kartoffeln

Tiefkühl-Pommes-frites

Vorbereitung

Kartoffeln waschen, schneiden, 30 Minuten in Wasser einlegen, trocken, mit einem Esslöffel Öl benetzen, Pommes einfüllen

Tüte öffnen, Pommes einfüllen

Gardauer

Je nach Menge: 13 bis 30 Minuten

Je nach Menge: 13 bis 30 Minuten

Knusprigkeit

Je nach Dicke: zwischen etwas pappig und sehr knusprig

bei gleichbleibender Dicke vorwiegend knusprig

Fettigkeit

Niedrig: Der zugegebene Esslöffel des frei wählbaren Öls landet zu großen Teil im Auffangbereich der Maschine.

Hoch: Die vorfrittierten Pommes sind immer recht fettig.

Aroma

Je nach Kartoffelart und individueller Würzung intensiv bis mild.

Intensiv: Sind die gekauften Fritten vorgewürzt, lässt sich nur wenig machen. Bei ungewürzten Produkten kommt ein starker Fettgeschmack durch.

Die Vorbereitungszeit der frischen Pommes ist zu erwarten, aber auf den ersten Blick etwas abschreckend. Mehr als eine Stunde sollten Sie für das Schneiden, Lösen der Stärke und Frittieren einplanen. Das Produkt aus der Tiefkühltruhe geht deutlich schneller. Die immer gleich aussehenden und immergleich schmeckenden Kartoffel-Sticks sind aufgrund des industriellen Anfrittierens deutlich fettiger. Was ja nicht immer schlecht ist, man isst so ein Produkt ja nicht, um sich besonders gesund zu ernähren, sondern weil es eben salzig-fettige Pommes sind. Wer die Zeit investieren möchte und gerne etwas herumexperimentiert, findet in den frisch im Airfryer XXL zubereiteten Pommes frites eine gute Möglichkeit, sich immerhin etwas bewusster zu ernähren. Mit wenig Öl und hochwertigen Kartoffeln und etwas Meersalz darf man diese Variante fast schon als gesund bezeichnen. Die Geruchsentwicklung ist in beiden Fällen im Vergleich zu Ofen und klassischen Fritteusen minimal! Schade bleibt ein typisches Problem der Airfryer-Reihe: es fehlt ein Rührelement. Bei der Konkurrenz von Tefal (hier bei Amazon entdecken) hilft ein rotierender Rührarm bei einer besseren Verteilung der Heißluft. Bei Philips ist noch immer ein gelegentliches Durchschütteln des Garguts notwendig. Das ist kein Weltuntergang und nur wenig aufwändig – aber eben weniger komfortabel.

Für wen ist der Philips Airfryer XXL?

Airfryer Test

Knusprige Nuggets, ein geräumiger Garkorb und ein System, das überschüssiges Fett auffängt – was wünscht man sich bei einer Heißluftfritteuse mehr?

Der Airfryer XXL ist riesig – das ist nichts für kleine Küchen. Bei Platzmangel bietet sich eine der kleineren Varianten aus Philips Portfolio an. Die klassische XL-Variante ist spürbar kleiner, bietet aber immernoch ein solides Fassungsvermögen. Wer große- oder viele Mägen zu füllen hat, findet aber im Philips Airfryer XXL einen leistungsstarken, präzise arbeitenden und attraktiven Küchenhelfer. Für Familien, Partys oder Meal-Prep ist es ein wunderbares Gerät.

Philips Airfryer: Preis und Verfügbarkeit

Der Philips Airfryer XXL in der Avance Collection ist mit einem Preis von 339,99 Euro gelistet. Auf Amazon und im Netz findet man aber deutlich bessere Angebote. Das Gerät ist seit Ende August 2017 im Handel und entsprechend weitläufig verfügbar.

Philips Airfryer XXL