Praktische App-Steuerung

Die Heißluftfritteuse Tefal ActiFry smart XL mit Rührarm im Test

Via Bluetooth lässt sich die Heissluftfritteuse ActiFry smart XL von Tefal mit Smartphone oder Tablet steuern und überwachen. ekitchen-Autor Gerald Sinschek hat die App gestartet.

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Tefal Heissluftfritteuse mit App-Steuerung

In der Fritteuse ActiFry smart XL von Tefal werden Speisen mit Heissluft gegart. Ein sich drehender Rührarm soll zu einem gleichmäßigen Ergebnis führen.

Mit der „ActiFry smart XL” von Tefal steht jetzt das zweite derartige Gerät in meiner Küche und will zeigen, was es kann. Auch hier wirbt der Hersteller mit besonders fettarmer Zubereitung. Allerdings werden die Speisen nicht in einem sich drehenden Korb gegart, der rundum von heißer Luft umströmt wird (wie bei der HK 14.I von Rosenstein & Söhne ), sondern auf dem Boden des Topfes von einem rotierenden Rührarm vermengt. Der zweite markante Unterschied ist die Steuerung: Die Tefal-Maschine (UVP 359,99 Euro) verfügt lediglich über ein kleines Display und drei größere Tasten für manuellen Betrieb, die eigentlichen Kochanweisungen erfolgen aber komfortabel via Bluetooth per App vom Smartphone oder dem Tablet.

Steuerung per App: Tefal ActiFry smart XL

Die kostenlose App „My ActiFry“ ist schnell installiert, dabei sind über 50 Rezepte mit bebilderter Schritt-für-Schritt-Anleitung. So kann nichts schief gehen, alles ist gut und leicht nachvollziehbar erklärt, die Anleitung ist ansprechend aufgebaut. Die Fotoauswahl zu den einzelnen Rezepten allerdings zeigt, dass nicht jedes Gericht tatsächlich gekocht und dabei fotografiert wurde: sehr oft finden sich identische Bilder, die lediglich einen Arbeitsschritt symbolhaft darstellen. Klar, echte Bilder machen viel Arbeit, schade ist es trotzdem. Will man Favoriten speichern, muss ein Account eingerichtet werden.

Galerie: Die Heißluftfritteuse Tefal ActiFry smart XL im Test

Ein paar technische Daten

Mit rund 1,5 Kilogramm Frittiergut fasst der antihaftversiegelte Topf theoretisch ausreichend Mengen für vier Mahlzeiten. Die angegebenen „sechs Portionen“ halte ich für übertrieben: 250 Gramm pro Kopf sind doch recht knapp bemessen. Die „ActiFry smart XL“ von Tefal heizt mit bis zu 1.550 Watt, das Lüftergeräusch ist dabei nicht zu laut. Die knapp sechs Kilo schwere Maschine steht sicher auf der Arbeitsfläche, absturzgefährdende Bewegung erzeugt der nur langsam rotierende Rührarm auf dem Boden des Topfes aber ohnehin nicht. Durch den großen, transparenten Deckel lässt sich der Koch-Fortgang gut beobachten. Achtung: Während das Gehäuse selbst bei hohen Gartemperaturen nur gut handwarm wird, kann man sich am Deckel schnell die Finger verbrennen! Am Ende der Garzeit ertönt sowohl an der Heißluftfritteuse wie auch am Tablet ein gut hörbarer Signalton. Außerdem finden sich ein Messlöffel und ein Silikonpinsel, mit dem etwa paniertes Gargut an der Oberfläche eingefettet wird, im Karton. Bis auf den beschichteten Topf und das Fritteusen-Unterteil lassen sich die Teile im Geschirrspüler reinigen.

Der Test

Drei Gerichte habe ich aus dem Rezeptangebot ausgewählt: Garnelen mit Sahne und Curry (hier muss noch z.B. Reis separat gekocht werden), Hähnchenunterschenkel mit Kartoffelecken und mit Aprikosen-Mandeln eine Süßspeise.
Nach fünf Minuten Garzeit beginnt der Rührarm, die Garnelen in der Sahne-Kokosmilch-Mischung durch den Topf zu schieben. Dabei rutschen die Garnelen aber anfangs nicht wie geplant über den schrägen Rührarm hinweg, sondern stauen sich an dessen oberem Ende und werden dort trocken. Die Masse bietet auf dem sehr glatten Topfboden offensichtlich nicht genügend Widerstand. Erst als ich etwas nachhelfe, rutschen die Zutaten wie geplant über den Rührarm hinweg. Hm. Das hat nicht optimal funktioniert, obwohl das Ergebnis gut geschmeckt hat.
Jetzt die Kartoffelstückchen mit Gockel: In der Anleitung findet sich ein kleiner Fehler, der aber nicht zu Unklarheiten führt. Nach 11 Minuten ohne Rühraktion sind die Kartoffelstückchen am Heißluftauslass schon recht braun. Erst 20 Minuten nach Programmstart beginnt der Arm, sich zu drehen. Das ist fast zu spät. Die Durchmengung von Kartoffeln und Geflügel ist nicht perfekt, oft wird das Gargut durch den Topf geschoben, ohne dass es über den Rührarm kippt. Im Ergebnis sind die Kartoffeleckchen etwas zu braun, und die Hühnerunterbeine zu blass aber gar. Hier sollten die Programmierer ein paar Zeilen im Code ändern.
Die Gargut-Schieberei zeigt sich auch bei dem Aprikosen-Rezept. Auch hier hat die fehlende Durchmengung ein etwas ungleichmäßiges Bräunungsergebnis zur Folge.

Fazit

Das Prinzip gefällt mir gut: Klare Angaben in der App, übersichtliche Darstellung, keine langen Drückereien am Gerät für Temperatur, Rührgeschwindigkeit oder sonst was. Zutaten rein, Programm starten, fertig. Die Ergebnisse allerdings sind etwas durchwachsen. Von überarbeitungswürdigen Zeitparametern und Tippfehlern in der App bis zu technischen Verbesserungsideen gibt es ein paar Dinge anzumerken. Die Kombination aus Antihaft-Topf und gleichzeitig erforderlichem Reibungswiderstand, der vorhanden sein muss damit die Zutaten über den Rührarm hochgeschoben werden, ist in der Umsetzung kompliziert. Da sollten die Techniker noch mal ran. Zumindest bei kleineren Portionen funktioniert das nicht optimal.

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