Heißes Vollbad

Die Fritteuse Tefal FR 8040 Oleoclean Pro Inox Design im Test

Blitzschnell eine Portion Pommes zaubern? Oder knusprig panierte Schnitzel? Oder krosse Chickenwings? Mit einer klassischen Fritteuse und heißem Ölbad kann das gelingen. Und wie frittiert bei diesem Test die Tefal FR 8040 Oleoclean Pro Inox Design?

Datum:

Gemüse, Pommes, Fleisch – es gibt nichts, was die Tefal FR 8040 Oleoclean Pro Inox Design nichts kann.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Die Kaltzonenfritteuse Tefal FR 8040 Oleoclean Pro Inox Design hat mich voll überzeugt. Design, Handling, Funktion und das technische Gimmick des Ölfiltersystems gefallen mir sehr gut. Dank der üppigen Leistung heizt das Gerät schnell auf und gart bei entsprechender Einstellung ebenso zügig. Das ist ein großer Vorteil gegenüber Heißluftfritteusen, die für die Herstellung einer Portion Pommes schon mal satte 30 Minuten benötigen. Die maximale Temperatur von 190°C passt für alle Frittierarten. Das großzügig bemessene Fassungsvermögen genügt für zwei große oder vier kleine Portionen. Lediglich ein seitliches Deckelscharnier und ein etwas längeres Kabel wären schön.

Pro

  • Hohes Fassungsvermögen
  • Schnelle Zubereitung
  • Praktisches Filtersystem
  • Ansprechendes Design
  • Einfache Handhabung
  • Gut zu reinigen

Kontra

  • Deckel ohne Scharnier
  • Kurzes Kabel

Tefal FR 8040 Pro Inox Design

Klassische Fritteusen mit Ölbad haben auch in Zeiten von Multifunktions-Heißluftfritteusen ihre Berechtigung und Anhänger. Zwar sind bei diesen Geräten litergroße Ölbäder erforderlich, um knusprige Snacks herzustellen, ihre Geschwindigkeit ist aber ein großer Vorteil. eKitchen hat getestet, wie sich die gut vier Kilogramm schwere Tefal FR 8040 Oleoclean Pro Inox Design (UVP 219,99 Euro) mit integriertem Ölfiltersystem macht.

Die Ausstattung der Tefal FR 8040 Oleoclean Pro Inox Design

3,5 Liter Öl fasst der entnehmbare Edelstahlbehälter und stellt so in dem ebenfalls herausnehmbaren Korb Raum für bis zu 1,2 Kilogramm Frittiergut zur Verfügung. Sowohl der Ölbehälter als auch der Korb sind mit Füllstandsmarkierungen versehen. Unter dem Korb liegt das große Edelstahl-Heizelement, das mit bis zu 2.300 Watt eine schnelle Aufheizphase und ebenso zügiges Frittieren gewährleistet. Die knapp zwei Zentimeter Freiraum zwischen Heizelement und Behälterboden fungieren hier als sogenannte Kaltzone, die ein Verbrennen von Frittierresten verhindern soll. So bleibt das Öl länger haltbar.
Tefal Inox Design Merkmale

Einfaches Bedienfeld mit Timer und Temperaturwahl samt Statusleuchte. Der Korb lässt sich zum Abtropfen über dem Öl einhängen. Die maximalen Füllstände sind im Behälter und im Korb markiert.

Das Heizelement mündet direkt in das abnehmbare Bedienteil, in dem sich ein kleines Display für den Timer sowie der regelbare Thermostat mit roter Kontrollleuchte befinden. Der große Deckel mit Sichtfenster, Kunststoffgriff und Edelstahldauerfilter ist nur aufgelegt und muss komplett abgenommen werden, um an den Korb zu gelangen. Die Vorderseite des Edelstahlgehäuses dominieren ein großer Drehschalter sowie die Front des blauen Ölauffangbehälters. Am Schalter lassen sich drei Positionen wählen: „Oil box“ (Entnahme des blauen Behälters), „Fry“ (Behälter verriegelt) und „automatic oil filtration“. In dieser Position läuft das abgekühlte Öl direkt durch ein feines Metallsieb in den blauen Auffangbehälter. Durch den Auffangbehälter ergibt sich eine Gerätegröße von etwa zwei gestapelten Schuhkartons (39x35x46 cm). Das Stromkabel ist mit nur etwa 85 Zentimeter knapp bemessen.

Der Test: Jetzt wird frittiert!

Der Zusammenbau ist kinderleicht, die wenigen Teile passen nur auf eine Art zusammen. Mittagszeit, Currywurst-Pommes sind jetzt genau das Richtige. Ich gebe Sonnenblumenöl in den Behälter und wähle die Temperatur nach Angabe der dünnen Bedienungsanleitung auf 190 °C. Nach wenigen Minuten hat das effiziente und große Heizelement seinen Job getan. Sechseinhalb Minuten veranschlage ich für die Frittierdauer, nach vier Minuten gebe ich die Schinkenwurst dazu. Der Filter im Deckel macht seinen Job bisher gut, das frische Öl riecht kaum. Das Ergebnis ist sehr ansehnlich und schmeckt richtig gut!
Tefal Inox Design POmmes Currywurst

So schnell, so gut: Nach sechs Minuten sind zwei gute Portionen Currywurst-Pommes fertig!

Jetzt sollen ein paar Frikadellen rundum knusprig bräunen. Die etwa vier Zentimeter dicken Fleischbällchen brauchen wohl etwas länger bei entsprechend weniger Hitze. Das knappe Manual hält für diesen Spezialfall keinen Hinweis bereit. Ich wähle 170 °C und tippe auf vier Minuten. Nach der Zeit sind die Hackbällchen, die sich im Ölbad rund zusammengezogen haben und dadurch noch etwas dicker geworden sind, noch nicht gar. Wohl aber schon sehr braun. Zwangsläufig lasse ich sie weitere 2 Minuten im Öl, obwohl sie für meinen Geschmack dadurch etwas zu kross und dunkel sind: Weniger Hitze wäre besser gewesen.
Tefal Inox Design Frikadellen

Frikadellen ziehen sich gerne zu Kugeln zusammen. Das muss man mögen.

Nun kommen Hühnerflügel ins Öl. Für die eher dünnen Stücke wähle ich wieder 170 °C und tippe auf sechs Minuten. Die Kombination ist nicht perfekt, nach der gewählten Zeit sind die Wings zwar gar aber noch nicht kross. Nach weiteren zwei Minuten sind sie kross aber zu gar: Hier wäre mehr Hitze besser gewesen.
Tefal Inox Design Chickenwings

Generell sind Erfahrungswerte und das Spiel mit Tempertaur und Zeit erforderlich: Der Grat zwischen blass-braun und gar-zäh ist schmal.

Ich mag rundum krosse, dünne panierte Schnitzel sehr gerne. Ähnlich wie die mundgerechten Saltimbocca aus der italienischen Küche sind sie nach zwei köstlichen Bissen weg. Dünn geklopft brauchen sie bestimmt nur zwei Minuten bis zum perfekten Garzustand, knusprig sollen sie aber auch sein. Jetzt bloß nichts versemmeln. 180 °C, also fast die volle Power, sollten passen … passt! Ein Genuss!
Tefal Inox Design Schnitzel

Nach knapp vier Minuten sind die kleinen Schnitzelchen gleichmäßig gegart und schön kross.

Zum Abschluss möchte ich noch wissen, wie die Fritteuse in Teig gebackenes Gemüse zubereitet. Der Hersteller empfiehlt das Frittieren ohne Korb, ich mache es trotzdem mit. Ein Teigrezept aus Stärke, Ei, Salz und Sojasauce klingt gut. Leider steht in meinem Schrank lediglich dunkle Sojasauce, die die Optik doch sehr beeinträchtigt. Trotzdem sind die Gemüseteile nach etwa sechs Minuten bei 160 °C sehr schmackhaft, wenn auch nicht besonders schön anzusehen.
Tefal Inox Design Gemüse

Auch frittiertes Gemüse kann die Fritteuse.

Jetzt ist die Zubereitungsorgie am Ende und ich bin gespannt auf das Filtersystem. Am Boden des Behälters haben sich reichlich Rückstände von Teig, Paniermehl und winzigen Kartoffelstückchen angesammelt. Ich lege den Schalter um auf „automatic oil filtration“ und … nichts passiert. Denn: Laut Handbuch muss das Öl zuerst etwa drei Stunden abkühlen, bevor es durch das Ventil im Boden hindurch gelassen wird. Sonst würde sich der blaue Auffangbehälter verflüssigen. Nach knapp zwei Stunden ist der Frittierbehälter leer, die blaue Box hingegen voll. Im Frittierbehälter sind reichlich dunkelbraune Krümel aller Form, Größe und Konsistenz zurück geblieben. Das gefilterte Öl hingegen ist natürlich etwas dunkler als zu Beginn aber relativ klar und ohne Rückstände.
Tefal Inox Design Ölfilter

Das Öl läuft durch ein Sieb in die blaue Auffangschale und sieht hinterher deutlich besser aus, als direkt nach den vielen Frittiervorgängen.

Tefal FR 8040 Pro Inox Design

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.